Bundesliga

Spieltag

Spielbericht VfL Wolfsburg - 1. FC Kaiserslautern

Wolfsburg musste weiter zittern

Srdjan Lakic: Schoss er sich selbst in Liga zwei?Srdjan Lakic: Schoss er sich selbst in Liga zwei?

Die Wolfsburger hatten sich die Einweihung ihrer neuen giftgrünen Spielbekleidung bestimmt anders vorgestellt. Denn nach der Heimniederlage gegen Kaiserslautern mussten sie wieder zittern, lagen nur wegen der besseren Tordifferenz noch auf Platz 15 und hatten lediglich einen Punkt Vorsprung auf einen sicheren Abstiegsplatz. Die Lauterer beseitigten dagegen auch die allerletzten statistischen Restzweifel an ihrem Klassenerhalt.

Für wenige Augenblicke war der VfL Wolfsburg schon gerettet. In der siebten Minute brachte Mandzukic die Niedersachsen in Führung. Dejagah hatte sich auf dem rechten Flügel gegen Jessen durchgesetzt, Diego konnte zwar die Hereingabe des Deutsch-Iraners nicht kontrollieren, aber Mandzukic jagte die Kugel mit einem sehenswerten Seitfallzieher ins Netz. Als in der Wolfsburger Arena die 25. Minute lief, fiel der Führungstreffer des 1. FC Köln bei Eintracht Frankfurt. Zu diesem Zeitpunkt hatten die Wölfe vier Punkte Vorsprung auf Platz 16 und schienen dem Klassenerhalt sicher entgegenzusteuern. Denn während die Pfälzer sich im Spielaufbau schwer taten, waren die Hausherren deutlich überlegen, verpassten es jedoch, das eine oder andere Tor nachzulegen. Stattdessen hatten sie schon in der 14. Minute Glück gehabt, dass es keinen Strafstoß gab, nachdem VfL-Keeper Benaglio Hlousek am Bein erwischt hatte. Elf Zeigerumdrehungen später erzielten die Pfälzer allerdings den Ausgleich. Ausgerechnet der Bald-Wolfsburger Lakic nickte eine Tiffert-Ecke ein, weil sein zukünftiger Teamkollege Kjaer ihm zu viel Platz ließ. Nach dem 1:1 nahm auch Kaiserslautern am Spiel teil, derweil die Wolfsburger sichtlich verunsicherter wurden. Kjaer ließ auch in der 44. Minute seinen Gegenspieler gewähren. Diesmal profitierte der schon aussortierte FCK-Kapitän Amedick und verlängerte eine 40 Meter lange Freistoßflanke von Tiffert ins Netz.

Nach der Pause zogen sich die Pfälzer zurück und verteidigten fast nur noch. Das jedoch geschickt. Sie stellten die Außen zu. Die Niedersachsen probierten es des Öfteren mit Flanken, die allerdings nur selten den richtigen Abnehmer fanden. Selbst die Einwechslung des kopfballstarken Innenverteidigers Madlung als Sturmspitze brachte außer zwei Halbchancen nach Standardsituationen (85., 88.) nichts ein. Weder Trainer Magath noch die Wolfsburger konnten in dieser Saison ein Spiel drehen. Auch diesmal nicht. Die Wölfe rannten unermüdlich an, aber ohne Durchschlagskraft. Die beste Ausgleichschance ergab sich in der vorletzten Minute, doch Ciceros Querpass geriet etwas zu weit für den 1,74 m langen Riether, sonst wäre der Ball wohl im Tor gelandet.

Senthuran Sivananda

Spielstatistik VfL Wolfsburg - 1. FC Kaiserslautern

VfL Wolfsburg

-

1. FC Kaiserslautern

1:2 (1:2)

Bundesliga 2010/2011, 33. Spieltag
07.05.2011, 15:30 Uhr
Volkswagen Arena (Wolfsburg), 30.000 Zuschauer
Schiedsrichter: Knut Kircher (Rottenburg)
Tore
1:0 Mario Mandzukic 7. (Rechtsschuss, Diego)
1:1 Srdjan Lakic 25. (Kopfball, Tiffert)
1:2 Martin Amedick 44. (Rechtsschuss, Tiffert)
Wechsel Wolfsburg
Ja-Cheol Koo
für Ashkan Dejagah
(―)
(46.)
Cicero
für Makoto Hasebe
(―)
(64.)
Alexander Madlung
für Patrick Helmes
(―)
(81.)
Wechsel K´lautern
Adam Nemec
für Jan Morávek
(3,5)
(46.)
Chadlj Amri
für Adam Hlousek
(4,0)
(56.)
Pierre de Wit
für Clemens Walch
(―)
(79.)
Karten Wolfsburg
keine
Karten K´lautern
Gelb für Pierre de Wit