Bundesliga

Spieltag

Spielbericht VfB Stuttgart - Borussia Dortmund

BVB-Endspurt prallte an Ulreich ab

Seine Reflexe retteten Stuttgarts Punkt: Sven UlreichSeine Reflexe retteten Stuttgarts Punkt: Sven Ulreich

Dieses Spiel ließ kaum Wünsche offen. Das hohe Tempo des ersten Durchgangs konnte zwar nicht gehalten werden, die Spannung währte allerdings bis zum Schlusspfiff. Ihrem Keeper hatten es die Gastgeber im wesentlichen zu verdanken, dass sie einen Zähler behalten durften.

Eine Viertelstunde länger als geplant mussten die Besucher der vollbesetzten Mercedes-Benz-Arena auf den Anpfiff warten. Verkehrsprobleme hatten die Ankunft der Dortmunder verzögert. Doch das Warten lohnte sich: Beide Mannschaften hatten einen Sieg ins Visier genommen und gingen dementsprechend engagiert und tempostark zur Sache. Speziell die Schwarzgelben kamen sofort auf Betriebstemperatur. Ein Linksschuss Lewandowskis, der vom linken Pfosten zurück ins Feld prallte (3.) und fast direkt danach Götzes Versuch, der den gleichen Pfosten um etwa 30 Zentimeter verfehlte, dokumentierten den Biss der Gäste. Ein feiner Gegenstoß des VfB über die linke Seite mündete in einen satten Schuss Molinaros, den Weidenfeller per Faustabwehr parierte (8.). Stuttgarts erste gute Möglichkeit; bestimmend blieb jedoch der BVB. Eine clevere Freistoßvariante riss dann die Mehrzahl der Stadionbesucher von den Sitzen. Hajnal hob das Leder von halblinks in den Lauf des durchgestarteten Harnik, der die Kugel auf Höhe der Fünfmeterlinie volley nahm und an den rechten Pfosten setzte. Der flach durch den Strafraum zurückprallende Ball steuerte dann genau auf Tasci zu, der sich diese Einschussmöglichkeit nicht entgehen ließ (22.). Stuttgart witterte nach der Führung Morgenluft, das Match wurde bei unvermindert hohem Tempo ausgeglichener. Zurecht regten sich die Gäste in der 37. Minute auf, als ein Foul Molinaros an Götze nicht als elfmeterwürdig anerkannt wurde. Direkt vor der Pause sicherten sich die Dortmunder aber doch noch den verdienten Ausgleich. Nach Götzes Anspiel in den Sechzehner zog Kagawa ab. Der Schuss des Japaners wäre am rechten Pfosten vorbeigesegelt, doch der zentral im Strafraum lauernde Piszczek drückte den Ball aus fünf Metern ins Netz.

Ein 22-Meter-Schuss des unbehelligt durchs Mittelfeld strebenden Kagawa stellte die erste von zahlreichen Herausforderungen an VfB-Schlussmann Ulreich in der zweiten Hälfte dar (50.). Zehn Minuten darauf wäre er wohl chancenlos gewesen, als erneut Kagawa durch war, aber seinen starken Soloauftritt mit einem Schuss über den Querbalken abschloss. Weidenfeller hatte weniger zu tun, musste jedoch sehr konzentriert bei einem Aufsetzer von Kuzmanovic (56.) und einem Flatterball von Traoré (81.) sein. Weitgehend konnte die zweite Halbzeit nicht an das Niveau der ersten 45 Minuten anknüpfen, doch in den Schlussminuten kam der BVB nochmals mächtig auf - und Ulreichs große Stunde schlug. Einen verdeckten Freistoß Schmelzers (85.) und zwei brandgefährliche Schüsse durch Götze (88.) und Subotic (89.) wehrte Stuttgarts Torwart mit großartigen Reflexen ab.

André Schulin

Spielstatistik VfB Stuttgart - Borussia Dortmund

VfB Stuttgart

-

Borussia Dortmund

1:1 (1:1)

Bundesliga 2011/2012, 11. Spieltag
29.10.2011, 15:45 Uhr
Mercedes-Benz-Arena (Stuttgart), 60.000 Zuschauer
Schiedsrichter: Manuel Gräfe (Berlin)
Tore
1:0 Serdar Tasci 23. (Rechtsschuss, Harnik)
1:1 Lukas Piszczek 45. (Rechtsschuss, Kagawa)
Wechsel VfB Stuttgart
Ibrahima Traore
für Shinji Okazaki
(―)
(70.)
Christoph Hemlein
für Cacau
(―)
(78.)
Christian Gentner
für Tamas Hajnal
(―)
(90.)
Wechsel Dortmund
Moritz Leitner
für Sven Bender
(3,5)
(46.)
Lucas Barrios
für Robert Lewandowski
(―)
(71.)
Kevin Großkreutz
für Ivan Perisic
(―)
(76.)
Karten VfB Stuttgart
Gelb für Cacau
Gelb für Zdravko Kuzmanovic
Gelb für Maza
Karten Dortmund
Gelb für Marcel Schmelzer
Gelb für Sebastian Kehl