Bundesliga

Spieltag

Spielbericht VfB Stuttgart - 1899 Hoffenheim

Auch Keller konnte den Gordischen Knoten nicht lösen

Traf zum Ausgleich und vergab die beste Chance zur Führung: Martin HarnikTraf zum Ausgleich und vergab die beste Chance zur Führung: Martin Harnik

Genauso wenig wie Heiner Geißler als Schlichter den schwellenden Konflikt um das Bahnhofsprojekt “Stuttgart 21” löste, konnte Jens Keller als neuer Trainer des VfB Stuttgart die Schwaben von den Abstiegsrängen wegbewegen. Auch das Heimspiel gegen Hoffenheim wurde nicht gewonnen.

Wie vor dem ersten Bundesligaduell beider Mannschaften vor mehr als zwei Jahren flogen zwischen dem 3000-Seelen-Dorf und der Großstadt mit einem bald unterirdischen Bahnhof Giftpfeile hin und her. Im Gegensatz zu damals war es diesmal kein besonders gutes Spiel. Die Hoffenheimer erwischten den besseren Start in die Partie und gingen nach elf Minuten in Führung. Gebhart wollte das Spielgerät mit einem Fallrückzieher aus dem eigenen Strafraum bringen. Der Rettungsversuch misslang. Stattdessen kam der Ball zu Beck, der ihn wieder in den Sechszehner flankte, und Salihovic sorgte aus wenigen Metern für das 1:0 der Gäste. Bis zur 34. Minute hatten die Hoffenheimer alles im Griff. Wenn ihnen ein Vorwurf gemacht werden konnte, dann der, dass sie zu wenig versucht hatten, das 2:0 nachzulegen. Stattdessen schüttelte Cacau zwei Gegenspieler (Vorsah und Beck) ab und spielte durch die Beine Ibertsbergers Harnik an, der nur noch 1899-Keeper Haas zu überwinden brauchte (34.). Der VfB war im Aufwind. Nur sechs Zeigerumdrehungen nach dem Ausgleich parierte Haas einen Distanzversuch Träschs. Und als Hoffenheim ab der 41. Minute in Unterzahl war, schien es nur noch eine Frage der Zeit zu sein, bis die Platzelf das Führungstor erzielen würde. Schiedsrichter Drees wollte eine Tätlichkeit gesehen haben, als Vorsah beim Versuch des Vorbeilaufen Gentner am Kopf traf.

Nur wenige Sekunden nach dem Wiederbeginn traf Cacau den rechten Pfosten (46.). Allerdings hielt die restliche zweite Halbzeit nicht das ein, was der Beginn versprach. Die Kraichgauer stellten mit viel Laufarbeit die Passwege für die Schwaben zu und sorgten sogar für Entlastung. In der 72. Minute hatte der Hausherr Glück, dass der Elfmeterpfiff ausblieb, nachdem Träsch Vukcevic unglücklich am Fuß getroffen hatte. Erst in der Schlussphase konnten die abstiegsgefährdeten Gastgeber den Gegner wieder unter Druck setzen. Cacaus Distanzversuch verfehlte das Zielgebiet (80.). Die beste Chance, die die Stuttgarter Schlussoffensive abwarf, vergab Harnik. Der Österreich kam nach einer Träsch-Flanke frei zum Kopfball und zielte vorbei (82.).

Senthuran Sivananda

Spielstatistik VfB Stuttgart - 1899 Hoffenheim

VfB Stuttgart

-

1899 Hoffenheim

1:1 (1:1)

Bundesliga 2010/2011, 15. Spieltag
04.12.2010, 15:30 Uhr
Mercedes-Benz-Arena (Stuttgart), 36.800 Zuschauer
Schiedsrichter: Dr. Jochen Drees (Mainz)
Tore
0:1 Sejad Salihovic 11. (Rechtsschuss, Beck)
1:1 Martin Harnik 34. (Rechtsschuss, Cacau)
Wechsel Hoffenheim
Tobias Weis
für Vedad Ibisevic
(4,0)
(46.)
Peniel Mlapa
für Demba Ba
(―)
(73.)
Gylfi Sigurdsson
für Sejad Salihovic
(―)
(83.)
Karten VfB Stuttgart
Gelb für Arthur Boka
Gelb für Martin Harnik
Gelb für Cacau
Karten Hoffenheim
Rot für Isaac Vorsah (41.)
Gelb für Sejad Salihovic
Gelb für Tobias Weis