Bundesliga

Spieltag

Spielbericht Hertha BSC - 1. FC Köln

Hertha holte Köln in die Realität zurück

Auch ohne einen Treffer der Mann des Spiels: Änis Ben-HatiraAuch ohne einen Treffer der Mann des Spiels: Änis Ben-Hatira

Nach zwei Siegen in Serie wurde der Kölner „Höhenflug“ erst einmal gestoppt. In Berlin erwischte der FC einen gebrachten Tag, lag bereits nach der ersten Halbzeit bei der Hertha mit 0:3 zurück und konnte froh sein, dass die Bundeshauptstädter schon damit zufrieden waren und das Ergebnis nach der Pause lediglich verwalteten.

Der gebürtige Berliner Ben-Hatira erzielte zwar kein Tor, aber war dennoch der Mann des Spiels. Der linke Mittelfeldspieler stand im Spiel gegen den 1. FC Köln zum ersten Mal in der Hertha-Startelf - und traf dann auf eine erschreckend schwache rechte Kölner Verteidigungsseite. Alle gefährlichen Angriffe der Berliner in der ersten Halbzeit kamen von der linken Seite. So wie Raffaels vermeintlicher Führungstreffer in der zwölften Minute. Allerdings war der Ball schon im Aus, bevor Kobiashvili jenen Pass spielte, den Raffael ins Tor verlängerte. Doch die Hertha musste sich nicht lange grämen. Nur zwei Minuten später überlief Ben-Hatira Andrezinho auf der linken Seite, und nach dem Querpass des Rückkehrers brauchte Lassoga nur noch zur Führung einzuschieben. Der FC tat sich schwer, ins Spiel zu finden, derweil die Bundeshauptstädter das Mittelfeld schnell überbrückten und bereits in der 26. Minute auf 2:0 erhöhten. Ben-Hatira wurde von McKenna - natürlich auf dem linken Flügel - nur zögerlich gestört, die Flanke des Berliners beförderte Lassoga per Kopf ins Tor. Spätestens acht Zeigerumdrehungen später war das Spiel zugunsten der Hertha entschieden. Als Janker einen Freistoß ausführte, standen mit McKenna und Andrezinho zwei Kölner bei Raffael, doch die beiden konnten nicht verhindern, dass der Brasilianer die Freistoßvorlage per Direktabnahme im Tor versenkte.

FC-Trainer Solbakken musste reagieren und tauschte zur zweiten Halbzeit seine komplette rechte Seite aus. Für Andrezinho und Chihi kamen Matuschyk und Clemens. Nach der Pause wurde es für die Kölner Defensive auch erträglicher, aber vor allem weil die Berliner mit der 3:0-Führung schon zufrieden gestellt waren und im zweiten Durchgang lediglich auf Konter lauerten. Die gefährlichen Herthaner Angriffe kamen diesmal von der rechten Seite, jedoch verfehlten sowohl Lassoga (54.) als auch Raffael (89.) das Zielgebiet. Auf der Gegenseite taten sich die Geißböcke im Angriffsspiel weiterhin schwer. Ein Peszko-Schuss, den Kraft abwehrte (56.), blieb die einzige nennenswerte Möglichkeit. Die Gäste konnten nicht mehr, die Hausherren wollten nicht mehr, und dementsprechend ereignisarm ging die zweite Halbzeit vorüber.

Senthuran Sivananda

Spielstatistik Hertha BSC - 1. FC Köln

Hertha BSC

-

1. FC Köln

3:0 (3:0)

Bundesliga 2011/2012, 8. Spieltag
01.10.2011, 18:30 Uhr
Olympiastadion (Berlin), 59.500 Zuschauer
Schiedsrichter: Florian Meyer (Burgdorf)
Tore
1:0 Pierre-Michel Lasogga 14. (Rechtsschuss, Ben-Hatira)
2:0 Pierre-Michel Lasogga 26. (Kopfball, Ben-Hatira)
3:0 Raffael 34. (Linksschuss, Janker)
Wechsel FC Köln
Christian Clemens
für Adil Chihi
(3,5)
(46.)
Adam Matuschyk
für Andrezinho
(3,5)
(46.)
Martin Lanig
für Mato Jajalo
(―)
(67.)
Karten Hertha BSC
Gelb für Pierre-Michel Lasogga
Gelb für Maik Franz
Karten FC Köln
Gelb für Slawomir Peszko
Gelb für Martin Lanig