Bundesliga

Spieltag

Spielbericht SV Werder Bremen - 1. FC Kaiserslautern

Kein Wunder an der Weser, aber Erleichterung

Erfolgreiches Comeback: Markus RosenbergErfolgreiches Comeback: Markus Rosenberg

Die Vorbereitung und das Pokal-Aus hatten an der Weser wenig Anlass gegeben, der Saison optimistisch entgegen zu blicken. Der Erfolg über Kaiserslautern hellte die Situation auf, und ein Rückkehrer hatte daran großen Anteil.

Die Pokalpleite gegen Heidenheim hatte dafür gesorgt, dass Werder nicht gänzlich unbelastet in die Saison gehen konnte. Allzu viel hatte an die unrühmliche vergangene Saison erinnert. Personell hatte sich zum Match gegen die Pfälzer jedoch Entspannung in der Abwehr angesagt: Mertesacker war wieder von Beginn an verfügbar und besetzte mit dem Ex-Nürnberger Wolf die Innenverteidigung, derweil Sokratis auf Rechtsaußen rückte. Lautern hatte gegenüber seinem erfolgreichen Pokalauftritt eine Veränderung im Sturm vorgenommen: Für Shechter lief Sukuta-Pasu auf.

Der Auftakt verlief ganz nach dem Geschmack des Publikums. Bremens Vorwärtsdrang führte gleich zu Chancen; vor allem Youngster Lennart Thy kam einem Führungstreffer nahe, scheiterte aus kurzer Distanz jedoch an FCK-Keeper Trapp (5.). Nach etwa einer Viertelstunde begannen auch die Gäste, sich gelegentlich vor des Gegners Kasten zu zeigen. Die Partie wurde offener. Dass weder Wiese noch Trapp bis zur Pause ernsthaft gefordert wurden belegt allerdings, dass die Angriffsaktionen hüben wie drüben kaum einmal zum Abschluss gebracht wurden. Als der Halbzeitpfiff ertönte war noch keine Tendenz absehbar. Werder hatte gute Ansätze gezeigt und weitgehend das Spiel beherrscht, ließ jedoch die Durchschlagskraft vermissen. Lauterns Möglichkeiten durch Ilicevic (31., drüber) und Sahan (37., verpasste eine Flanke hauchdünn) hielten berechtigte Hoffnungen der Gäste aufrecht.

Frische Offensivkräfte, Ekici (für Bargfrede) und Shechter (für Sukuta-Pasu), wurden zur zweiten Halbzeit gebracht. Und tatsächlich tat sich sofort mehr in den Strafräumen. Fast hätten die Gäste vorgelegt, doch Ilicevics im Fallen abgefeuerter Schuss wurde vom Querbalken zurück ins Feld geworfen (55.). Werder hatte mehr Glück. Schmitz` abgefälschten Torschuss konnte Trapp nicht weit genug zur Seite wegklatschen. Rosenberg stand goldrichtig, um zum 1:0 abzustauben (60.). Die Bremer Führung beflügelte Werder mehr, als dass sie Lautern zu einer energischen Gegenwehr animierte. Der zweite Treffer fiel somit folgerichtig für die Gastgeber. Wesley, für Marin ins Spiel gekommen, leistete auf dem linken Flügel die perfekte Vorarbeit, um Rückkehrer Markus Rosenberg endgültig zum spielentscheidenden Akteur zu machen. Der Schwede köpfte die Musterflanke des Brasilianers am langen Pfosten problemlos ein (81.). Fast wäre ihm sogar noch das 3:0 geglückt, doch diesem Triumph stand in der 89. Minute der Pfosten im Weg.

André Schulin

Spielstatistik SV Werder Bremen - 1. FC Kaiserslautern

SV Werder Bremen

-

1. FC Kaiserslautern

2:0 (0:0)

Bundesliga 2011/2012, 1. Spieltag
06.08.2011, 15:30 Uhr
Weserstadion (Bremen), 41.100 Zuschauer
Schiedsrichter: Günter Perl (München)
Tore
1:0 Markus Rosenberg 60. (Rechtsschuss, Schmitz)
2:0 Markus Rosenberg 81. (Kopfball, Wesley)
Wechsel Bremen
Mehmet Ekici
für Philipp Bargfrede
(3,0)
(46.)
Wesley
für Marko Marin
(2,5)
(59.)
Karten Bremen
Gelb für Wesley
Karten K´lautern
Gelb für Richard Sukuta-Pasu
Gelb für Florian Dick