Bundesliga

Spielbericht & Statistiken

Rhein-Neckar-Arena (Sinsheim) · Zuschauer: 30.200 · Schiedsrichter: Dr. Felix Brych

» Hinspiel: 1:1

1:2
(1:0)
1:1 Cacau (63.)
1:2 Kuzmanovic (68.)

Deja vu

Vorarbeiter des Stuttgarter Sieges: Martin Harnik
Wer 1:0 führt, der stets verliert. Diese geflügelte Wort sollte für die TSG Hoffenheim nicht generalisiert werden, bekam jedoch innerhalb kürzester Zeit erneut Geltung. Für Stuttgart markierte der 2:1-Auswärtssieg einen Riesenschritt in Richtung Klassenerhalt.

Hoffenheim blieb sich treu. In bedenklicher Häufung, über die gesamte Saison betrachtet, verspielten die Kraichgauer günstige Ausgangslagen und stießen mit dem Hintern um, was sie sich zuvor erarbeitet hatten. Die Pleite gegen Stuttgart stellte vom Ablauf des Spielstandes eine Kopie der erst am vorigen Spieltag erlittenen 1:2-Schlappe gegen Leverkusen dar, bei der man ebenfalls die 1:0-Führung vorlegte und trotzdem leer ausging. Das Tor, mit dem die Gastgeber sich gegen den VfB einen Vorteil verschafften, dürfte einen gewissen Seltenheitswert beanspruchen. Tasci, im Zweikampf mit Mlapa, erlaubte sich von der Sechzehnerlinie einen schwer anzunehmenden Rückpass auf seinen Keeper Ulreich. Jener durfte kein Handspiel anwenden und stoppte den Ball mit der Brust. Da er allerdings kein Zidane oder Messi ist, prallte die Kugel etwas weit weg, so dass der nachsetzende Mlapa das Leder wegspitzeln und ins Tor schieben konnte (14.). Eine kuriose Führung für die Gastgeber und ein bitterer Rückschlag für den abstiegsbedrohten VfB. Die Nervosität der Gäste wurde in einigen Szenen sichtbar, aber immerhin produzierten sie auch zwei große Möglichkeiten, die gut und gern den Ausgleich hätten bringen können (16., Pfostenschuss von Boulahrouz/39., Vorsah wehrt Cacau-Schuss ab). Hoffenheims Führung war aber nicht unverdient, da auch die Kraichgauer weitere Chancen erspielten und abgeklärter auftraten.

Mit Glück kam Stuttgart zu Beginn der zweiten Hälfte um einen weiteren Gegentreffer herum, als Babels wuchtiger Kopfball aus fünf Metern zu genau auf Ulreich zusteuerte. Reflexartig riss der Keeper die Arme hoch und erwischte den Ball (52.). Danach jedoch schienen die Sinne der Gäste geschärft, ihre Konzentration gestärkt. Die Fehlerquote sank und nach einem von Harnik eingeleiteten Konter tunnelte der frei durchstartende Cacau Hoffenheims Schlussmann Starke zum 1:1-Ausgleich (63.). Wenig später kippte die Partie komplett. Vorsah brachte den links durchgebrochenen Harnik im Sechzehner zu Fall und Kuzmanovic entledigte sich der Strafstoßchance souverän (68.). Nun war es wieder an den Gastgebern, verstärkt in die Offensive zu gehen - und Stuttgart damit Räume zu öffnen. Harnik und Pogrebnyak vergaben Riesenmöglichkeiten nach Kontern, wurden dafür jedoch nicht bestraft, weil der TSG nun auch noch das Glück fehlte: Sigurdssons Freistoß aus der 89. Minute segelte über die Stuttgarter Mauer hinweg und an Schlussmann Ulreich vorbei, prallte jedoch vom linken Pfosten zurück ins Feld.

André Schulin

Reservebank


26Andreas Ibertsberger  (4)

19Vedad Ibisevic  (–)

 


(–) Matthieu Delpierre17

(–) Christian Gentner20

(3) Pavel Pogrebnyak29

Spieltag

32. Spieltag

Freitag, 29.04.2011 K´lautern2:0St. Pauli
Freitag, 29.04.2011 Bremen0:1Wolfsburg
Samstag, 30.04.2011 Hannover0:1M´gladbach
Samstag, 30.04.2011 FC Köln2:0Leverkusen
Samstag, 30.04.2011 Hoffenheim1:2Stuttgart
Samstag, 30.04.2011 Mainz3:0Frankfurt
Samstag, 30.04.2011 Dortmund2:0Nürnberg
Samstag, 30.04.2011 Hamburg0:2Freiburg
Samstag, 30.04.2011 B. München4:1Schalke

„Manche junge Spieler haben eine Einstellung zum Leistungssport wie die Nutten auf St. Pauli. Die rauchen, saufen und huren rum, gehen morgens um 6 Uhr ins Bett.”

— Eduard Geyer