Bundesliga

Spieltag

Spielbericht FC Bayern München - 1899 Hoffenheim

Die Bayern waren diesmal die alten

War wieder einmal vergnügungssteuerpflichtig: Arjen RobbenWar wieder einmal vergnügungssteuerpflichtig: Arjen Robben

Zum ersten Mal seit längerer Zeit trat Bayern München wieder in Bestbesetzung an. Vor den Augen ihres ehemaligen Trainers Ralf Rangnick (saß auf der Tribüne) und ihres ehemaligen Leistungsträgers Luiz Gustavo (spielte auf der linken Münchner Abwehrseite) waren die Hoffenheimer nur Beiwerk bei der Münchner Gala.

So gut wie noch nie in dieser Saison war die Bayern-Mannschaft im Heimspiel gegen Hoffenheim besetzt. Denn zum ersten Mal seit dem Pokalfinale im Mai 2010 gegen Werder Bremen (4:0) liefen Ribery und Robben wieder gemeinsam auf. Die Rückkehr der beiden Fußballvirtuosen sorgte auch dafür, dass Schweinsteiger und Müller auf ihren Wunschpositionen im defensiven Mittelfeld bzw. hinter der Spitze beginnen durften. Vor allem Robben und in der ersten Halbzeit Müller sorgten für viel Betrieb in der Hoffenheimer Deckung. Die beiden waren auch an der Münchner Führung nach nur eineinhalb Minuten beteiligt. Müller steckte zu Robben durch, der Niederländer flankte den Ball in die Mitte, wo Gomez die Hereingabe, die noch von Vorsah abgefälscht worden war, über die Linie drückte. Hoffenheims ghanaischer Innenverteidiger sah beim zweiten Gegentreffer noch schlechter aus. Müller fing Vorsahs schlampigen Pass ab, Ribery scheiterte zwar an 1899-Keeper Starke, aber Müller zielte den Ball im zweiten Anlauf präzise ins linke untere Toreck (15.). Gäste-Trainer Pezzaiuoli musste fast ebenso schnell reagieren, wie seine Mannschaft in Rückstand geraten war, und schon in der 19. Minute den ersten Wechsel (Weis für den angeschlagenen Rudy) vornehmen. Danach ließen die Bajuwaren ihre Gäste zum Luft holen kommen. Die Bayern-Abwehr stand diesmal jedoch sicher, und die Hoffenheimer Angriffsbemühungen waren zu harmlos. Wenn der Titelverteidiger es unbedingt gewollt hätte, wäre ihm vor der Halbzeitpause das 3:0 gelungen. Nach einer Freistoßflanke von Robben schlich sich Schweinsteiger seinem Bewacher Beck davon und tauchte alleine vor Starke auf, doch der 1899-Keeper lenkte den Schuss mit einer tollen Parade über die Latte (38.).

Die Pause sorgte für keine Besserung im Spiel der Kraichgauer. Die Gäste gingen entweder überhaupt nicht oder zu hart in die Zweikämpfe. Neun Minuten nach dem Wiederbeginn hatten sie Glück, dass der eingewechselte Simunic für eine Tätlichkeit an Robben nur die Gelbe Karte sah. Die Bayern ließen es zeitweise in der Offensive zu lässig angehen, was aber gegen ein Hoffenheim, das keinerlei Gefahr ausstrahlte, auch ein wenig verständlich war. Trotzdem mussten sich die Sinsheimer bei ihrem Schlussmann bedanken, dass die Niederlage nicht sogar deutlicher ausfiel. Starke ging aus den Eins-gegen-eins-Duellen gegen Müller (56.) und Gomez (64.) als Sieger hervor. Gegen den wieder einmal vergnügungssteuerpflichtigen Robben war allerdings selbst Hoffenheims Bester machtlos. In der 63. Minute schob der Niederländer den Ball flach in die rechte Torecke, nachdem er in seiner typischen Manier von rechts nach innen gezogen war. 18 Zeigerumdrehungen später zirkelte Robben die Kugel besonders sehenswert ins lange Eck zum 4:0-Endstand.

Senthuran Sivananda

Die Spielstatistik FC Bayern München - 1899 Hoffenheim

FC Bayern München

-

1899 Hoffenheim

4:0 (2:0)

Bundesliga 2010/2011, 22. Spieltag
12.02.2011, 15:30 Uhr
Allianz Arena (München), 69.000 Zuschauer
Schiedsrichter: Peter Gagelmann (Bremen)
Tore
1:0 Mario Gomez 2. (Linksschuss, Robben)
2:0 Thomas Müller 15. (Rechtsschuss, Ribery)
3:0 Arjen Robben 63. (Linksschuss, Lahm)
4:0 Arjen Robben 81. (Linksschuss, Ribery)
Wechsel B. München
Hamit Altintop
für Arjen Robben
(―)
(84.)
Wechsel Hoffenheim
Tobias Weis
für Sebastian Rudy
(4,0)
(19.)
Josip Simunic
für Isaac Vorsah
(5,0)
(46.)
Gylfi Sigurdsson
für Boris Vukcevic
(―)
(77.)
Karten B. München
keine
Karten Hoffenheim
Gelb für Tobias Weis
Gelb für Josip Simunic
Gelb für Andreas Beck
Gelb für Sejad Salihovic