Bundesliga

Spielbericht & Statistiken

Max-Morlock-Stadion (Nürnberg) · Zuschauer: 48.500 · Schiedsrichter: Manuel Gräfe

» Hinspiel: Mainz - Nürnberg 3:0

Taktik gegen Torchancen

Einer der unüberwindbaren FSV-Abwehrrecken: Niko Bungert
Mainz war im Kampf um Platz fünf der Tabelle beim Konkurrenten Nürnberg auf ein Remis aus und bekam es. Die wenig risikofreudigen Clubberer erspielten sich kaum Torchancen gegen die taktisch disziplinierten Gäste und kamen somit dem begehrten Platz, der zur Teilnahme an der Europa League berechtigte, keinen Deut näher.

Beide Seiten versuchten sich sogleich gegenseitig beim Spielaufbau zu behindern und gingen konsequent in die Zweikämpfe. Deshalb konnte von „Spielfluss“ keine Rede sein und die Strafräume blieben selten besuchte Regionen. Vor allem die Nürnberger fanden kaum ein Durchkommen, zumal 05-Trainer Tuchel auch eine personell defensiv ausgerichtete Mannschaft aufgeboten hatte, die die Räume geschickt dicht stellte und alle Schussversuche erfolgreich abzublocken verstand. So musste ein Freistoß her, um erstmals Gefahr für das Mainzer Tor heraufzubeschwören. Ekici traf immerhin den Außenpfosten (20.). Aus dem Spiel heraus entwickelten die Rheinhessen im ersten Durchgang die besseren Möglichkeiten: Schürrle zielte jedoch genau auf Keeper Schäfer (25.), Fuchs drosch die Kugel freistehend über den Kasten (29.), und Soto schob den Ball nur um Zentimeter am rechten Pfosten vorbei (35.). Kurz vor der Pause verpasste gegenüber Wollscheid noch eine Freistoßflanke von Ekici (45.). Fazit 1. Hälfte: Mainz war dichter vorm 1:0 als die Hausherren.

Nachdem bis auf eine Allagui-Verlängerung eines Fuchs-Einwurfs ans 05er-Außennetz (52.) auch im zweiten Durchgang wenig in Richtung der Tore passierte, wechselten die Kontrahenten regelmäßig frische Kräfte ein. Am Spielverlauf änderte sich aber kaum etwas. Nürnberg hatte etwas mehr Ballbesitz, doch Mainz blieb taktisch wach und zweikampfstark. Die größte Chance erhielten dann auch die Gäste in der 70. Minute. Schürrle war halbrechts im 16er an den Ball gekommen, dribbelte sich an Wollscheid und Simons vorbei, schlenzte das Spielgerät aber über den linken Torgiebel. Kurz vor dem Abpfiff gab es noch zwei Aufreger. Zuerst zirkelte der gerade eingewechselte Ivanschitz einen Freistoß übers Gebälk, und zuletzt rettete der herauslaufende Wetklo am Strafraumrand mit der Hand gegen Mak, doch Schiri Gräfe sah den Tormann bei dieser Aktion noch im 16er, so dass es nicht zu einem Platzverweis kam. Dafür sah der meckernde Mak den gelben Karton. Damit war das 0:0 perfekt, mit dem nur Mainz zufrieden sein konnte.

Ulrich Merk
Spieltag

31. Spieltag

Donnerstag, 21.04.2011 Freiburg1:3Hannover
Samstag, 23.04.2011 St. Pauli1:3Bremen
Samstag, 23.04.2011 Frankfurt1:1B. München
Samstag, 23.04.2011 Schalke0:1K´lautern
Samstag, 23.04.2011 Leverkusen2:1Hoffenheim
Samstag, 23.04.2011 Stuttgart3:0Hamburg
Samstag, 23.04.2011 M´gladbach1:0Dortmund
Sonntag, 24.04.2011 Wolfsburg4:1FC Köln
Sonntag, 24.04.2011 Nürnberg0:0Mainz

„Für die Zuschauer, die das Spiel auf einem Schwarz-Weiß-Fernseher verfolgen: Die Spurs spielen in den gelben Trikots.”

— John Motson