Champions League

Vorrunde

Spielbericht AS Rom - Olympique Lyon

Rom fand kein Rezept

Ihm war am ehesten ein Tor zuzutrauen:
JuninhoIhm war am ehesten ein Tor zuzutrauen:
Juninho

Für die dritte Viertelfinalteilnahme am Stück empfiehl sich Lyon vor allem im ersten Durchgang. Erst danach ließen sich die Franzosen von Roms harter Gangart infizieren und kamen selbst kaum noch vors Tor, während die Platzelf bis zum Ende harmlos blieb.

Schon in den ersten Minuten deutete sich an, dass Roms Heimvorteil nur wenig zu bedeuten hatte. Lyon ließ Ball und Gegner laufen und zwang die Gastgeber fast in eine Art Konterrolle. Vor allem Juninho stiftete reichlich Verwirrung und war oft nur durch Fouls zu bremsen, während sein Pendant Totti nur durch einen ungefährlichen Freistoß auffiel (11.). Die Offensivwucht der Gäste schrie fast permanent nach ansprechenden Torszenen, doch nur einmal war Keeper Doni gegen Malouda auch wirklich gefragt (21.). Viel gefährlicher war da ein Kopfball von Mexes, den der Römer nach Juninhos Freistoß an den eigenen Pfosten setzte (7.). Aufs richtige Tor zu spielen gelang Rom derweil wenig bis gar nicht. Erst als die Franzosen zum Ende des Durchgangs nachließen, kam die Platzelf etwas besser zur Geltung. Das 0:0 zur Halbzeit schmeichelte ihr aber weit mehr als Lyon.

Der zweite Durchgang war dann äußerst arm an Qualität. Fast im Wechsel droschen Juninho und Totti ihre Freistöße aufs oder vor das Tor. Den ersten faustete Coupet zur Ecke (62.), beim nächsten musste er dann zweimal zufassen (73.). Gegenüber Doni ließ ein Geschoss aus 45 Metern sogar fallen, konnte aber ebenfalls im zweiten Versuch klären. Die Fülle an Standards war Ergebnis des engen Mittelfeldgeplänkels, denn auch Lyon hatte nun seine Spielfreude abgelegt und versteifte sich darauf, die Null zu sichern. Dieses Ziel konnten schließlich beide Teams erreichen, wobei die Italiener ihr Publikum mit einer langweiligen Vorstellung doch etwas vergrätzten.

Maik Großmann