Bundesliga

Spieltag

Spielbericht 1. FC Nürnberg - 1. FC Kaiserslautern

Knapp, aber verdient

Schütze des verdienten Siegtreffers: Timothy ChandlerSchütze des verdienten Siegtreffers: Timothy Chandler

In einem chancenarmen, aber zu jeder Zeit umkämpften Spiel, setzte sich Nürnberg verdient gegen den FCK durch. Die Gäste aus Kaiserslautern ließen vor allem Offensivdrang vermissen, Nürnberg musste sich vorwerfen, nicht mehr aus seinen Möglichkeiten gemacht zu haben.

Nach zuletzt acht Spielen ohne Sieg und einem herben 0:4 gegen Schalke am vergangenen Spieltag hatte der 1. FC Nürnberg einiges gutzumachen. Im Heimspiel gegen den 1. FC Kaiserslautern änderte Trainer Dieter Hecking seine Startaufstellung und brachte Maroh und Pekhart von Anfang an. Gegen die seit drei Spielen sieglosen Gäste begann der Club zudem stark. Mit viel Elan und Leidenschaft rissen die Gastgeber die Partie schnell an sich und wurden nach nur vierzehn Minuten für ihren Einsatz belohnt. Ein katastrophaler Fehlpass von Bugera auf der linken Abwehrseite landete in den Füßen von Timothy Chandler. Der US-Nationalspieler ließ sich nicht lange bitten, trat zum Solo an, Kirch grätschte ins Leere und Chandler schoss flach mit links unten rechts ein. Von Kaiserslautern kam auch nach dem Gegentor nicht viel, Nürnberg war weiter am Drücker. Doch trotz der Überlegenheit spielte sich Heckings Elf kaum gute Tormöglichkeiten heraus, viele Angriffe verpufften bereits im Mittelfeld. In einer kampfbetonten Partie nahmen sich beiden Mannschaften nach rund einer halben Stunde gegenseitig den Raum. Viele Fouls und daraus folgende Unterbrechungen sorgten für wenig Spielfluss und das Spiel verflachte zusehends. Dank des starken Beginns ging Nürnberg mit einer 1:0-Führung in die Halbzeitpause, beide Teams hatten jedoch noch viel Luft nach oben.

Halbzeit zwei begann mit einer sehr guten Möglichkeit für Nürnberg; Kaiserslautern entging nur knapp dem 0:2. Von der rechten Seite hatte Pekhart den Ball flach in den Strafraum gegeben, Abel lenkte den Ball an den linken Pfosten, bevor Torhüter Kevin Trapp die Kugel festhielt. Im Großen und Ganzen bot sich den Zuschauern in Nürnberg auch nach dem Seitenwechsel ein ähnliches Bild wie schon im ersten Durchgang. Die Franken waren feldüberlegen, spielte sich jedoch wenig Tormöglichkeiten heraus. Bei den Nürnberger Offensivaktionen fehlte zudem die letzte Präzision, auf Lauterer Seite grundsätzlich produktive Offensivaktionen. Die ohne den gelb-gesperrten Florian Dick angetretene Mannschaft von Trainer Marco Kurz war einfach nicht in der Lage, sich Chancen zu erarbeiten. Nach einer gespielten Stunde musste sich Nürnberg vorwerfen, seine Möglichkeiten, die sich nun vermehrt boten, nicht zu nutzen. Erst semmelte Eigler einen Volleyschuss weit über das Tor (60.), danach lief Esswein allein auf Trapp zu, doch der Torhüter stand gut und parierte den Schuss aus spitzem Winkel (63.). In der Schlussviertelstunde machte weiter nur der Gastgeber auf sich aufmerksam. Nun allerdings nicht mehr durch vergebene Torchancen, sondern vermehrt durch vermeidbare Gelbe Karten. Zunächst wurde Esswein wegen Meckerns verwarnt (80.), kurz darauf folgten der eingewechselte Cohen (Foulspiel, 83.) und Pekhart wegen Ballwegschlagens (84.). Die „Roten Teufel“ schafften das Kunststück, in der zweiten Hälfte nicht einen einzigen Torschuss abzugeben. Der Club verwaltete die Führung letztlich clever bis zum Ende und brachte den lang ersehnten Sieg über die Zeit.

Lisa Ramdor

Spielstatistik 1. FC Nürnberg - 1. FC Kaiserslautern

1. FC Nürnberg

-

1. FC Kaiserslautern

1:0 (1:0)

Bundesliga 2011/2012, 14. Spieltag
26.11.2011, 15:30 Uhr
easyCredit-Stadion (Nürnberg), 37.300 Zuschauer
Schiedsrichter: Tobias Welz (Wiesbaden)
Tore
1:0 Timothy Chandler 14. (Linksschuss)
Wechsel Nürnberg
Almog Cohen
für Daniel Didavi
(―)
(70.)
Markus Feulner
für Jens Hegeler
(―)
(89.)
Wilson Kamavuaka
für Christian Eigler
(―)
(90.)
Wechsel K´lautern
Konstantinos Fortounis
für Pierre de Wit
(―)
(67.)
Adam Nemec
für Olcay Sahan
(―)
(78.)
Clemens Walch
für Oliver Kirch
(―)
(78.)
Karten Nürnberg
Gelb für Alexander Esswein
Gelb für Tomas Pekhart
Gelb für Markus Feulner
Gelb für Almog Cohen
Karten K´lautern
Gelb für Dorge Kouemaha