Bundesliga

Spieltag

Spielbericht Bayer Leverkusen - 1. FC Nürnberg

Nürnberger Überraschung

Machte die Überraschung endgültig perfekt: Tomas PekartMachte die Überraschung endgültig perfekt: Tomas Pekart

Zum Abschluss der Hinrunde gab es für den Champions-League-Teilnehmer Bayer Leverkusen eine deutliche 0:3-Heimniederlage - und zwar gegen den Abstiegskandidaten 1. FC Nürnberg. Die Werkskicker bissen sich an der gegnerischen Verteidigung die Zähne aus.

Die Leverkusener Defensive hatte wohl nicht damit gerechnet, dass sie so viel bzw. überhaupt etwas gegen den Abstiegskandidaten aus Nürnberg zu tun bekommen würde. Bei Ballverlust ließen sich die Franken zwar weit zurückfallen, aber bei Ballgewinn schalteten sie nach vorne um. Bereits nach zwei Minuten tauchten die Nürnberger zum ersten Mal gefährlich vor dem gegnerischen Gehäuse auf, doch Pekhart verpasste Didavis Hereingabe knapp. Fünf Minuten später gab es den ersten Torabschluss des Außenseiters, aber Eigler köpfte Hegelers Hereingabe am Tor vorbei. Noch bevor sich die Rheinländer den Gegner zurechtlegen konnten, lagen sie zurück. Nach einem Einwurf für den Club in der eigenen Hälfte war die Leverkusener Hintermannschaft nicht sortiert. Eigler spielte den Ball lang nach vorne, Didavi hatte auf der halbrechten Seite zu viel Platz und schoss die Kugel direkt ins Tor (8.). Ausgerechnet als die Werkskicker den Schock des frühen Rückstandes gerade verdaut hatten, legten die Nürnberger den zweiten Treffer nach. Eine Ecke von Plattenhardt segelte in den Rückraum, und ausgerechnet der von Leverkusen ausgeliehene Hegeler traf aus knapp elf Metern (22.). Die Gäste hätten vor der Pause sogar das eine oder andere Tor mehr schießen können. Sie hatten gute Möglichkeiten zum Kontern, spielten diese allerdings nicht gut genug aus. Auf der Gegenseite kamen die Leverkusener nach einer halben Stunde etwas besser in die Gänge - doch die laufstark und aggressiv verteidigenden Franken ließen nur wenige gegnerische Torchancen zu. In der 33. Minute fanden die Rheinländer mal eine Lücke im Nürnberger Abwehrbollwerk. Nach einem Zuspiel von Castro tauchte Derdiyok alleine vor dem gegnerischen Tor auf, doch er scheiterte am Nürnberger Schlussmann Schäfer, der dann Ballacks anschließenden Kopfball ebenfalls entschärfte. Zehn Zeigerumdrehungen später parierte der FCN-Torwart einen Schuss von Schürrle.

In der zweiten Halbzeit wurde es nicht besser für die Leverkusener, obwohl sie aus der Kabine mit einem zweiten Stürmer (Kießling) und mehr Elan kamen. Allerdings behielten die Nürnberger in der Abwehr die Ruhe und verteidigten abgeklärt. Zudem hatten sie auch etwas Glück, dass Bayer nicht den frühen Anschlusstreffer erzielte, der das Spiel womöglich noch einmal spannend gemacht hätte. Zumindest die Chancen dazu gab es. Jedoch bekamen Derdiyok (50.) und Schürrle (52.) den Ball aus aussichtsreichen Schusspositionen nicht unter Kontrolle. Danach rannten die Hausherren genauso unermüdlich wie ungefährlich an. Die Gäste konnten zwar nur noch selten für Entlastung sorgen, aber sorgten bei ihren gelegentlichen Ausritten in die gegnerische Hälfte für mehr Torgefahr als Bayers Daueroffensive. In der 54. Minute war Pekhart schon am Leverkusener Schlussmann Leno vorbei, jedoch wurde sein Schuss aufs leere Tor noch von Schwaab geklärt. Der tschechische FCN-Angreifer musste der vergebenen Chance nicht hinterhertrauern. Denn eine gute Viertelstunde vor dem Ende sorgte er für die endgültige Entscheidung, als er nach einem Eckstoß von Plattenhardt zum Kopfball hochstieg und die Kugel in die Maschen beförderte (73.).

Senthuran Sivananda

Spielstatistik Bayer Leverkusen - 1. FC Nürnberg

Bayer Leverkusen

-

1. FC Nürnberg

0:3 (0:2)

Bundesliga 2011/2012, 17. Spieltag
17.12.2011, 15:30 Uhr
BayArena (Leverkusen), 29.200 Zuschauer
Schiedsrichter: Markus Schmidt (Stuttgart)
Tore
0:1 Daniel Didavi 8. (Rechtsschuss, Eigler)
0:2 Jens Hegeler 22. (Linksschuss, Plattenhardt)
0:3 Tomas Pekhart 73. (Kopfball, Plattenhardt)
Wechsel Leverkusen
Stefan Kießling
für Simon Rolfes
(4,0)
(46.)
Bastian Oczipka
für Michal Kadlec
(5,0)
(46.)
Wechsel Nürnberg
Robert Mak
für Daniel Didavi
(―)
(76.)
Julian Wießmeier
für Jens Hegeler
(―)
(81.)
Alexander Esswein
für Tomas Pekhart
(―)
(83.)
Karten Leverkusen
keine
Karten Nürnberg
Gelb für Markus Feulner