Erzielte das goldene Tor: Taner Yalcin (Foto: Imago)Im Kampf um seinen Arbeitsplatz hatte sich der Kölner Trainer Zvonimir Soldo Luft verschafft. Dem 1. FC Köln gelang ein wenn auch knapper Sieg gegen den FC St. Pauli. Allerdings überzeugten die Geißböcke nur in der ersten Halbzeit und profitierten nach der Pause vom schwachen Widerstand des Aufsteigers.
Soldo hatte zum Befreiungsschlag ausgeholt. Im Vergleich zum letzten Bundesligaspiel bei Werder Bremen (2:4) strich er fünf Spieler aus der Startelf, darunter auch so prominente Namen wie Novakovic, Brecko oder Neuzugang Lanig. Die Domstädter waren zunächst genauso bemüht wie die Gäste. Nach nur sieben Minuten brachte Podolski den Ball sogar in dem vom ehemaligen Kölner Kessler gehüteten Pauli-Tor unter, aber dem Treffer blieb wegen einer Abseitsstellung zu Recht die Anerkennung verwehrt. Zehn Zeigerumdrehungen später bereitete der deutsche Nationalspieler jedoch die FC-Führung vor. Sein Distanzschuss knallte an den Pfosten, den Abpraller beförderte Yalcin artistisch in die Maschen. Das Tor spielte Köln in die Karten. St. Pauli präsentierte sich nach dem 0:1 vor allem in der Abwehr anfällig. Nach einer Ehret-Flanke entwischte Clemens der Paulianer Viererkette. Kessler parierte jedoch den Kopfball des Bundesliga-Debütanten (23.), genauso wie dessen Schuss sieben Minuten später. Nach der anschließenden Ecke schoss Podolski den Ball über die Latte (31.).
In der Anfangsphase der zweiten Halbzeit gelang es St. Pauli, mehr Druck nach vorne zu entwickeln. Allerdings dauerte die Drangperiode der Gäste nur eine Viertelstunde. Zwar hatten die Freibeuter auch danach mehr vom Spiel, ohne aber die Geißböcke, geschweige denn deren Schlussmann Mondragon ernsthaft in Bedrängnis bringen zu können. Das Ergebnis und die Kölner Sorglosigkeit hielten allerdings die Spannung aufrecht und sorgten auch dafür, dass das Spiel in der Schlussphase wieder etwas besser wurde. Denn erst in der Schlussviertelstunde der zweiten Hälfte tat Köln wieder etwas für die Offensive, und St. Pauli erhöhte ebenfalls die Schlagzahl. Bruns eröffnete den „Chancenreigen“ und zielte knapp vorbei (75.). Auf der Gegenseite verhinderte der beste St. Paulianer zweimal die Vorentscheidung zugunsten des FC. Torwart Kessler lenkte Podolskis Heber ins Toraus (78.) und parierte Pezzonis Flachschuss (79.). In der Nachspielzeit wurde der eingewechselte Sukuta-Pasu zur tragischen Figur. Erst erzielte er ein Abseitstor, und dann köpfte er den Ball knapp über die Latte.
Senthuran Sivananda
1. FC Köln
| Tore | |||
|---|---|---|---|
| 1:0 | Taner Yalcin | 17. | (Rechtsschuss, Podolski) |
Aufstellung FC Köln![]() |
|
|---|---|
| Faryd Mondragon | (3,0) |
| Andrezinho | (3,5) |
| Pedro Geromel | (2,0) |
| Kevin Pezzoni | (3,0) |
| Fabrice Ehret | (3,0) |
| Sebastian Freis | (4,0) |
| Petit | (3,0) |
| Taner Yalcin | (2,5) |
| Mato Jajalo | (4,0) |
| Christian Clemens | (3,0) |
| Lukas Podolski | (2,5) |
Aufstellung St. Pauli |
|
|---|---|
| Thomas Kessler | (2,0) |
| Carsten Rothenbach | (4,0) |
| Carlos Zambrano | (3,5) |
| Markus Thorandt | (4,0) |
| Bastian Oczipka | (3,0) |
| Rouwen Hennings | (4,5) |
| Fabian Boll | (5,0) |
| Matthias Lehmann | (3,5) |
| Charles Takyi | (5,0) |
| Max Kruse | (4,0) |
| Marius Ebbers | (4,0) |
Wechsel FC Köln![]() |
|
|---|---|
| Adam Matuschyk für Mato Jajalo |
(―) (70.) |
| Alexandru Ionita für Christian Clemens |
(―) (76.) |
| Martin Lanig für Taner Yalcin |
(―) (81.) |
Wechsel St. Pauli |
|
|---|---|
| Fin Bartels für Charles Takyi |
(―) (66.) |
| Florian Bruns für Rouwen Hennings |
(―) (73.) |
| Richard Sukuta-Pasu für Fabian Boll |
(―) (80.) |
Karten FC Köln![]() |
|
|---|---|
| Gelb für | Alexandru Ionita |
| Gelb für | Faryd Mondragon |
| Gelb für | Petit |
Karten St. Pauli |
|
|---|---|
| Gelb für | Markus Thorandt |
| Gelb für | Charles Takyi |
| Gelb für | Carlos Zambrano |
Trainer FC Köln![]() |
|---|
| Zvonimir Soldo |
Trainer St. Pauli |
|---|
| Holger Stanislawski |