Sorgte zumindest für das Unentschieden: Paolo GuerreroAuch im zweiten Bundesligaspiel unter dem neuen Trainer kam der Hamburger SV über ein Unentschieden nicht hinaus. Zumindest zeigten die Hansestädter in der Partie gegen den 1. FC Kaiserslautern Moral. Mehr als eine Stunde lang mussten sie in Unterzahl überstehen.
Durch die Verpflichtung von Thorsten Fink als neuen Trainer hatten die Hamburger zumindest ihre Strahlkraft zurückgewonnen. Der 1. FC Kaiserslautern, der schon vor dem Spieltag in der Tabelle um drei Plätze besser platziert war als der HSV, stellte für das Auswärtsspiel in der Hansestadt auf das 4-2-3-1-System um. Nicht nur auf dem Reißbrett, sondern auch auf dem Spielfeld waren die Hanseaten zunächst tonangebend. Allerdings gaben die Lauterer dem HSV kaum Platz zum Kombinieren, und wenn dann mal der Ball flott durch die Reihen der Hamburger lief, dann verpassten sie den richtigen Moment zum Abschluss. Die Gäste aus der Pfalz waren nach ihren Kontern erst einmal gefährlicher. De Wit feuerte aus der Distanz einfach mal ab, und sein Fernschuss flog am linken Pfosten vorbei (3.). Aus einer kürzeren Entfernung kam Dick zum Abschluss, jedoch parierte HSV-Goalie Drobny den Versuch. Der Nachschuss von Kouemaha traf nur das Außennetz (11.). Zwar kassierten die Hamburger kein frühes Gegentor wie im letzten Bundesligaspiel gegen den VfL Wolfsburg (1:1), aber dafür mussten sie diesmal die Partie ab der 22. Minute in Unterzahl überstehen. Hamburgs Innenverteidiger Rajkovic traf beim Versuch, den Ball abzuschirmen, Tiffert unglücklich mit dem Ellbogen ins Gesicht und sah dafür die Rote Karte. Diese Entscheidung des Schiedsrichters war zwar hart, aber vertretbar, zumal Lauterns Kapitän mit einem tiefen Cut über dem linken Auge mehrere Minuten lang behandelt werden musste. Die Hansestädter zeigten sich vom Platzverweis nicht unbeeindruckt. Erst waren ihre Angriffe zu hektisch und dann zu statisch. Der HSV blieb in der ersten Halbzeit ohne eine herausgespielte Chance. Dass Berg den verletzten Stürmer Petric vertrat, wäre ohne den Blick auf die Aufstellung nicht ersichtlich gewesen. So war es keine Überraschung, dass der talentierte, jedoch bislang in Hamburg glücklose Schwede einem neuen Abwehrspieler (Diekmeier) weichen musste (37.). Eine Minute nachdem Berg ausgewechselt worden war, gingen die Pfälzer in Führung. Sahan setzte sich auf dem rechten Flügel gegen Aogo durch und flankte auf Fortounis, der legte den Ball ab auf de Wit, und der Mittelfeldspieler knallte die Kugel in den Giebel. Die beste und einzige nennenswerte Möglichkeit des HSV im ersten Durchgang war bezeichnenderweise einem Distanzversuch zu verdanken. Jansens Fernschuss knallte an die Latte (39.). Im direkten Gegenzug hatten die Hausherren aber auch Glück, dass ihr Schlussmann Drobny noch seine Hand an einen Fortounis-Schuss bekam (40.).
Nach der Pause rannten oder besser gesagt spazierten die Hamburger erst einmal ratlos an. Ein Jansen-Schuss, der knapp am rechten Pfosten vorbeistrich (57.), war jedoch der Startschuss für eine bessere Schlusshalbestunde der Gastgeber. Bereits in der 58. Minute brachte Guerrero die Kugel im Tor unter, allerdings blieb dem vermeintlichen Ausgleichstreffer wegen eines Handspiels des Peruaners zu Recht die Anerkennung verwehrt. Die Hausherren probierten es oft mit Flanken. So fiel auch der Ausgleichstreffer. Töre tanzte auf dem rechten Flügel Bugera aus, und Guerrero köpfte die Hereingabe des türkischen Nationalspielers ins Netz (64.). Die Pfälzer zeigten sich mit dem Unentschieden nicht zufrieden, sondern versuchten wieder nach vorne zu spielen. Im direkten Gegenzug an den Ausgleichstreffer rettete Bruma vor dem einschussbereiten Kouemaha im Fünf-Meter-Raum (66.). Die Hamburger nahmen zwar ebenfalls den Sieg ins Visier und waren druckvoller, allerdings besaß der FCK die besseren Chancen in der Schlussphase. Shechter scheiterte an Drobny (76.). Und nach einer Ecke traf Abel mit einem Kopfball die Latte (82.).
Senthuran Sivananda
Hamburger SV
| Tore | |||
|---|---|---|---|
| 0:1 | Pierre de Wit | 38. | (Rechtsschuss, Fortounis) |
| 1:1 | Paolo Guerrero | 64. | (Kopfball, Töre) |
Aufstellung Hamburg![]() |
|
|---|---|
| Jaroslav Drobny | (1,5) |
| Heiko Westermann | (3,0) |
| Jeffrey Bruma | (3,0) |
| Slobodan Rajkovic | (5,5) |
| Dennis Aogo | (4,5) |
| Gojko Kacar | (4,0) |
| Thomas Eduardo Rincon | (3,5) |
| Gökhan Töre | (2,5) |
| Marcell Jansen | (3,5) |
| Marcus Berg | (5,0) |
| Paolo Guerrero | (2,5) |
Aufstellung K´lautern |
|
|---|---|
| Kevin Trapp | (3,0) |
| Florian Dick | (3,5) |
| Martin Amedick | (4,5) |
| Mathias Abel | (3,0) |
| Alexander Bugera | (4,0) |
| Pierre de Wit | (2,5) |
| Oliver Kirch | (3,5) |
| Olcay Sahan | (3,5) |
| Christian Tiffert | (3,0) |
| Konstantinos Fortounis | (3,5) |
| Dorge Kouemaha | (3,5) |
Wechsel Hamburg![]() |
|
|---|---|
| Dennis Diekmeier für Marcus Berg |
(4,5) (37.) |
| Andreas Lam für Gökhan Töre |
(―) (80.) |
| Robert Tesche für Gojko Kacar |
(―) (83.) |
Wechsel K´lautern |
|
|---|---|
| Richard Sukuta-Pasu für Olcay Sahan |
(―) (67.) |
| Itay Shechter für Pierre de Wit |
(―) (75.) |
| Thanos Petsos für Konstantinos Fortounis |
(―) (89.) |
Karten Hamburg![]() |
||
|---|---|---|
| Rot für | Slobodan Rajkovic | (22.) |
| Gelb für | Heiko Westermann | |
| Gelb für | Dennis Diekmeier | |
Karten K´lautern |
|
|---|---|
| Gelb für | Dorge Kouemaha |
| Gelb für | Richard Sukuta-Pasu |
Trainer Hamburg![]() |
|---|
| Thorsten Fink |
Trainer K´lautern |
|---|
| Marco Kurz |