Nicht zu stoppen: Theofanis GekasZeitweilig herrschte eine giftige Atmosphäre auf dem Platz und auf den Rängen. Daran waren die Gastgeber nicht ganz unschuldig, die sich mit unnötigen Fouls selbst bestraften. Frankfurt trat als kompakte Einheit mit einer torgefährlichen Spitze auf.
Den Schlüssel zum Erfolg hatten die Hamburger schon vor dem Anpfiff benannt: Frankfurts Torjäger Gekas sollte ausgeschaltet werden, und damit ein Großteil der hessischen Torgefahr. Nur an der praktischen Umsetzung haperte es. Der Auftakt konnte kaum besser sein für den hanseatischen Aufsteiger. Aus einer unübersichtlichen Strafraumsituation heraus schaffte es Zambrano irgendwie, den Ball aus spitzem Winkel am linken Pfosten vorbei über die Linie zu bringen (5.). Die Führung verlieh Zuversicht und St. Pauli gab zunächst den Takt vor. Frankfurt benötigte eine Viertelstunde, um den Stecker zu ziehen und das Spiel zu beruhigen. Gelegentlich kamen die Gäste auch an den Strafraum des Gegners, ein möglicher Ausgleich zeichnete sich in der mittlerweile nickeligen Partie jedoch nicht ab. Ein dummer Tritt Zambranos gegen Gekas‘ Ferse räumte der Eintracht die erste echte Torchance ein. Der Gefoulte führte den Strafstoß selber aus und verwandelte sicher zum 1:1 (42.).
St. Paulis Konzept geriet kurz nach Wiederanpfiff aus den Fugen. Erneut war ein unnötiges Foulspiel - Asamoah mit gestrecktem Bein gegen Russ - Auslöser für eine Schwächung. An der Berechtigung der Gelb-Roten Karte gab es keinen Zweifel (48.). Zunächst wirkte sich das personelle Ungleichgewicht noch nicht aus, aber Frankfurt verstand es zunehmend besser, seine Vorteile auszuspielen. Kesslers starke Reaktion gegen einen abgefälschten Schuss Caios bewahrte Pauli noch vor einem Rückstand (60.); aber Gekas‘ Klasse entschied die Partie zugunsten der Gäste. Der Goalgetter nahm einen langen Pass Schweglers gekonnt auf und schoss aus der Drehung das 2:1 - die Vorentscheidung (70.). Die Hamburger bäumten sich auf und produzierten noch ein, zwei gute Tormöglichkeiten, konnten diese aber nicht verwerten. Frankfurt eröffneten sich ebenfalls weitere Gelegenheiten und die letzte davon nutzte Caio per Kopf, um aus spitzem Winkel den 3:1-Endstand zu erzielen (90.).
André Schulin
FC St. Pauli
| Tore | |||
|---|---|---|---|
| 1:0 | Carlos Zambrano | 5. | (Rechtsschuss) |
| 1:1 | Theofanis Gekas | 42. | (Foulelfmeter, Zambrano an Gekas) |
| 1:2 | Theofanis Gekas | 70. | (Rechtsschuss, Schwegler) |
| 1:3 | Caio | 90. | (Kopfball, Tzavellas) |
Aufstellung St. Pauli![]() |
|
|---|---|
| Thomas Kessler | (3,5) |
| Florian Lechner | (4,0) |
| Carlos Zambrano | (4,5) |
| Markus Thorandt | (5,0) |
| Bastian Oczipka | (4,0) |
| Fabian Boll | (3,5) |
| Matthias Lehmann | (4,0) |
| Gerald Asamoah | (5,5) |
| Rouwen Hennings | (4,5) |
| Fin Bartels | (4,0) |
| Marius Ebbers | (4,0) |
Aufstellung Frankfurt |
|
|---|---|
| Oka Nikolov | (3,5) |
| Sebastian Jung | (3,5) |
| Maik Franz | (3,0) |
| Marco Russ | (4,0) |
| Giorgios Tzavellas | (2,5) |
| Pirmin Schwegler | (2,5) |
| Benjamin Köhler | (3,5) |
| Patrick Ochs | (4,0) |
| Caio | (3,0) |
| Halil Altintop | (4,0) |
| Theofanis Gekas | (2,0) |
Wechsel St. Pauli![]() |
|
|---|---|
| Max Kruse für Rouwen Hennings |
(4,5) (59.) |
| Deniz Naki für Fabian Boll |
(―) (76.) |
| Florian Bruns für Florian Lechner |
(―) (81.) |
Wechsel Frankfurt |
|
|---|---|
| Markus Steinhöfer für Sebastian Jung |
(―) (73.) |
| Martin Fenin für Theofanis Gekas |
(―) (90.) |
| Ricardo Clark für Benjamin Köhler |
(―) (90.) |
Karten St. Pauli![]() |
||
|---|---|---|
| Gelb-Rot für | Gerald Asamoah | (48.) |
| Gelb für | Rouwen Hennings | |
| Gelb für | Deniz Naki | |
Karten Frankfurt |
|
|---|---|
| Gelb für | Patrick Ochs |
| Gelb für | Benjamin Köhler |
Trainer St. Pauli![]() |
|---|
| Holger Stanislawski |
Trainer Frankfurt |
|---|
| Michael Skibbe |