Bundesliga

Spielbericht & Statistiken

Weserstadion (Bremen) · Zuschauer: 35.500 · Schiedsrichter: Christian Dingert

» Rückspiel: Nürnberg - Bremen 1:3

2:3
(1:1)
1:1 Gündogan (45.)
1:2 Ekici (47.)
1:3 Gündogan (73.)

Werder, die Harlem Globetrotters der Liga

Glänzte erneut als Vorbereiter: Julian Schieber
Spiele mit Werder Bremen waren in dieser Saison meist überaus unterhaltsam, und für den Gegner gibt es nicht selten etwas zum Mitnehmen. So auch für den 1. FC Nürnberg, der davon profitierte, dass Werder hinten nicht gut stand und vorne zu viele Chancen vergab.

Die erste schlechte Nachricht ereilte die Bremer schon vor dem Anpfiff. Pasanen hatte sich beim Aufwärmen verletzt, und Trainer Thomas Schaaf musste die Mannschaft wenige Minuten vor dem Spielbeginn noch einmal umbauen. Bargfrede kam neu ins Team, Wesley übernahm Pasanens Part auf der rechten Abwehrseite. Zunächst drängte aber Werder wie eine Dampfwalze Nürnberg in die Defensive. Nach fünf Minuten sorgte Almeida, der eine Marin-Flanke durch die Beine des Nürnberger Torhüters Schäfer einköpfte, für die Führung der Hausherren. Anschließend vergaben die Hanseaten wie im Pokalspiel bei Bayern München (1:2) zu viele Torchancen. Marin spielte zwar drei Clubberer aus, scheiterte jedoch an Schäfer, der auch den Nachschuss von Almeida entschärfte (13.). Arnautovic verfehlte mit einem Freistoß (22.) sowie einem Lupfer (23.) das Zielgebiet knapp. Gegen Ende der ersten Halbzeit nahmen die Gastgeber den Fuß vom Gaspedal. Allerdings hatten sich die Nürnberger nun auch besser auf den Gegner eingestellt und fingen dessen Pässe spätestens im eigenen Strafraum ab. Der Ausgleichstreffer wäre allerdings ohne Mithilfe der Bremer Abwehr nicht gefallen. Zumindest nicht vor der Pause. Nach Judts Einwurf ließ Prödl Schieber entwischen, dessen Querpass drückte Gündogan vor Mertesacker und Wesley über die Torlinie (45.).

Die erste Chance im zweiten Durchgang besaß die Platzelf, Arnautovic konnte erneut seinen Freistoß nicht im Ziel unterbringen (46.). Im direkten Gegenzug griffen die Franken an: Bremens Keeper Mielitz parierte zwar gegen Schieber, aber war gegen den Nachschuss des allein gelassenen Ekici machtlos (47.). Die Grün-Weißen warfen danach alles nach vorne, bekamen jedoch keine Struktur in ihr Spiel und sorgten deshalb kaum für Torgefahr. Da die Werderaner zudem ab der 59. Minute auf eine Dreierkette in der Abwehr vertrauten, waren sie anfällig für gegnerische Konter. Nachdem Schieber (61.) und Frantz (69.) noch knapp vorbeigezielt hatten, sorgte Gündogan für die Vorentscheidung. Zuerst hatte der Deutsch-Türke nur die Latte getroffen, Schiebers Seitfallzieher knallte an den Pfosten, ehe der dritte Versuch, von Gündogan abgefeuert und von Frings abgefälscht, im Netz landete (73.). Damit war die Partie entschieden. Pizarros Anschlusstreffer in der Nachspielzeit kam jedenfalls zu spät. Schäfer ließ Almeidas Schuss zum Peruaner durchrutschen, der nur noch ins leere Tor einzuschieben brauchte.

Senthuran Sivananda

 


(2)Raphael Schäfer1

(4)Juri Judt16

(3,5)Per Nilsson3

(4)Horacio Javier Pinola25

(3,5)Andreas Wolf5

(4,5)  Almog Cohen18

(2,5)  Mehmet Ekici37

(3,5) Mike Frantz17

(2)   Ilkay Gündogan22

(3,5)Timmy Simons2

(2)Julian Schieber23

Reservebank


14Aaron Hunt  (5)

20Daniel Jensen  (4)

19Sandro Wagner  (–)

 


(3) Jens Hegeler13

(–) Marek Mintál11

(–) Christian Eigler8

Spieltag

10. Spieltag

Freitag, 29.10.2010 FC Bayern4:2Freiburg
Samstag, 30.10.2010 1. FC Köln3:2Hamburg
Samstag, 30.10.2010 K'lautern3:0M'Gladbach
Samstag, 30.10.2010 St. Pauli1:3Frankfurt
Samstag, 30.10.2010 Bremen2:3Nürnberg
Samstag, 30.10.2010 Wolfsburg2:0Stuttgart
Samstag, 30.10.2010 Schalke0:1Leverkusen
Sonntag, 31.10.2010 Mainz0:2Dortmund
Sonntag, 31.10.2010 Hoffenheim4:0Hannover

„Sie können ruhig etwas lauter nicken.”

— Udo Lattek