Bundesliga

Spieltag

Spielbericht Eintracht Frankfurt - VfB Stuttgart

Zu hause riss die Serie

Packte seine Schusskraft aus: Thomas HitzlspergerPackte seine Schusskraft aus: Thomas Hitzlsperger

Frankfurts Elf zeigte bereits in den ersten Wochen der Saison, dass sie auswärts besser zurecht kommt als daheim. Gegen ein noch nicht einmal sonderlich hart gefordertes Stuttgarter Gästeteam ging am siebten Spieltag der Nimbus des Ungeschlagen-Seins verloren - natürlich vor eigenem Publikum.

Dass der VfB Stuttgart unter der Woche im DFB-Pokal nur haarscharf einer Blamage entwischte, mag zur umfangreichen personellen Umstellung beigetragen haben, die Markus Babbel vornahm. Eine dieser Veränderungen bezog sich auf das Stürmerduo: Schieber und Marica ersetzten Pogrebnyak und Cacau. Von Beginn an wirkten die Gäste motivierter, auch wenn die Eintracht durch einen Torschuss von Liberopoulos (9., Lehmann pariert) den Anschein erweckte, auf Augenhöhe mit dem VfB zu agieren. Doch im Gegensatz zu den Hessen wurden die Versuche der Schwaben immer gefährlicher und in der 15. Minute hatte Nikolov mit guter Reaktion bei Gebharts aus kurzer Distanz abgefeuerten Schuss seinen Anteil daran, dass die Partie torlos blieb. Nur zwei Minuten später jedoch machte Frankfurts Keeper keine gute Figur. Er verpasste eine über die rechte Seite geschlagene Flanke Hilberts und Schieber konnte problemlos abstauben. Der Frankfurter Rückstand verursachte keine erkennbare Auswirkung. Der Eintracht fehlte einfach die Schärfe in Strafraumnähe - und in der Abwehr auch: Über Boka fuhren die Gäste nach einer halben Stunde einen druckvollen Angriff und Frankfurts Verteidigung sah erneut schlecht aus. Russ löffelte das Leder unkontrolliert weg, produzierte damit jedoch eine Vorlage für Schieber, die der VfB-Youngster wiederum nicht ablehnen mochte: 2:0 nach 31. Minuten. Nur wenig später brachte Russ den duchbrechenden Khedira zu Fall und gleichzeitig etwaige Hoffnungen der Hessen, den Hebel doch noch umzulegen. Schiedsrichter Gräfe erkannte auf Notbremse und stellte Russ vom Platz (33.)

Die Lage hätte eigentlich erfordert, dass die Eintracht - auch in Unterzahl - zunächst einmal um den Anschluss bemüht wäre. Bevor die Hessen jedoch überhaupt in die Nähe des Stuttgarter Tores kamen, hatten diese bereits drei eigene Chancen herausgearbeitet (Khedira, Hitzsperger, Gebhart) und in der 54. Minute auf 3:0 erhöht. „The Hammer“ Hitzlsperger hatte seinem Namen alle Ehre gemacht, als er im Anschluss an eine Ecke außerhalb des Sechzehners an den Ball kam und das Leder in die Maschen drosch. In der 69. Minute hatte der Stuttgarter Kanonier Pech, als er aus knapp 20 Metern nur an den Außenpfosten schoss. Von Frankfurt kam in den zweiten 45 Minuten fast nichts, ein Kopfballversuch von Abwehrspieler Maik Franz strich nach einer Stunde Spielzeit nur knapp über die Querlatte - hätte wegen Abseitsstellung jedoch ohnehin nicht gezählt. Eine solch schwache Leistung musste zwangsläufig in eine Niederlage münden. Dass die Eintracht ihre erste Saisonpleite auf eigenem Grund und Boden einfangen würden, hatte sich bereits in den Wochen zuvor angekündigt.

André Schulin

Spielstatistik Eintracht Frankfurt - VfB Stuttgart

Eintracht Frankfurt

-

VfB Stuttgart

0:3 (0:2)

Bundesliga 2009/2010, 7. Spieltag
26.09.2009, 15:30 Uhr
Commerzbank-Arena (Frankfurt), 49.800 Zuschauer
Schiedsrichter: Manuel Gräfe (Berlin)
Tore
0:1 Julian Schieber 17. (Linksschuss, Hilbert)
0:2 Julian Schieber 31. (Linksschuss)
0:3 Thomas Hitzlsperger 54. (Linksschuss, Khedira)
Wechsel Frankfurt
Benjamin Köhler
für Nikos Liberopoulos
(5,0)
(39.)
Martin Fenin
für Caio
(4,5)
(57.)
Markus Steinhöfer
für Selim Teber
(―)
(81.)
Wechsel VfB Stuttgart
Clemens Walch
für Roberto Hilbert
(―)
(66.)
Zdravko Kuzmanovic
für Sami Khedira
(―)
(78.)
Cacau
für Julian Schieber
(―)
(84.)
Karten Frankfurt
Rot für Marco Russ (33.)
Gelb für Selim Teber
Karten VfB Stuttgart
keine