Bundesliga

Spielbericht & Statistiken

RheinEnergieStadion (Köln) · Zuschauer: 50.000 · Schiedsrichter: Deniz Aytekin

» Hinspiel: 3:2

Erst Königsmörder, dann Königsmacher

Trat in die Fußstapfen von Toni Polster: Milivoje Novakovic
Zum ersten Mal seit 14 Jahren konnte der 1. FC Köln das rheinische Derby gegen Bayer Leverkusen für sich entscheiden. Damals machte Toni Polster mit seinen drei Treffern Bayern München vorzeitig zum Meister, diesmal verhalf Milivoje Novakovic mit seinem Doppelpack Borussia Dortmund zum frühzeitigen Titelgewinn. Noch wichtiger war allerdings der Erfolg für die Domstädter selbst im Abstiegskampf.

Eigentlich hatte Frank Schaefer sein Amt als Trainer des 1. FC Köln erst zum Saisonende niederlegen wollen. Aber nach der 1:4-Niederlage in Wolfsburg tat er dies bereits drei Spieltage vor Schluss. Ausgerechnet Sportdirektor Volker Finke, dem die Hauptschuld am Rücktritt Schaefers gegeben wurde und der eigentlich nicht mehr auf die Trainerbank zurückkehren wollte, musste für die letzten drei Saisonspiele einspringen. Der Trainerwechsel schien seine Wirkung jedoch nicht verfehlt zu haben. Die auf vier Positionen gegenüber dem letzten Spiel unter Schaefer veränderte Kölner Mannschaft begann aggressiv. Zwar konnten sich die Domstädter lange Zeit nicht bis vor das Leverkusener Tor kombinieren, aber sie hielten sich zumindest in der Defensive schadlos. Dass hinten die Null stand, hatte der FC allerdings auch den Leverkusenern zu verdanken, die sich in der ersten Halbzeit schon damit zufrieden gaben, das Spiel zu kontrollieren. Und die wenigen Chancen, die die Werkself besaß, vergab sie zudem. Ein langer Ball von Ballack riss eine große Lücke in die FC-Abwehr. Die Domstädter hatten Glück, dass Castro frei und unbedrängt vor dem Tor verzog (24.).

Erst nach der Pause drängten die Werkskicker auf den Führungstreffer. Und die Möglichkeiten häuften sich auch. Kießling traf die Latte (51.). Eine knappe Viertelstunde später versuchte sich der Bayer-Stürmer als Vorbereiter. Doch FC-Goalie Rensing parierte aus wenigen Metern den Kopfball des von Kießling in Szene gesetzten Ballack (65.). Zwischendurch blieb den Pharmastädtern sogar ein Strafstoß verwehrt, nachdem Vidals Freistoß den zu hoch gehobenen Arm Chihis getroffen hatte (57.). Die Kölner strahlten dagegen so wenig Gefahr aus, dass die Leverkusener Abwehr den Gegner unterschätzte und einen Brecko-Pass zu Novakovic durchließ. Der plötzlich freigespielte Slowene lupfte den Ball an B04-Goalie Adler vorbei ins Tor (67.). Mit der Führung im Rücken traten die Domstädter selbstbewusster auf, mussten allerdings noch einen bangen Moment überstehen. Eine Viertelstunde vor Schluss traf Renato Augustos Distanzversuch den rechten Innenpfosten und sprang von dort wieder ins Feld zurück. Spätestens in der 83. Minute war das Spiel zugunsten des 1. FC Köln entschieden. Adler konnte Petits Freistoß nur nach vorne abwehren, und Novakovic staubte erfolgreich zum 2:0 ab. Der Treffer hätte jedoch nicht zählen dürfen, weil der Torschütze im Abseits stand, als Petit die Standardsituation ausführte.

Senthuran Sivananda

Reservebank


23Kevin McKenna  (–)

7Sebastian Freis  (–)

25Adam Matuschyk  (–)

 


(–) Tranquillo Barnetta7

(–) Simon Rolfes6

(–) Eren Derdiyok19

 Trainer


Jupp Heynckes
Spieltag

32. Spieltag

Freitag, 29.04.2011 K´lautern2:0St. Pauli
Freitag, 29.04.2011 Bremen0:1Wolfsburg
Samstag, 30.04.2011 Hamburg0:2Freiburg
Samstag, 30.04.2011 Hannover0:1M´gladbach
Samstag, 30.04.2011 FC Köln2:0Leverkusen
Samstag, 30.04.2011 Hoffenheim1:2Stuttgart
Samstag, 30.04.2011 Mainz3:0Frankfurt
Samstag, 30.04.2011 Dortmund2:0Nürnberg
Samstag, 30.04.2011 B. München4:1Schalke

„Trainer”

— So redet Beate Rehhagel ihren Mann Otto an