Bundesliga

Spieltag

Spielbericht FC Augsburg - SV Werder Bremen

Ärgerliches Remis für Werder

Rettete trotz zuvor erlittenen Fingerbruchs den Punkt für den FCA: Simon JentzschRettete trotz zuvor erlittenen Fingerbruchs den Punkt für den FCA: Simon Jentzsch

Die Hanseaten hatten das Spiel in Augsburg über weite Strecken bestimmt, viele Chancen herausgespielt, doch ein ärgerliches Tor kassiert und die immense Dominanz nach der Pause gegen einen kampfstarken Gegner nicht zu einem eigentlich verdienten Dreier genutzt.

Beide Teams stachen in den ersten Spielminuten sogleich einige Male durch die Deckungsreihen ihres Gegners und sorgten für einige Unruhe vor den Torhütern. Zuerst verpassten Mölders und Gorgia eine Bellinghausen-Flanke nur knapp (2.), dann rettete Langkamp bei einer Schmitz-Hereingabe (4.) und zwei Schüsse von Callsen-Bracker, Ignjovski und Rosenberg zischten nur wenig am oder übers Tor vorbei ins Aus (6. bis 9.). Weitere schwungvolle Angriffe der Kontrahenten wurden in der ersten Viertelstunde dann aber rechtzeitig abgeblockt und auch zwei Freistöße von Naldo und Bellinghausen strahlten keine Gefahr aus. Die kam erst wieder nach einer Hunt-Freistoß-Flanke auf, doch Jentzsch lenkte die von Rosenbergs Kopf verlängerte Kugel an die Latte (21.). Werder hatte den derweil tief stehenden FCA sicher im Griff, Entlastung gelang der Heimelf kaum und Hunt prüfte Jentzsch per Freistoß erneut (25.). Zwei Minuten später musste Naldo allerdings gegen den durchgebrochenen Bellinghausen seine ganze Routine ausspielen. Sokratis verzog nach einer guten halben Stunde um einige Meter (32.), doch gegenüber prüfte Bellinghausen Wieses Fußabwehr und vergab die bis dahin größte Chance der Partie (34.). Zwar legte kurz vor der Pause Pizarro noch mal bestens für Rosenberg auf, doch der Schwede setzte das Leder freistehend über den Kasten. Ansonsten hatte Bremen zuletzt zwar wieder dominiert, blieb allerdings meist einfallslos, wenn der 16er erreicht war.

Ein Riesenpatzer von Wolf nach vier Minuten im zweiten Durchgang brachte den FCA in Front. Der Ex-Nürnberger säbelte über den Ball, Mölders übernahm, gab per Hacke auf Bellinghausen, der über halblinks ins lange Eck traf. Werder war geschockt, Augsburg baute sich hinten wieder massiv auf und Trainer Schaaf reagierte, brachte Wagner für den schwachen Marin (58.) und hatte nun drei Stürmer auf dem Grün und schickte etwas später auch noch mit Ekici für Sokratis eine weitere Offensivkraft ins Rennen. Wenig später fiel prompt der Ausgleich: Ecke Ekici, Weiterleitung Wolf und Kopfball Pizarro ins Tor (68.). Werders erste Chance im zweiten Durchgang hatte ausgereicht. Die Gäste blieben im Vorwärtsgang, während die FCA-Deckung in Vollbeschäftigung ging. Pizarro scheiterte nach 76 Minuten an Jentzsch, doch das 2:1 für Werder lag längst in der Luft, das Team hatte massiven Druck entwickelt, auch weil Ekici einige Ideen mitgebracht hatte. Es folgte eine Doppelchance für Pizarro/Wagner (81.), doch erneut war Jentzsch der Retter. Auch Wagners Schuss in der Endphase war zu hoch angesetzt (87.), während der FCA nur noch sporadisch über die Mittellinie kam. Am Ende reichte es zwar noch für einen Freistoß von Ekici und einem Fast-Foul von Langkamp an Pizarro in der Nachspielzeit, doch Bremen hatte die vielfältigen Chancen nicht verwertet und musste sich mit einer ärgerlichen Punkteteilung zufrieden geben.

Ulrich Merk

Spielstatistik FC Augsburg - SV Werder Bremen

FC Augsburg

-

SV Werder Bremen

1:1 (0:0)

Bundesliga 2011/2012, 10. Spieltag
21.10.2011, 20:30 Uhr
SGL Arena (Augsburg), 30.700 Zuschauer
Schiedsrichter: Knut Kircher (Rottenburg)
Tore
1:0 Axel Bellinghausen 49. (Linksschuss, Mölders)
1:1 Claudio Pizarro 68. (Kopfball, Wolf)
Wechsel Augsburg
Daniel Brinkmann
für Akaki Gogia
(4,5)
(46.)
Tobias Werner
für Axel Bellinghausen
(4,0)
(63.)
Edmond Kapllani
für Sascha Mölders
(―)
(88.)
Wechsel Bremen
Sandro Wagner
für Marko Marin
(4,0)
(58.)
Mehmet Ekici
für Sokratis
(3,0)
(63.)
Karten Augsburg
Gelb für Daniel Baier
Gelb für Jan-Ingwer Callsen-Bracker
Gelb für Simon Jentzsch
Karten Bremen
Gelb für Sokratis
Gelb für Claudio Pizarro