Bundesliga

Spieltag

Spielbericht Hamburger SV - 1899 Hoffenheim

Hamburg erkämpfte sich den Sieg

Drehte das Spiel: Mladen PetricDrehte das Spiel: Mladen Petric

Eine Halbzeit lang sah es nicht nach einem Hamburger Heimsieg gegen Hoffenheim aus. Allerdings kämpfte sich die Veh-Elf in die Partie zurück.

Das Spiel hatte unter keinem guten Stern für die Hamburger gestanden. Weil ihrem Trainer Armin Veh wieder einmal fast eine komplette Elf fehlte, musste er erneut improvisieren und stellte auf ein ungewohntes 4-3-3-System um. Als wäre es nicht schon genug, mussten die Hausherren ab der sechsten Minute einem Rückstand hinterherrennen. Der 60 Kilogramm schwere Pitroipa hatte den 84 Kilogramm leichten Ba im Strafraum leicht gerempelt, der Hoffenheimer fiel, und Salihovic knallte den Elfmeter unter die Latte. Der HSV war um eine Antwort bemüht. Jedoch zunächst ohne Erfolg gegen aggressive Gäste. Die für eine lange Zeit einzige gute Ausgleichschance besaß Guerrero. Nach einem weiten Abschlag seines Torwarts Drobny profitierte er von einem Abstimmungsfehler in der Kraichgauer Abwehr zwischen Haas, der den verletzten Stammkeeper Starke vertrat, Beck und Rudy. Allerdings legte sich der Peruaner den Ball zu weit vor, so dass er nicht ins leere Tor einschieben konnte (18.). Die TSG war nach Kontern dem 2:0 deutlich näher. Drobny lenkte einen Rudy-Schuss aufs Tordach (20.) und verhinderte gegen Ba (30.) sowie Weis (43.) weitere Male einen höheren Rückstand. Wie aus dem Nichts fiel kurz vor dem Pausenpfiff der Ausgleich für den HSV. Demel schlug eine weite Flanke, Petric leitete den Ball in den Fünf-Meter-Raum weiter, Westermann brauchte nur noch seinen Fuß hinzuhalten (45.).

Die Gäste erwischten noch den besseren Start in die zweite Halbzeit. Ba scheiterte erst an Drobny (54.) und nur eine Minute später nach einer Freistoßvorlage von Salihovic am Querbalken. Danach spielte bis zum Abpfiff fast nur noch der HSV. Die Kraichgauer konnten kaum für Entlastung sorgen. Und wenn doch, dann wurden sie von den Unparteiischen zu Unrecht zurückgepfiffen. Ba wäre alleine auf dem Weg zum gegnerischen Gehäuse gewesen, wenn nicht der Linienrichter eine angebliche Abseitsstellung gesehen hätte (76.). Auf der Gegenseite droschen sowohl Petric (73.) als auch der alleine vor dem Tor stehende Son (78.) die Kugel übers Tor. Sieben Minuten vor dem Ende der regulären Spielzeit schlug Zé Roberto von links eine gefühlvolle Flanke, die Petric zum inzwischen verdienten Siegtreffer einnickte.

Senthuran Sivananda

Spielstatistik Hamburger SV - 1899 Hoffenheim

Hamburger SV

-

1899 Hoffenheim

2:1 (1:1)

Bundesliga 2010/2011, 11. Spieltag
06.11.2010, 15:30 Uhr
Imtech Arena (Hamburg), 54.200 Zuschauer
Schiedsrichter: Günter Perl (München)
Tore
0:1 Sejad Salihovic 6. (Foulelfmeter, Pitroipa an Ba)
1:1 Heiko Westermann 45. (Rechtsschuss, Petric)
2:1 Mladen Petric 83. (Kopfball, Zé Roberto)
Wechsel Hamburg
Heung-Min Son
für Jonathan Pitroipa
(―)
(74.)
Thomas Eduardo Rincon
für Gojko Kacar
(―)
(80.)
Wechsel Hoffenheim
Boris Vukcevic
für Chinedu Obasi
(3,5)
(64.)
Gylfi Sigurdsson
für Peniel Mlapa
(―)
(81.)
Vedad Ibisevic
für Tobias Weis
(―)
(85.)
Karten Hamburg
Gelb für David Jarolim
Karten Hoffenheim
Gelb für Gustavo
Gelb für Andreas Beck
Gelb für Marvin Compper
Gelb für Peniel Mlapa