Champions League

Vorrunde

Spielbericht FC Arsenal - PSV Eindhoven

Paukenschlag kurz vor Toreschluss

Mit einem Schlag vom Deppen zum Helden:
AlexMit einem Schlag vom Deppen zum Helden:
Alex

Eine ganze Stunde lang verlebte Jens Lehmann einen tatenlosen Abend und musste mit ansehen, wie seine Kollegen reihenweise Großchancen versiebten. Minuten vor dem Ende aber rutschte er aus und ermöglichte Eindhoven ein simples Kopfballtor. Äußerst glücklich zogen die Niederländer damit ins Viertelfinale ein.

Arsene Wenger stand nur ein halber Henry zur Verfügung, der sich wegen verschiedener Beschwerden nur für die Jokerrolle meldete. Chancen erspielte sich Arsenal schon im ersten Durchgang dennoch reichlich. Adebayor, Fabregas und vor allem Ersatzmann Baptista (26./37.) scheiterten mehr oder weniger kläglich und entließen Eindhoven mit einem gnädigen 0:0 in die Pause. Die Niederländer waren bis dahin kein einziges Mal vor dem Tor erschienen und hatten auch nicht mal sonderlich eisern verteidigt.

Weil die Gäste dann etwas giftiger wurden, entwickelte sich ein etwas weniger einseitiges Spiel. Zur noch immer hochverdienten Führung verhalf Eindhoven der Platzelf dann aber selbst, als erst Gomes einen Eckball unterlief und der arme Alex dann seinen Fuß nicht mehr wegziehen konnte; mit Hilfe eines Eigentores wetzte Arsenal die Hinspiel-Scharte aus (58.). Wie im ersten Durchgang floss das Spiel jetzt nur noch in eine Richtung. Adebayor vergab direkt eine Riesenchance zum 2:0, als er allein vor Gomes versagte. Gleich nach ihm schoss Fabregas nur um Zentimeter über den Querbalken. Eindhoven war nur noch Freiwild und hoffte, sich irgendwie in die Verlängerung retten zu können. Doch ohne jede Ankündigung fiel dann doch noch der Ausgleich, als Lehmann nach einem Freistoß wegrutschte und ausgerechnet Alex kaum behindert in die Mitte des Tores köpfen konnte. Mit seinem zweiten Treffer schoss der Brasilianer sein Team urplötzlich in die nächste Runde.

Maik Großmann