Bundesliga

Spieltag

Spielbericht 1. FC Nürnberg - Hertha BSC

Geglücktes Jubiläum

Zog beherzt zum 1:0 ab: Alexander EssweinZog beherzt zum 1:0 ab: Alexander Esswein

Kein Fußballfest, aber einen wichtigen Dreier produzierten die Clubberer im ersten Spiel nach der Winterpause. Hertha war zunächst das besser funktionierende Team, konnte aber drei gute Chancen in der ersten halbzeit nicht verwerten.

Ein Sieg der Hausherren war eigentlich Pflicht. Nicht nur aufgrund des Tabellenstandes empfahl es sich, die Chance vor eigenem Publikum beim Schopf zu packen, es stand auch noch ein besonderes Jubiläum an: Der Club bestritt seine 1000. Bundesligapartie. Die Absicht, die Hertha unter Druck zu setzen, griff indes nicht. Nürnberg verbuchte zwar die erste nennenswerte Torchance des Spiels, als Didavi nach einem Patzer Lells durchbrach und aus 18 Metern abzog. Doch Kraft parierte (12.) und die Gäste fanden zunehmend besser ins Spiel. Was ihnen fehlte, war ein Quantum mehr an Explosivität und Biss im Abschluss. Als die erste Halbzeit sich ihrem Ende zuneigte musste man den Berlinern die besseren Haltungsnoten zugestehen - doch mit einem fast aus dem Nichts erzielten Treffer Essweins wurden derlei Überlegungen gegenstandslos. Nachdem ihm Simons das Leder per Kopf in den Lauf gelegt hatte, lief Esswein von halblinks kommend ein paar Schritte in Richtung Mitte und zog aus gut 22 Metern ab. Von Hubnik noch abgefälscht flog die Kugel ins lange Eck, Kraft fehlte etwa eine Handbreit, um das Leder zu erreichen (43.).

Ronny, der Bruder des gesperrten Raffael, konnte seine guten Eindrücke aus der Vorbereitung nicht bestätigen und wurde deshalb von Michael Skibbe nach der Pause durch Ben-Hatira ersetzt. Besser wurde das Spiel der Herthaner dadurch jedoch nicht. Die in den ersten 45 Minuten gezeigte Organisation der Gäste wich einer Zerfahrenheit, die - da auch der Club wenig zusammenhängende Aktionen zustande brachte - den Zuschauern keine Freude bereitete. „Wichtig ist, dass der Abstand zu Platz 16 größer geworden ist“, stellte Dieter Hecking dann auch anschließend den Erfolg als einzig bedeutendes Kriterium heraus. „Es geht nur so wie heute.“ Durch den 2:0-Treffer von Maroh aus der 85. Minute, der einen Eckstoß Hlouseks am langen Pfosten über die Linie drückte, ersparten sich die Gastgeber eine Zitterphase in den Schlussminuten.

André Schulin

Spielstatistik 1. FC Nürnberg - Hertha BSC

1. FC Nürnberg

-

Hertha BSC

2:0 (1:0)

Bundesliga 2011/2012, 18. Spieltag
21.01.2012, 15:30 Uhr
easyCredit-Stadion (Nürnberg), 39.100 Zuschauer
Schiedsrichter: Peter Gagelmann (Bremen)
Tore
1:0 Alexander Esswein 43. (Rechtsschuss, Simons)
2:0 Dominik Maroh 85. (Rechtsschuss, Hlousek)
Wechsel Nürnberg
Albert Bunjaku
für Tomas Pekhart
(―)
(82.)
Mike Frantz
für Daniel Didavi
(―)
(89.)
Per Nilsson
für Almog Cohen
(―)
(90.)
Wechsel Hertha BSC
Änis Ben-Hatira
für Ronny
(5,0)
(46.)
Marco Djuricin
für Peter Niemeyer
(―)
(76.)
Tunay Torun
für Christian Lell
(―)
(83.)
Karten Nürnberg
Gelb für Tomas Pekhart
Karten Hertha BSC
Gelb für Peter Niemeyer
Gelb für Patrick Ebert