Drehte das Spiel: Mladen PetricEine Halbzeit lang sah es nicht nach einem Hamburger Heimsieg gegen Hoffenheim aus. Allerdings kämpfte sich die Veh-Elf in die Partie zurück.
Das Spiel hatte unter keinem guten Stern für die Hamburger gestanden. Weil ihrem Trainer Armin Veh wieder einmal fast eine komplette Elf fehlte, musste er erneut improvisieren und stellte auf ein ungewohntes 4-3-3-System um. Als wäre es nicht schon genug, mussten die Hausherren ab der sechsten Minute einem Rückstand hinterherrennen. Der 60 Kilogramm schwere Pitroipa hatte den 84 Kilogramm leichten Ba im Strafraum leicht gerempelt, der Hoffenheimer fiel, und Salihovic knallte den Elfmeter unter die Latte. Der HSV war um eine Antwort bemüht. Jedoch zunächst ohne Erfolg gegen aggressive Gäste. Die für eine lange Zeit einzige gute Ausgleichschance besaß Guerrero. Nach einem weiten Abschlag seines Torwarts Drobny profitierte er von einem Abstimmungsfehler in der Kraichgauer Abwehr zwischen Haas, der den verletzten Stammkeeper Starke vertrat, Beck und Rudy. Allerdings legte sich der Peruaner den Ball zu weit vor, so dass er nicht ins leere Tor einschieben konnte (18.). Die TSG war nach Kontern dem 2:0 deutlich näher. Drobny lenkte einen Rudy-Schuss aufs Tordach (20.) und verhinderte gegen Ba (30.) sowie Weis (43.) weitere Male einen höheren Rückstand. Wie aus dem Nichts fiel kurz vor dem Pausenpfiff der Ausgleich für den HSV. Demel schlug eine weite Flanke, Petric leitete den Ball in den Fünf-Meter-Raum weiter, Westermann brauchte nur noch seinen Fuß hinzuhalten (45.).
Die Gäste erwischten noch den besseren Start in die zweite Halbzeit. Ba scheiterte erst an Drobny (54.) und nur eine Minute später nach einer Freistoßvorlage von Salihovic am Querbalken. Danach spielte bis zum Abpfiff fast nur noch der HSV. Die Kraichgauer konnten kaum für Entlastung sorgen. Und wenn doch, dann wurden sie von den Unparteiischen zu Unrecht zurückgepfiffen. Ba wäre alleine auf dem Weg zum gegnerischen Gehäuse gewesen, wenn nicht der Linienrichter eine angebliche Abseitsstellung gesehen hätte (76.). Auf der Gegenseite droschen sowohl Petric (73.) als auch der alleine vor dem Tor stehende Son (78.) die Kugel übers Tor. Sieben Minuten vor dem Ende der regulären Spielzeit schlug Zé Roberto von links eine gefühlvolle Flanke, die Petric zum inzwischen verdienten Siegtreffer einnickte.
Senthuran Sivananda
Hamburger SV
| Tore | |||
|---|---|---|---|
| 0:1 | Sejad Salihovic | 6. | (Foulelfmeter, Pitroipa an Ba) |
| 1:1 | Heiko Westermann | 45. | (Rechtsschuss, Petric) |
| 2:1 | Mladen Petric | 83. | (Kopfball, Zé Roberto) |
Aufstellung Hamburg![]() |
|
|---|---|
| Jaroslav Drobny | (2,5) |
| Guy Demel | (4,0) |
| Heiko Westermann | (3,5) |
| Joris Mathijsen | (3,5) |
| Zé Roberto | (3,5) |
| Gojko Kacar | (4,5) |
| David Jarolim | (3,5) |
| Piotr Trochowski | (3,0) |
| Jonathan Pitroipa | (3,0) |
| Paolo Guerrero | (3,5) |
| Mladen Petric | (2,0) |
Aufstellung Hoffenheim |
|
|---|---|
| Daniel Haas | (3,5) |
| Andreas Beck | (4,5) |
| Isaac Vorsah | (4,0) |
| Marvin Compper | (4,5) |
| Gustavo | (4,5) |
| Tobias Weis | (3,5) |
| Sebastian Rudy | (4,5) |
| Sejad Salihovic | (3,0) |
| Peniel Mlapa | (3,5) |
| Demba Ba | (2,5) |
| Chinedu Obasi | (4,5) |
Wechsel Hamburg![]() |
|
|---|---|
| Heung-Min Son für Jonathan Pitroipa |
(―) (74.) |
| Thomas Eduardo Rincon für Gojko Kacar |
(―) (80.) |
Wechsel Hoffenheim |
|
|---|---|
| Boris Vukcevic für Chinedu Obasi |
(3,5) (64.) |
| Gylfi Sigurdsson für Peniel Mlapa |
(―) (81.) |
| Vedad Ibisevic für Tobias Weis |
(―) (85.) |
Karten Hamburg![]() |
|
|---|---|
| Gelb für | David Jarolim |
Karten Hoffenheim |
|
|---|---|
| Gelb für | Gustavo |
| Gelb für | Andreas Beck |
| Gelb für | Marvin Compper |
| Gelb für | Peniel Mlapa |
Trainer Hoffenheim |
|---|
| Ralf Rangnick |