Bundesliga

Spieltag

Spielbericht 1. FC Kaiserslautern - SV Werder Bremen

Sommerkick statt Abstiegskrimi

Traf zum Abschied noch einmal: Srdjan LakicTraf zum Abschied noch einmal: Srdjan Lakic

Kaiserslautern und Bremen hatten lange um den Klassenerhalt bangen müssen. Aber beide Mannschaften waren vor dem letzten Spieltag bereits gerettet und konnten im abschließenden Saisonspiel durchpusten. Mit einem Sieg in einem nicht bissig geführten Duell sprang der FCK auf einen fast schon sensationellen siebten Platz.

Allerdings war Werder Bremen auch nur mit einem 15 Mann „starken“ Kader in die Pfalz gereist. Unter anderem fehlten Leistungsträger wie Mertesacker oder Pizarro. Und in der Anfangsphase schien es so, als hätten die Hanseaten das Spiel bereits verloren gegeben. Schon nach sieben Minuten verschätzte sich der Bremer Verteidiger Pasanen bei einer Flanke von Jessen, so dass Nemec den Ball ins Tor köpfen durfte. Lediglich drei Zeigerumdrehungen später - nach einer Freistoßflanke von Tiffert - rannten sich die Werderaner Fritz und Trinks gegenseitig um. Rodnei bedankte sich und nickte zum 2:0 ein. Danach zogen sich die Hausherren etwas zurück und blieben dennoch die gefährlichere Mannschaft. Während die Gäste sich schwertaten, das Spiel zu machen, setzten die Pfälzer im Angriff gefährliche Nadelstiche. De Wit passte in die Nahtstelle der Bremer Innenverteidigung zu Lakic, und der Bald-Wolfsburger schob den Ball in seinem letzten Spiel für den FCK an SVW-Keeper Wiese vorbei ins Tor (30.). Nach diesem dritten Gegentreffer wurden die Werderaner jedoch wach. Marin steckte zu Frings durch, und der Bremer Kapitän traf in seinem vielleicht letzten Bundesligaspiel ins kurze Toreck (45.).

Die Halbzeitpause verlieh den Hanseaten zusätzlichen Schwung. Nur sieben Minuten nach dem Wiederbeginn versuchte zwar FCK-Keeper Trapp etwas ungestüm an den Ball zu kommen, aber er kam an den Ball und traf erst danach Fritz. Der Schiedsrichter gab trotzdem einen Elfmeter, den allerdings Frings gegen Trapp nicht verwandeln konnte. Aber selbst diese vergebene Riesenmöglichkeit ließ den Druck der Bremer nicht abebben. Jedoch verfügte Werder nicht über genügend Durchschlagskraft, um mehr als den 2:3-Anschlusstreffer zu erzielen. Nach einem langen Ball von Marin hatten sich die Lauterer Jessen und Trapp gegenseitig behindert, so dass Arnautovic nur noch ins leere Tor einzuschieben brauchte (52.).

Senthuran Sivananda

Spielstatistik 1. FC Kaiserslautern - SV Werder Bremen

1. FC Kaiserslautern

-

SV Werder Bremen

3:2 (3:1)

Bundesliga 2010/2011, 34. Spieltag
14.05.2011, 15:30 Uhr
Fritz-Walter-Stadion (Kaiserslautern), 49.800 Zuschauer
Schiedsrichter: Robert Hartmann (Ingolstadt)
Tore
1:0 Adam Nemec 7. (Kopfball, Jessen)
2:0 Rodnei 10. (Kopfball, Tiffert)
3:0 Srdjan Lakic 30. (Rechtsschuss, de Wit)
3:1 Torsten Frings 45. (Linksschuss, Marin)
3:2 Marko Arnautovic 55. (Rechtsschuss, Marin)
Wechsel K´lautern
Danny Fuchs
für Christian Tiffert
(―)
(73.)
Clemens Walch
für Erwin Hoffer
(―)
(77.)
Bastian Schulz
für Srdjan Lakic
(―)
(88.)
Wechsel Bremen
Aaron Hunt
für Florian Trinks
(4,0)
(65.)
Denni Avdic
für Predrag Stevanovic
(―)
(84.)
Karten K´lautern
keine
Karten Bremen
Gelb für Philipp Bargfrede
Gelb für Marko Arnautovic
Besondere Vorkommnisse: Frings verschießt Foulelfmeter (52.) - Trapp hält (Trapp an Fritz)