Bundesliga

Spieltag

Spielbericht SC Freiburg - VfB Stuttgart

Arbeitssieg des VfB

Stuttgarts Matchwinner: Martin HarnikStuttgarts Matchwinner: Martin Harnik

Freiburgs Wille war erkennbar, nicht jedoch ausreichend Spielwitz und Abgeklärtheit, um das Derby gegen den VfB für sich zu entscheiden. Harniks Doppelpack führte die Schwaben vorübergehend auf den dritten Rang.

Während der Gast aus Stuttgart die erfolgreiche Elf des vorigen Spieltages aufbot, hatte SC-Coach Marcus Sorg eingedenk des letzten Spiels seiner Mannschaft durchaus Anlass, etwas zu verändern. Er tauschte auf drei Positionen aus. Unter anderem entschied Sorg sich dafür, Innenverteidiger Beg Ferati das Bundesligadebüt zu ermöglichen. Der Schweizer konnte sich allerdings nicht lange seines Einsatzes erfreuen - nach 26 Minuten zwang ihn eine Verletzung, das Feld zu verlassen. Unplanmäßiges war bereits vor Spielbeginn geschehen: Aufgrund eines technischen Defektes bei der Straßenbahn entschied man sich im Stadion, den Anpfiff des Derbys um eine Viertelstunde zu verschieben. Den Gastgebern schien die Verzögerung nichts auszumachen, sie fanden besser in die Partie und kamen zweimal einer Führung nahe. Zunächst prüfte Cisse VfB-Keeper Ulreich nach einem Eckstoß mit einem Kopfball (11.) und dann erzwang Reisinger aus 15 Metern eine gute Parade des Stuttgarter Schlussmannes (28.). Der VfB strahlte bis dahin wenig Torgefahr aus. Als Freiburg jedoch einen Stuttgarter Eckstoß nicht weit genug wegbekam - Barths Rettungsversuch landete bei Harnik - schlug die Kugel im Kasten der Hausherren ein. Der Österreicher traf fast genau von der Sechzehnerlinie (32.). Dass dieser Treffer dem Spiel gut tat, konnte jedoch nicht behauptet werden. Wenig Fußball, dafür umso mehr Nickeligkeiten spielten sich auf dem Feld ab. Kurz vor dem Pausenpfiff machte der SC zwar noch ein wenig Dampf, mehr als ein knapp am Kasten vorbeirauschender Schuss Reisingers sprang dabei allerdings nicht heraus.

Da Freiburgs Angriffsversuche in letzter Konsequenz allzu häufig an selbstverschuldeten Ungenauigkeiten scheiterten, konnte sich der VfB die Feldüberlegenheit der Hausherren halbwegs sorgenfrei leisten. Richtig gefährlich wurde es nur in der 51. Minute, als Reisinger nach einer Flanke Schusters im Sechzehner einen Kopfball ansetzte, den Ulreich ins Toraus klärte. Ansonsten hielt der VfB dem Druck stand und das Leder vom eigenen Tor fern. Kuzmanovic (54.) und Gentner (57.) sorgten dafür, dass zwischendurch auch SC-Torwart Baumann in Aktion treten musste. Derweil sich die Breisgauer also in der Offensive unergiebig um den Ausgleich mühten, gewährten sie dem Gegner bisweilen zuviel Freiraum. So in der 73. Minute, als Molinaro von links ungehindert flanken durfte und Harnik ebenfalls genug Zeit hatte, den Ball am langen Pfosten anzunehmen und zum 2:0 ins Netz zu setzen. Immerhin - Resignation war beim Sportclub nach diesem neuerlichen Rückschlag nicht auszumachen. Die Trotzreaktion in Form weiterer, bemühter Angriffsversuche warf allerdings lediglich noch den 1:2-Anschlusstreffer ab. Nach Zuspiel Makiadis behauptete sich Cisse gegen Boulahrouz und ließ auch Ulreich aus zehn Metern keine Abwehrchance (85.).

André Schulin

Spielstatistik SC Freiburg - VfB Stuttgart

SC Freiburg

-

VfB Stuttgart

1:2 (0:1)

Bundesliga 2011/2012, 6. Spieltag
16.09.2011, 20:30 Uhr
Mage Solar Stadion (Freiburg), 24.000 Zuschauer
Schiedsrichter: Guido Winkmann (Kerken)
Tore
0:1 Martin Harnik 32. (Rechtsschuss)
0:2 Martin Harnik 73. (Rechtsschuss, Molinaro)
1:2 Papiss Cisse 85. (Rechtsschuss, Makiadi)
Wechsel Freiburg
Anton Putsila
für Beg Ferati
(4,0)
(26.)
Erik Jendrisek
für Yacine Abdessadki
(―)
(69.)
Garra Dembélé
für Stefan Reisinger
(―)
(75.)
Wechsel VfB Stuttgart
Tamas Hajnal
für Christian Gentner
(4,0)
(63.)
Timo Gebhart
für Shinji Okazaki
(―)
(79.)
Pavel Pogrebnyak
für Cacau
(―)
(85.)
Karten Freiburg
Gelb für Cedric Makiadi
Gelb für Oliver Barth
Gelb für Erik Jendrisek
Karten VfB Stuttgart
Gelb für William Kvist
Gelb für Shinji Okazaki
Gelb für Cristian Molinaro
Gelb für Cacau
Besondere Vorkommnisse: Das Spiel begann 15 Minuten später wegen eines Stromausfalls