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Der 7. Spieltag der Bundesliga 2009/2010

Eingefahrene Derby-Routine

Eher selten unter den Wolfsburger Torschützen zu finden: Der per Kopfball erfolgreiche Makoto Hasebe
Eher selten unter den Wolfsburger Torschützen zu finden: Der per Kopfball erfolgreiche Makoto Hasebe

Die Bayern blitzten ab, Hoffenheim schlug richtig zu: Das Führungsduo HSV/Bayer bekam einen neuen ersten Verfolger. In den drei ausgetragenen Derbys änderte sich nichts an den zuvor bestehenden Kräfteverhältnissen.

Drei Derbys standen auf dem Spielplan, und in allen wurden die Tendenzen der letzten Jahre bestätigt: Leverkusen gab dem 1. FC Köln das Nachsehen, Wolfsburg entschied das Niedersachsenduell mit Hannover für sich und Schalke knöpfte dem BVB die Punkte ab. Kölns hoffnungsvolle Ansätze, nach dem Dreier aus der Vorwoche in Stuttgart sowie dem Erfolg im DFB-Pokal, wurden in einem nüchternen Match vom Leverkusener Nachbarn zurechtgestutzt. Ebenso wie Kölns Maniche, dessen Tritte gegen Adler und Vidal sozusagen unterste Schublade waren und den Unparteiischen quasi zum Zücken des Roten Kartons zwangsverpflichteten. Dem 134. Ruhrpottderby zwischen Gelb-Schwarz und Königsblau dürfte kein größerer Erinnerungswert zukommen, da ein Schalker Erfolg zuletzt ohnehin eher die Regel war und der Unterhaltungswert der Partie keine Euphorie lostrat. So rückte allein die konträre Statistik der Rivalen in den Vordergrund und die sortierte Felix Magaths Team in oberen Tabellenbereichen ein (Platz 4), derweil Jürgen Klopps Auswahl sich so gerade noch oberhalb Relegationsplatz 16 hielt. Ein ähnliches Bild präsentierte der „Niedersachsentag“: Titelverteidiger VfL Wolfsburg fuhr den gewohnten Sieg ein und platzierte sich im oberen Drittel (6), während Hannover 96 noch ein Stückchen tiefer rutschte (14). Im Gegensatz zum Westderby lieferten sich die Nordlichter allerdings einen mit zahlreichen Torraumszenen und Treffern gespickten Schlagabtausch.

Ein hohes Niveau, trotz nur eines Tores, durfte auch dem Spitzenspiel bescheinigt werden. Tabellenführer Hamburger SV hielt sich dank Petrics Treffer den FC Bayern vom Leib und wahrte den hauchzarten Vorsprung vor den zweitplatzierten Leverkusenern. „Wir haben die Chancen nicht genutzt. Das war das Problem und nichts anderes“, monierte Louis van Gaal die Abschlussprobleme seiner Elf, deren Gipfelsturm vorerst abgebrochen wurde. Eine andere Mannschaft setzte zur Verfolgung des Führungsduos an: 1899 Hoffenheim. Bemerkenswert bei der 5:1-Demontage der Berliner Hertha: Ibisevic, der lange verletzte Torjäger, nahm mit einem Dreierpack seine Lieblingsbeschäftigung wieder auf. Pizarro, Bremens vorderster Vollstrecker, traf „nur“ zweimal beim 3:0-Erfolg über Mainz. Der Peruaner entpuppte sich damit allerdings als Spezialist für Doppelpacks: Zum vierten Mal in dieser Saison (2 in BL, 2 in EL) traf er bereits doppelt. Ein ebenso berechtigtes 3:0 stand auch am Ende des Spiels der Freiburger gegen Mönchengladbach. Stuttgart siegte mit dem gleichen Resultat bei Eintracht Frankfurt und beraubte die Hessen damit des Etiketts, ungeschlagen zu sein. Der VfL Bochum schüttelte den Makel ab, auswärts nichts zu reißen. „Wir hatten ein gutes Gefühl“, behauptete Trainer Frank Heinemann nachträglich. Dass seine Zuversicht sich erfüllte, war sicherlich auch dem schwachen Spiel der Nürnberger geschuldet, die sich eine recht uninspirierte Heimvorstellung leisteten.

André Schulin

Die Spiele der Bundesliga 2009/2010 am 7. Spieltag
Fr 25.09. 20:30 1. FC Nürnberg - VfL Bochum 0:1 (0:1)
Sa 26.09. 15:30 VfL Wolfsburg - Hannover 96 4:2 (2:1)
Sa 26.09. 15:30 Borussia Dortmund - FC Schalke 04 0:1 (0:1)
Sa 26.09. 15:30 SV Werder Bremen - 1. FSV Mainz 05 3:0 (1:0)
Sa 26.09. 15:30 1. FC Köln - Bayer Leverkusen 0:1 (0:0)
Sa 26.09. 15:30 Eintracht Frankfurt - VfB Stuttgart 0:3 (0:2)
Sa 26.09. 18:30 Hamburger SV - FC Bayern München 1:0 (0:0)
So 27.09. 15:30 SC Freiburg - Borussia M'gladbach 3:0 (0:0)
So 27.09. 17:30 1899 Hoffenheim - Hertha BSC Berlin 5:1 (3:1)
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Tabelle der Bundesliga 2009/2010 am 7. Spieltag
Pl.   Verein Sp  S U N Tore Diff. Pkt.
1. (1.) Hamburger SV 5 2 0  17:7   +10 17
2. (2.) Bayer Leverkusen 5 2 0  14:5   +9 17
3. (4.) 1899 Hoffenheim 4 2 1  14:5   +9 14
4. (6.) FC Schalke 04 4 1 2   9:5   +4 13
5. (8.) SV Werder Bremen 3 3 1  12:6   +6 12
6. (9.) VfL Wolfsburg 4 0 3  15:14  +1 12
7. (3.) FC Bayern München 3 2 2  13:7   +6 11
8. (5.) 1. FSV Mainz 05 3 2 2  10:12  -2 11
9. (6.) Eintracht Frankfurt 2 4 1   8:8   0 10
10. (11.) SC Freiburg 3 1 3  11:12  -1 10
11. (15.) VfB Stuttgart 2 2 3   9:10  -1 8
12. (10.) Borussia M'gladbach 2 1 4   9:15  -6 7
13. (17.) VfL Bochum 2 1 4   8:14  -6 7
14. (12.) Hannover 96 1 3 3   6:8   -2 6
15. (13.) Borussia Dortmund 1 3 3   6:13  -7 6
16. (14.) 1. FC Nürnberg 1 2 4   4:8   -4 5
17. (16.) 1. FC Köln 1 1 5   5:10  -5 4
18. (18.) Hertha BSC Berlin 1 0 6   6:17  -11 3
- Kreuztabelle - zu Hause - Auswärts -
Es ist mir völlig egal, was es wird. Hauptsache, er ist gesund.
(Mehmet Scholl als werdender Vater)