Bundesliga

Spielbericht & Statistiken

Olympiastadion (Berlin) · Zuschauer: 49.200

» Hinspiel: Hamburg - Hertha BSC 2:2

1:2
(0:2)
0:1 Jansen (14.)
0:2 Petric (45.)

Abstiegsgespenst wieder zu Gast in Berlin

Gab beide Vorlagen zu den HSV-Toren: Dennis Diekmeier
In der Hinrunde waren die Herthaner noch im gesicherten Mittelfeld. Doch nach zwei Niederlagen in Folge zum Rückrundenauftakt gingen sie auf Tuchfühlung zu den Abstiegsrängen. Dem Hamburger SV reichte eine durchschnittliche Leistung, um das Spiel zu gewinnen und die Hertha in der Tabelle zu überholen.

Eigentlich war der ehemalige HSV-Kapitän David Jarolim schon aussortiert und hätte in der Winterpause wechseln dürfen, wenn er einen passenden Verein gefunden hätte. Die 1:5-Klatsche der Hamburger zum Rückrundenauftakt gegen Meister Dortmund verhalf dem Tschechen zum nicht unbedingt erwarteten Comeback. Jarolim sollte seiner Mannschaft mehr Stabilität im Mittelfeld verleihen, und das tat er auch. Die Hertha hielt beim Heimdebüt ihres neuen Trainers Skibbe die ersten zwanzig Minuten lang mit - wenn auch nur auf mäßigem Niveau. Dann begann das Unheil für die Bundeshauptstädter. HSV-Schlussmann Drobny brach im Luftduell Hertha-Verteidiger Janker das Jochbein. Strenggenommen hätten sich die Hamburger über keinen Strafstoß beschweren dürfen, doch der Pfiff blieb aus (21.). Stattdessen gingen die Hanseaten drei Minuten später mit ihrer ersten guten Möglichkeit in Führung. Der diesmal gut aufgelegte Rechtsverteidiger Diekmeier ließ auf dem rechten Flügel Kobiashvili stehen, der für Janker eingewechselte Mijatovic konnte den Hamburger ebenfalls nicht stoppen, und nach dessen Querpass schoss Jansen den Ball ins Tor. Der zweite Treffer für den HSV fiel ähnlich. Wieder war Diekmeier der Vorbereiter, diesmal schlug er vom rechten Flügel eine Flanke, die Petric in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit ins Netz köpfte.

Auch im zweiten Durchgang waren zunächst die Gäste aus der Hansestadt die bessere Mannschaft. Aber sie verpassten es, durch Guerrero (48., 51.) und Aogo (54.) für die Entscheidung zu sorgen. So mussten die Hamburger zittern, als die Hausherren nach einer knappen Stunde mehr Druck entwickelten. Schon in der 58. Minute hätten die Herthaner den Anschlusstreffer erzielen können. Allerdings rettete Jarolim noch vor dem einschussbereiten Lustenberger. So kam das 1:2 durch Lasogga, der eine Kobiashvili-Flanke in die Maschen köpfte, in der 81. Minute vielleicht etwas zu spät. Danach drängten die Berliner mit aller Macht auf den Ausgleichstreffer und konterten einmal die in Führung liegenden Hamburger sogar aus. Nach dem schnellen Gegenangriff kam Lasogga unbedrängt zum Abschluss, doch er bekam keinen Druck hinter den Ball, so dass der Schuss eine sichere Beute in den Händen des ehemaligen Berliners Drobny wurde und es bei der knappen Niederlage für die Hertha blieb (83.).

Senthuran Sivananda
Spieltag

19. Spieltag

Freitag, 27.01.2012 Hannover1:0Nürnberg
Samstag, 28.01.2012 Dortmund3:1Hoffenheim
Samstag, 28.01.2012 FC Bayern2:0Wolfsburg
Samstag, 28.01.2012 Bremen1:1Leverkusen
Samstag, 28.01.2012 Hertha BSC1:2Hamburg
Samstag, 28.01.2012 Augsburg2:2K'lautern
Samstag, 28.01.2012 1. FC Köln1:4Schalke
Sonntag, 29.01.2012 Mainz3:1Freiburg
Sonntag, 29.01.2012 Stuttgart0:3M'Gladbach

„Ich habe nie eine Torchance überhastet vergeben. Lieber habe ich sie vertändelt.”

— Willi Lippens