Bundesliga

Spieltag

Spielbericht FC St. Pauli - SC Freiburg

Eher zwei Punkte verloren als einen gewonnen

Erzielte zwar kein Tor, Sorgte aber für Belebung: Kisho YanErzielte zwar kein Tor, Sorgte aber für Belebung: Kisho Yan

Als einer der Verlierer dieses Spieltages im Abstiegskampf durfte sich der FC St. Pauli fühlen. Während Stuttgart und Mönchengladbach zum Teil sogar schwierigere Aufgaben erfolgreich lösten, kam der Aufsteiger im Heimspiel gegen die Überraschungsmannschaft aus Freiburg über ein Unentschieden nicht hinaus.

Die Fangruppe „Sozialromantiker“ protestierte gegen den ihrer Meinung nach ausufernden Kommerz beim Kultklub FC St. Pauli ­ mit einem alternativen, in rot und schwarz gehaltenen Totenkopflogo. Nicht nur die Farben im gegnerischen Fanblock, sondern auch der Schiedsrichter sorgte dafür, dass sich die Gäste aus dem Breisgau zunächst am Millentor wohl fühlten. Der junge Unparteiische Wingenbach wollte ein Handspiel gesehen haben, als Zambrano der Ball im Strafraum an den Kopf klatschte. Cisse scheiterte jedoch mit seinem Elfmeter an Pauli-Keeper Kessler (11.). Nur zwei Minuten später köpfte Ebbers auf der Gegenseite eine Oczipka-Flanke platziert ins lange Eck. Der SC Freiburg brauchte die restliche erste Halbzeit, um die vergebene Riesenchance und den Gegentreffer zu verarbeiten. Gleichzeitig hatte er Glück, dass die Platzelf ihre Überlegenheit nicht in Torchancen ummünzen konnte.

In der Pause schien der Freiburger Trainer Robin Dutt die richtigen Worte gefunden zu haben. Zumindest zog er den richtigen Joker. Der eingewechselte Yano hatte nicht nur die erste Chance nach dem Wiederbeginn (52.), sondern bereitete auch den Ausgleichstreffer vor. Der Japaner legte eine Mujdza-Flanke per Kopf auf Cisse ab, und der Torjäger knallte die Kugel unter die Latte (61.). Das 1:1 war der Weckruf für die Platzelf, deren Trainer Stanislawski wechselte Asamoah ein, und der Joker stach nur drei Zeigerumdrehungen nach seiner Einwechselung. Der WM-Teilnehmer von 2002 und 2006 nickte eine Flanke, wie beim ersten Treffer geschlagen von Oczipka, ein (68.). Freiburgs Stürmerstar Cisse musste sogar hinten mithelfen und einen Bartels-Schuss auf der Linie klären (74.). Nur 60 Sekunden später war er wieder vorne erfolgreich. Ein Abschlag des Breisgauer Schlussmannes Baumann flog an Freund und Feind vorbei zum Senegalesen, der nur noch Kessler zu überwinden brauchte (75.). Ein Remis war für die sich im Abstiegskampf befindenden Hausherren zu wenig. Das Powerplay der Freibeuter in der Schlussphase blieb jedoch ohne Folgen. Die letzte Chance, ein Schuss von Rothenbach, war eine sichere Beute in Baumanns Händen (84.).

Senthuran Sivananda

Spielstatistik FC St. Pauli - SC Freiburg

FC St. Pauli

-

SC Freiburg

2:2 (1:0)

Bundesliga 2010/2011, 18. Spieltag
15.01.2011, 15:30 Uhr
Millerntorstadion (Hamburg), 24.100 Zuschauer
Schiedsrichter: Markus Wingenbach (Diez)
Tore
1:0 Marius Ebbers 13. (Kopfball, Oczipka)
1:1 Papiss Cisse 61. (Rechtsschuss, Yano)
2:1 Gerald Asamoah 68. (Kopfball, Oczipka)
2:2 Papiss Cisse 75. (Rechtsschuss, Baumann)
Wechsel St. Pauli
Florian Bruns
für Matthias Lehmann
(3,5)
(46.)
Gerald Asamoah
für Charles Takyi
(3,0)
(65.)
Fin Bartels
für Deniz Naki
(4,0)
(65.)
Wechsel Freiburg
Kisho Yano
für Julian Schuster
(3,0)
(46.)
Daniel Caligiuri
für Jan Rosenthal
(―)
(72.)
Anton Putsila
für Yacine Abdessadki
(―)
(76.)
Karten St. Pauli
Gelb für Gerald Asamoah
Karten Freiburg
Gelb für Anton Putsila
Besondere Vorkommnisse: Cisse verschießt Handelfmeter (11.) - Kessler hält (Handspiel: Zambrano)