Bundesliga

Spieltag

Spielbericht Bayer Leverkusen - VfB Stuttgart

Stuttgart holte nur Komplimente

Er bereitete Stuttgart große Schwierigkeiten: Sidney SamEr bereitete Stuttgart große Schwierigkeiten: Sidney Sam

Die Mannschaften auf den Plätzen 14 (Bremen), 15 (Wolfsburg) und 16 (Kaiserslautern) hatten am Samstag nicht gepunktet. Der VfB Stuttgart konnte einen Tag später die Steilvorlage allerdings nicht verwandeln. Bayer Leverkusen gewann 4:2 - nicht wegen der besseren, sondern wegen der cleveren Leistung.

Die Stuttgarter knüpften schon in den ersten Minuten an die gute Leistung vom Europa-League-Spiel bei Benfica Lissabon (1:2) an. Vidal konnte Cacau nicht aufhalten, den Schuss des VfB-Stürmers lenkte Bayer-Torwart Adler gerade so eben über den Querbalken (3.). Doch die Leverkusener gingen mit ihrem ersten Angriff gleich in Führung. Sam setzte sich auf dem rechten Flügel gegen Molinaro durch und schlug eine Flanke. Castro trat zwar über den Ball, aber Kießling, der als Sturmspitze diesmal Derdiyok vorgezogen wurde, brachte das Spielgerät im Tor unter (6.). Die Hausherren griffen in der Anfangsphase bevorzugt über rechts an, weil sie die linke Abwehrseite der Schwaben als Schwachstelle ausgemacht hatten. Auch der Schuss von Renato Augusto, den VfB-Keeper Ulreich noch vom Tor weglenkte (14.), kam von dieser Seite. Stuttgart schien geschockt. Allerdings fiel der Ausgleichstreffer für die Schwaben genauso unerwartet wie die Führung der Rheinländer. Hajnal passte in die Nahtstelle der gegnerischen Innenverteidigung zu Harnik, Bayers Rechtsverteidiger Schwaab kam nicht mehr an den Österreicher heran, der den Ball an Adler vorbei in die Maschen schob (16.). Danach verteidigte der VfB besser, ließ die Gastgeber kommen und lauerte selbst nur auf Konter. Eine Taktik, die gut ging - aber nur bis zur 41. Minute. Dann schlug Kadlec von links eine Flanke, die Castro artistisch direkt abnahm. Ulreich wehrte diesen ersten Schuss noch ab, war allerdings gegen den anschließenden Kopfball des Leverkusener Mittelfeldspielers chancenlos.

Sieben Minuten nach dem Wiederbeginn fasste sich Kuzmanovic aus knapp 30 Metern ein Herz. Adler wollte den Distanzversuch wegfausten und war selbst wohl am meisten überrascht, dass er stattdessen die Kugel zum 2:2 ins eigene Tor haute. Nach dem erneuten Ausgleich bekamen die Schwaben Oberwasser und drängten auf die Führung. Okazakis Schuss strich knapp am gegnerischen Gehäuse vorbei (57.), den von Cacau lenkte Adler sogar an den Pfosten (61.). Leverkusens Trainer Heynckes war mit der Leistung seiner Mannschaft in dieser Phase nicht zufrieden und tauschte unter anderem die Doppelsechs aus. Erst kam Bender für Vidal (62.), dann Ballack für Rolfes (65.). Aber auch die beiden frischen Kräfte sorgten nicht für eine Besserung im Spiel der Werkskicker. Cacau brachte die Kugel ein weiteres Mal im Leverkusener Tor unter, aber stand dabei im Abseits und wurde deswegen zu Recht zurückgepfiffen (72.). Der Gastgeber sorgte dagegen in der zweiten Halbzeit kaum für Torgefahr. Umso überraschender fiel neun Minuten vor dem Abpfiff das 3:2 für die Werkself. Reinartz durfte eine Castro-Ecke einnicken. Der VfB gab sich trotz des erneuten Rückschlages nicht geschlagen und ging dennoch mit leeren Händen nach Hause. In der Nachspielzeit gelang Kießling sogar das 4:2, nachdem weder Molinaro noch Kuzmanovic Vorbereiter Sam stoppen konnten.

Senthuran Sivananda

Spielstatistik Bayer Leverkusen - VfB Stuttgart

Bayer Leverkusen

-

VfB Stuttgart

4:2 (2:1)

Bundesliga 2010/2011, 23. Spieltag
20.02.2011, 15:30 Uhr
BayArena (Leverkusen), 28.900 Zuschauer
Schiedsrichter: Michael Weiner (Giesen)
Tore
1:0 Stefan Kießling 6. (Linksschuss, Castro)
1:1 Martin Harnik 16. (Rechtsschuss, Hajnal)
2:1 Gonzalo Castro 41. (Kopfball, Kadlec)
2:2 Zdravko Kuzmanovic 52. (Rechtsschuss, Molinaro)
3:2 Stefan Reinartz 81. (Kopfball, Castro)
4:2 Stefan Kießling 90. (Rechtsschuss, Sam)
Wechsel Leverkusen
Eren Derdiyok
für Daniel Schwaab
(4,0)
(59.)
Lars Bender
für Arturo Vidal
(3,0)
(62.)
Michael Ballack
für Simon Rolfes
(3,5)
(65.)
Wechsel VfB Stuttgart
Timo Gebhart
für Shinji Okazaki
(―)
(66.)
Georg Niedermeier
für Martin Harnik
(―)
(76.)
Sven Schipplock
für Tamas Hajnal
(―)
(84.)
Karten Leverkusen
Gelb für Michal Kadlec
Karten VfB Stuttgart
Gelb für Shinji Okazaki
Gelb für Georg Niedermeier