Champions League

Spielbericht & Statistiken

Zuschauer: 42.400 · Schiedsrichter: Pierluigi Collina

» Hinspiel: 2:1 | Endergebnis: 5:4

1:0 Eidur Gudjohnsen (8.)
2:0 Lampard (17.)
3:0 Duff (19.)
4:2 Terry (76.)
4:2
(3:2)

Ein echter Hochkaräter

Traumtor zum 2:3: Ronaldinho
In einem der vorweggenommenen, möglichen Endspiele des CL-Achtefinals boten Chelsea und Barcelona Fußballkunst zum Zungeschnalzen. Trotz schneller 3:0-Führung der Londoner meldete sich Barca dank Ronaldinho nochmals eindrucksvoll zurück, ehe der "Todesstoß" für den spanischen Spitzenreiter folgte.

In den ersten Spielminuten sah es keineswegs nach dem Superstart Chelseas aus, denn die Gäste kontrollierten ballsicher und mit Drang nach vorne die Begegnung. Als Xavi jedoch wegrutschte, Kezman über rechts flankte und sich in der Mitte Gudjohnson gegen Gerard behauptete, lag der Ball im Tor von Victor Valdes (8.). Die sichtlich geschockten Spanier mussten danach zwangsläufig den Rückwärtsgang einlegen, denn die Mourinho-Elf versuchte nachzulegen. Zuerst vergab Lampard noch das mögliche 2:0 (13.), holte es jedoch vier Minuten später nach. Van Bronckhorst musste Cole am rechten Strafraumrand passieren lassen, den abgefälschten Schuss des Engländers konnte Valdez nur abklatschen und Lampard hämmerte die Kugel abstaubend ins Netz. Weitere zwei Minuten später zog Duff mit einem Steilpass Lampards allein auf Valdez zu und vollendete zum 3:0. Da sich Chelsea danach etwas zurückzog, nutzten die Katalanen nun die Räume. Eto´o und Ronaldinho verpassten den Anschlusstreffer noch, aber als Ferreira im Luftkampf ein Handspiel unterlief, durfte Ronaldinho zum Punkt schreiten und verwandelte sicher (27.). Barca wurde immer frecher und noch vor der Pause durch einen weiteren Ronaldinho-Treffer belohnt. Der Ballkünstler täuschte an der Strafraumgrenze mit einigen Körperwacklern ein Dribbling an, schoss jedoch urplötzlich aus dem Stand unhaltbar ins linke Toreck (39.). Dieses Traumtor bedeutete wieder: Vorteil Barcelona.

Barca nahm den Schwung seiner Aufholjagd mit in die ersten Spielminuten der zweiten Hälfte, doch die erstbeste Chance hatte Lampard für Chelsea (58.), im Minutentakt gefolgt von einem Fernschuss Bellettis und Hochkarätern für Eto´o und Puyol, die das 3:3 für die Gäste verpassten. Als Eto´o in dem temporeichen, hin und her wogenden Spiel auch nach 74 Minuten den Gleichstand vergab, machte Terrys Kopfball nach einer Duff-Ecke das 4:2 perfekt (76.). Chelsea verstärkte danach die Abwehr, selbst der Deutsche Robert Huth wurde noch zur Absicherung gebracht, und hielt den Vorsprung gegen die offensiv nicht mehr so ideenreich agierenden Spanier bis zum Abpfiff. Die Zuschauer hatten vielleicht das beste CL-Spiel der laufenden Runde gesehen.
Finale
Mittwoch, 04.05.2005 Eindhoven3:1AC Mailand
Dienstag, 03.05.2005 Liverpool1:0Chelsea
Mittwoch, 27.04.2005 Chelsea0:0Liverpool
Dienstag, 26.04.2005 AC Mailand2:0Eindhoven

„Ich habe immer gesagt, mich interessiert nicht, wer spielt. Hauptsache ich spiele.”

— Mario Basler