Champions League

Vorrunde

Spielbericht Inter Mailand - FC Valencia

Inter hatte keine Lust

Langte zweimal daneben und durfte sich trotzdem freuen:
José Santiago CanizaresLangte zweimal daneben und durfte sich trotzdem freuen:
José Santiago Canizares

Ohne wirklich zu überzeugen schaffte Inter eine zweimalige Führung, doch Valencias Harmlosigkeit war buchstäblich nur gespielt. Nur selten kamen die Gäste gefährlich vors Tor, was aber immerhin für zwei Treffer somit für ein dickes Futter sorgte.

Valencia verschaffte sich direkt Respekt und eröffnete das Spiel mit einigen mutigen Angriffen. Nach etwa zehn Minuten hatte Mailand aber genug, eröffnete selbst das Feuer und ging auch fast in Führung. Allerdings war es jeweils Gäste-Keeper Canizares, der Ibrahimovic zwei sehr gute Möglichkeiten eröffnete (12.), nachdem zuvor schon Crespo gefährlich vor ihm aufgetaucht war. Inter konnte mit seinem Spiel nicht unbedingt Herzen erobern, dennoch fiel das 1:0 nach einer halben Stunde nicht unverdient. Ibrahimovics Einsatz nach einem Freistoß brachte Cambiasso ins Spiel, der aus kurzer Distanz nur noch einnicken musste. Erst kurz vor dem Seitenwechsel passierte dann wieder Berichtenswertes. Ein netter Flugkopfball von Crespo schrammte zunächst nur knapp vorbei (42.), bevor im Gegensatz dann Villa die große Ausgleichschance bekam. Nach schöner Einzelleistung zielte er aus 13 Metern aber ebenfalls daneben.

Das noch drei Tore fallen sollten, schien zunächst eigentlich undenkbar. Inter verschleppte das Tempo bis zu einem unansehnlichen Maß, während die Gäste immer wieder die Räume abklopften, aber keine Lücken fanden. Nach einer guten Stunde fiel dennoch der überraschende Ausgleich, als Villa einen Freistoß aus fast 30 Metern direkt in die Maschen knallte. Inter wirkte für eine solche Situation nicht programmiert und hatte Mühe, wieder zu sich zu finden. Nicht zu erwarten war daher die erneute Führung. Der Verteidiger Maicon war es, der aus dem Rückraum nach vorn preschte und nach Doppelpass mit Cruz wie ein altgedienter Torjäger auch kühl verwandelte (76.). Noch immer aber war das nicht das Ende vom Lied, denn die Platzelf tat nun zu wenig, um einen Sieg auch zu rechtfertigen und wollte das Spiel einfach ohne Aufwand auslaufen lassen. Vier Minuten vor Schluss bestraften das die Spanier, als ein abgewehrter Eckball vor Silvas Füße sprang. Aus 18 Metern donnerte der zum Ausgleich ein und verschaffte Valencia eine glänzende Ausgangslage fürs Rückspiel.

Maik Großmann