Mit ihm wechselte Tuchel den Sieg ein: Lewis HoltbyAuf fünf Positionen ließ FSV-Trainer Tuchel sein Team gegenüber dem überzeugenden 2:0 in Bremen rotieren und wurde mit dieser ungewöhnlichen Maßnahme voll bestätigt. Köln hielt zwar lange die Null, doch Joker Holtby setzte die Mainzer Dominanz am Ende auch in Zählbares um.
Von Beginn an erwarteten die tief aufgestellten Geißböcke die flotten Angriffswellen der Rheinhessen, die vorwiegend über die Flügel das gegnerische Bollwerk zu knacken gedachten. Allerdings verteidigten die Gäste überaus geschickt und zweikampfstark. In der Vorwärtsbewegung aber fiel den Soldo-Schützlingen anfangs wenig ein. Mainz erzwang vorne seinerseits nur wenige brisante Strafraumaktionen, auch wenn einige Flanken von Risse und verschiedene Fernschüsse (u.a. Szalai und Svensson) nicht ungefährlich aussahen. In der 26. Minute hätte Podolski das Geschehen fast auf den Kopf gestellt, doch sein Freistoß zischte knapp über die Latte der Hausherren. Danach waren die Mainzer wieder dichter am Führungstor, doch unterschiedliche Versuche von Szalai und Risse scheiterten knapp oder wurden eine Beute von Keeper Mondragon. Eine Faustabwehr von Wetklo gegen Yalcins tückische Abnahme beendete den ersten Durchgang.
Obwohl die Kölner zwei neue Leute brachten, änderte sich am Spielverlauf nach der Halbzeit kaum etwas. Mainz setzte die Gäste weiterhin unter Druck, war laufstark und kombinationssicher, doch die Lücken im dichten Abwehrgeflecht ihres immer noch megadefensiven Gegners taten sich nur spärlich auf. Als die Soldo-Elf registrierte, dass den 05ern nach und nach etwas der Schwung abhanden kam, wurde sie im Mittelfeld präsenter und verlagerte das Spiel vom eigenen Strafraum etwas weiter ins Zentrum des Platzes. FSV-Coach Tuchel reagierte, brachte Holtby für Schürrle, doch ein überraschender Lattenkracher von Jajalo hätte fast zum 1:0 für den FC geführt (67.). Bei einem Standard aber fanden die Gastgeber endlich die erhoffte Lücke. Fuchs zirkelte aus dem rechten Halbfeld mit links einen Freistoß auf den im Rücken von Pezzoni freigelaufenen Holtby, der dem auf der Torlinie verharrenden Mondragon mit seinem Kopfball aus kurzer Distanz keine Chance ließ (72.). Echte Offensivversuche initiierten die Kölner nach dem Rückstand erst in den Schlussminuten, doch eine Torchance kam dabei nicht heraus. Dafür nutzten die Mainzer einen ihrer schnellen Konter zur endgültigen Entscheidung. Erneut fand ein Zuspiel von Fuchs den zentral durchgestoßenen Holtby, der das Duell gegen Mondragon in der Nachspielzeit für sich entschied und das verdiente 2:0 markierte.
Ulrich Merk
1. FSV Mainz 05
| Tore | |||
|---|---|---|---|
| 1:0 | Lewis Holtby | 72. | (Kopfball, Fuchs) |
| 2:0 | Lewis Holtby | 90. | (Linksschuss, Fuchs) |
Aufstellung Mainz![]() |
|
|---|---|
| Christian Wetklo | (3,0) |
| Florian Heller | (2,5) |
| Bo Svensson | (2,5) |
| Nikolce Noveski | (3,0) |
| Christian Fuchs | (2,0) |
| Eugen Polanski | (3,0) |
| Elkin Soto | (3,0) |
| Marcel Risse | (2,5) |
| Andreas Ivanschitz | (3,0) |
| Andre Schürrle | (3,5) |
| Adam Szalai | (2,5) |
Aufstellung FC Köln |
|
|---|---|
| Faryd Mondragon | (4,5) |
| Miso Brecko | (4,0) |
| Pedro Geromel | (3,5) |
| Youssef Mohamad | (4,0) |
| Fabrice Ehret | (5,0) |
| Sebastian Freis | (4,5) |
| Petit | (3,5) |
| Taner Yalcin | (5,0) |
| Mato Jajalo | (4,0) |
| Christian Clemens | (5,5) |
| Lukas Podolski | (5,0) |
Wechsel Mainz![]() |
|
|---|---|
| Lewis Holtby für Andre Schürrle |
(1,5) (64.) |
| Miroslav Karhan für Eugen Polanski |
(―) (70.) |
| Niko Bungert für Marcel Risse |
(―) (80.) |
Wechsel FC Köln |
|
|---|---|
| Adam Matuschyk für Christian Clemens |
(3,5) (46.) |
| Kevin Pezzoni für Taner Yalcin |
(4,5) (46.) |
| Milivoje Novakovic für Pedro Geromel |
(―) (80.) |
Karten Mainz![]() |
|
|---|---|
| Gelb für | Nikolce Noveski |
| Gelb für | Bo Svensson |
| Gelb für | Florian Heller |
Karten FC Köln |
|
|---|---|
| Gelb für | Faryd Mondragon |
| Gelb für | Christian Clemens |
| Gelb für | Kevin Pezzoni |
Trainer Mainz![]() |
|---|
| Thomas Tuchel |
Trainer FC Köln |
|---|
| Zvonimir Soldo |