Bundesliga

Spieltag

Spielbericht 1899 Hoffenheim - Hamburger SV

Stillstand im Rhein-Neckar-Stadion

Hatte die letzte Torchance der Partie: Peniel MlapaHatte die letzte Torchance der Partie: Peniel Mlapa

Während die Gäste aus Hamburg noch nach den europäischen Plätzen schielten, waren die Gastgeber eher darauf bedacht, den Trend in Richtung Abstiegszone zu bremsen. Heraus kam ein echter Bundesligalangweiler der risikofreien Art.

In der Anfangsphase war noch so etwas wie Tordrang zu entdecken, wobei sich zuerst die Hoffenheimer eine Halbchance erarbeiteten, doch Ibisevic konnte eine Flanke von Beck nicht gefahrbringend per Kopf aufs Tor bringen, wurde auch gestört (5.). Der HSV antwortete eine Minute später mit einer Freistoßflanke von Ben-Hatira, doch den Kopfball von Mathijsen lenkte Torwart Starke mit dem Fuß ab. Danach war allerdings für eine gute Viertelstunde eine erste Leerlaufphase angesagt, ehe Ibisevic zu seiner nächsten Chance kam. Diesmal zielte der Bosnier etwas zu hoch und Rost wäre auch entscheidend dran gewesen (22.). Da von den Hanseaten offensiv bis zum Halbzeitpfiff rein gar nichts mehr kam und die Gastgeber trotz Überlegenheit nicht mehr gefährlich in den 16er des HSV einzudringen vermochten, geriet die Partie bis zur Pause zu einer besonders zähen Angelegenheit und blieb zwangsläufig torlos.

Es sollte auch nach dem Seitenwechsel eine besonders ereignisarme Veranstaltung vor ausverkauftem Haus bleiben. Vom Hamburger SV ging nun gar keine Gefahr mehr aus, falls es in dieser Partie je der Fall war. Die Kraichgauer bemühten sich wenigstens, hatten den Ball auch überwiegend, rannten sich aber auch in schöner Regelmäßigkeit an der Deckung der Oenning-Truppe fest. Zweimal flog das Spielgerät allerdings dann doch noch aussichtsreich in Richtung Gehäuse von Schlussmann Rost. In der 52. Minute fegte ein gefährlicher Freistoß von Alaba aufsetzend nur knapp am Tor der Gäste vorbei, und in der 84. Minute prüfte Mlapa mit einem Schuss ins lange Eck den Hamburger Keeper, der jedoch zur Ecke ablenkte. Ein Foul im Strafraum von Elia an Vukcevic, der sich dabei verletzte, erhitzte zudem noch kurz die Gemüter (63.). Schiri Welz pfiff den möglichen Elfer aber nicht. Viel anfangen konnten beide Mannschaften mit der Nullnummer nach dem Abpfiff zwar nicht; der Abstieg von Hoffenheim war dennoch eine Spur unmöglicher geworden und dem HSV wurde die Aussicht auf die Europa League noch nicht endgültig verbaut.

Ulrich Merk

Spielstatistik 1899 Hoffenheim - Hamburger SV

1899 Hoffenheim

-

Hamburger SV

0:0 (0:0)

Bundesliga 2010/2011, 28. Spieltag
02.04.2011, 18:30 Uhr
Rhein-Neckar-Arena (Sinsheim), 30.200 Zuschauer
Schiedsrichter: Tobias Welz (Wiesbaden)
Tore
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Wechsel Hoffenheim
Boris Vukcevic
für Roberto Firmino
(―)
(54.)
Gylfi Sigurdsson
für Boris Vukcevic
(―)
(69.)
Peniel Mlapa
für Ryan Babel
(―)
(69.)
Wechsel Hamburg
David Jarolim
für Joris Mathijsen
(3,5)
(50.)
Marcell Jansen
für Heung-Min Son
(4,0)
(63.)
Karten Hoffenheim
Gelb für Vedad Ibisevic
Gelb für Sebastian Rudy
Karten Hamburg
Gelb für Dennis Diekmeier