Bundesliga

Spielbericht & Statistiken

BayArena (Leverkusen) · Zuschauer: 26.800 · Schiedsrichter: Markus Schmidt

» Rückspiel: 3:2

1:0 Kroos (2.)
2:0 Rolfes (28.)
3:0 Derdiyok (35.)
4:0 Kießling (68.)
4:0
(3:0)

Kaum gefordert

Ein guter Schäfer ohne Herde: Raphael Schäfer
Für die Spitzenmannschaft aus Leverkusen war das Heimspiel gegen den 1. FC Nürnberg eine dankbare Aufgabe. Weder in der Abwehr noch im Angriff von den spürbar verunsicherten Franken gefordert, holten sich die Pharmastädter für mindestens einen Tag die Tabellenführung zurück.

Bayer hatte Glück im Unglück: Weil Renato Augustos Wade streikte, stand an seiner Stelle Kroos in der Startformation. Und der vom FC Bayern ausgeliehene Spielmacher war es auch, der bereits nach 110 Sekunden für die Führung sorgte, indem er aus 20 Metern einen Freistoß ins Tor zirkelte. Der versuchte Befreiungsschlag des Nürnberger Trainers Oenning, mit Broich und Spiranovic neue Stammkräfte auszuprobieren, misslang. Die Werkself hatte das Spiel problemlos im Griff und besaß dazu gute Chancen, den Vorsprung auszubauen: Rolfes mit einem Schuss über das Tor (7.) und Castro, der am gegnerischen Schlussmann Schäfer scheiterte (18.), vergaben diese. Ausgerechnet in der Phase, wo die defensiv eingestellten Franken durch Choupo-Moting (24.) eine erste Möglichkeit hatten, fiel der zweite Treffer dann doch: Mnari brachte Führungstorschütze Kroos knapp hinter der Strafraumgrenze zu Fall, den fälligen Elfmeter verwandelte Kapitän Rolfes gegen den in die andere Ecke springenden Schäfer sicher (28.). Lediglich sechs Minuten später stockten die Pharmastädter ein weiteres Tor drauf: Nach einer Vorlage von Rolfes wurde Kießlings Schuss von Spiranovic geblockt, der derzeit treffsicherste Bundesliga-Stürmer legte den Ball aber seinem Sturmpartner Derdiyok auf, und der schoss ihn ins Netz. Vier Minuten vor dem Halbzeitpfiff musste bei den Gästen Judt mit einer Knieverletzung ausgewechselt werden.

In der zweiten Halbzeit kontrollierten die Gastgeber die Partie, setzten vereinzelte Nadelstiche in Form von schnellen Angriffen. Dass die nur noch auf Schadensbegrenzung spielenden Franken trotzdem das Ergebnis nicht halten konnten, lag vor allem an ihrer umformierten und desolaten Abwehr, der es wie der gesamten Nürnberger Mannschaft nicht gelang, Ruhe ins eigene Spiel zu bekommen. Auch beim vierten und abschließenden Gegentreffer gab die FCN-Defensive alles andere als eine gute Figur ab: Friedrich köpfte Castros Freistoßflanke zum vollkommen unbewachten Kießling, der nur noch einzunicken brauchte (68.). Der Torschütze zum 4:0 sowie Sinkiewicz, die über das Tor köpften (70.) beziehungsweise schossen (82.), und Gekas, der den Ball an Schäfer nicht vorbeibringen konnte (88.), besaßen sogar weitere Chancen, den auch in der Deutlichkeit verdienten Sieg noch höher ausfallen zu lassen.

Senthuran Sivananda
Spieltag

8. Spieltag

Freitag, 02.10.2009 Schalke2:0Frankfurt
Samstag, 03.10.2009 B. München0:0FC Köln
Samstag, 03.10.2009 Leverkusen4:0Nürnberg
Samstag, 03.10.2009 Hannover5:2Freiburg
Samstag, 03.10.2009 Bochum1:1Wolfsburg
Samstag, 03.10.2009 Mainz2:1Hoffenheim
Samstag, 03.10.2009 M´gladbach0:1Dortmund
Sonntag, 04.10.2009 Stuttgart0:2Bremen
Sonntag, 04.10.2009 Hertha BSC1:3Hamburg

„Du hast hier nichts mehr zu sagen, Du Wichser!”

— Jean Löring entließ mit diesen Worten seinen Trainer Toni Schumacher in der Halbzeitpause