Bundesliga

Spieltag

Spielbericht 1. FC Köln - VfL Wolfsburg

Köln schwächer als ein Viertligist

An alter Wirkungsstätte erfolgreich: Patrick HelmesAn alter Wirkungsstätte erfolgreich: Patrick Helmes

Beide Mannschaften begannen die neue Saison mit einem neuen Kapitän. Beim 1. FC Köln löste Geromel Podolski ab, beim VfL Wolfsburg Neuzugang Träsch Schäfer. Nach der Blamage im DFB-Pokal kam dem VfL Wolfsburg der 1. FC Köln als Aufbaugegner gerade gelegen.

Nach dem überraschenden Pokalaus beim viertklassigen Retortenklub aus Leipzig (2:3) blieb das befürchtete Großreinemachen in der Wolfsburger Mannschaft aus. Lediglich Helmes kam für Lakic neu in die Startelf. Stattdessen feilte VfL-Trainer Magath an der taktischen Formation, stellte im Mittelfeld von der Raute (mit einem Spielmacher) auf die flache Vier (mit zwei defensiven Mittelfeldspielern) um. Magaths taktischer Schachzug ging auf, auch weil die Kölner sowohl in der Defensive als auch im Spiel nach vorne sich zu viele haarsträubende Fehler leisteten und die Bälle zu schnell verloren. Und für die Gäste-Führung sorgte mit Helmes ausgerechnet der einzige neu in die Mannschaft genommene Spieler. Ein Abschlag des Wolfsburger Keepers Benaglio hatte für Konfusion in der Kölner Innenverteidigung gesorgt. Helmes nutzte die Verwirrung und schob durch die Beine des gegnerischen Schlussmannes Rensing zum 1:0 für den VfL ein (17.). Bundesliga-Rückkehrer Salihamidzic hätte noch vor dem Pausenpfiff fast auf 2:0 erhöht. Der Bosnier hätte den Ball nach einer Ecke nur noch ins verwaiste Tor einzuschieben brauchen, aber ihm rutschte die Kugel durch die Beine (33.). Bereits nach dem 1:0 hatten sich die Wölfe aufs Kontern verlegt. Eine Taktik, die gegen lange Zeit harmlose Geißböcke richtig erschien.

Zumal die Niedersachsen von den Rheinländern zum Toreschießen regelrecht genötigt wurden. Nach einem Fehlpass von Pezzoni lief Neu-Kapitän Träsch alleine auf das gegnerische Tor zu, scheiterte erst an Rensing und drosch dann den Ball übers Gehäuse (54.). Elf Minuten später tauchte nach einem abermaligen Fehler von Pezzoni Helmes alleine vor dem gegnerischen Gehäuse auf, erneut parierte Rensing glänzend. Die Drangphase der Kölner kurz vor Ende des Spiels kam zu spät. Chihi (69., übers Tor), Peszko (74., Pfosten) und Novakovic (78., scheiterte alleine vor dem gegnerischen Tor an Benaglio) vergaben zudem ihre Großchancen zum Ausgleich. Und der Slowene leistete sich noch einen weiteren folgenschweren Fehler, als er nach einem unnötigen Scharmützel mit dem gegnerischen Verteidiger Russ die Gelb-Rote Karte sah (79.). Wenn nicht schon da, spätestens sieben Zeigerumdrehungen später war das Spiel entschieden, als eine Ecke des abgesetzten VfL-Kapitäns Schäfer direkt in die Maschen flog. Gegen sich aufgebende Geißböcke gelang Helmes in der Nachspielzeit noch das 3:0.

Senthuran Sivananda

Spielstatistik 1. FC Köln - VfL Wolfsburg

1. FC Köln

-

VfL Wolfsburg

0:3 (0:1)

Bundesliga 2011/2012, 1. Spieltag
06.08.2011, 15:30 Uhr
RheinEnergieStadion (Köln), 47.000 Zuschauer
Schiedsrichter: Manuel Gräfe (Berlin)
Tore
0:1 Patrick Helmes 17.. (Rechtsschuss)
0:2 Marcel Schäfer 86. (Eckball)
0:3 Patrick Helmes 93. (Rechtsschuss, Mandzukic)
Wechsel FC Köln
Slawomir Peszko
für Christian Eichner
(4,0)
(46.)
Odise Roshi
für Kevin Pezzoni
(―)
(83.)
Andrezinho
für Adil Chihi
(―)
(88.)
Karten FC Köln
Gelb-Rot für Milivoje Novakovic (79.)
Karten Wolfsburg
Gelb für Makoto Hasebe
Gelb für Patrick Ochs
Gelb für Marco Russ
Gelb für Marcel Schäfer
Gelb für Mario Mandzukic