Sein Traumtor brach Lyon das Genick:
Geheimfavorit Lyon strich überraschend die Segel, weil es mit dem Gegner nichts anfangen konnte und nie zu seinem gefürchteten Offensivspiel fand. Die im Hinspiel blassen Römer waren optimal organisiert und nutzten zwei saubere Konter sogar zum Sieg. Nach einer halben Ewigkeit verlor Lyon so wieder einmal ein Heimspiel in der Champions League.
Schon nach fünf Minuten traf Rom eigentlich ins Netz, doch fand der Kopfballtreffer de Rossis keine Anerkennung, weil Totti vorher geschubst hatte. Insofern war es der erste Angriff, mit dem die Gäste in Führung gingen. Tonetto erhielt auf links freie Bahn und flankte punktgenau auf Totti, der alleingelassen aus acht Metern einköpfte (22.). Der Zeitpunkt war günstig, denn Lyon hatte sich gerade ein Übergewicht erspielt und die ersten kleineren Warnschüsse abgegeben. Bis zur Passe gelang den Franzosen dann aber nicht mehr viel; einzig Squillaci konnte nach einer Ecke noch einmal Gefahr erzeugen (37.). Statt dessen foppte die Roma mit ihrer massiven Abwehrstellung Lyon noch ein zweites Mal. Am Strafraumeck kam der Brasilianer Mancini an den Ball, tanzte seinen Gegenspieler mit einer Serie von Übersteigern schwindelig und knallte das Leder mit links dann einfach in den Winkel. Schon zur Pause war Frankreichs Meister nicht nur geschockt, sondern gar düpiert.
Entweder Wiltord oder Juninho hätten eine der beiden Großchancen dann schon nutzen müssen, um die Gastgeber noch einmal zurückzubringen. Zweimal aber hielt Doni überragend (50./52.). Nachdem auch Kallström nach einer Stunde an Romas Torwart scheiterte, trudelte Lyons Schwung langsam aus. Die Italiener spielten obendrein sehr klug, kamen selbst zwar nicht mehr gefährlich vors Tor, begannen die Verteidigung aber schon weit vor dem eigenen Strafraum. Den einzigen Treffer, den Lyon überhaupt noch landen konnte, besorgte dann Fred mit dem Ellenbogen gegen Chivu. Schiedsrichter Gonzales entging die Attacke allerdings (80.). Auch sonst verabschiedete sich die Platzelf unrühmlich, denn von seiner ergreifenden Spielkunst hatte Olympique in diesem Achtelfinale rein gar nichts zeigen können.
Maik Großmann
Olympique Lyon
| Tore | |||
|---|---|---|---|
| 0:1 | Francesco Totti | 22. | (Kopfball, Tonetto) |
| 0:2 | Alessandro Mancini | 44. | (Linksschuss, Totti) |
Aufstellung Lyon![]() |
|---|
| Grégory Coupet |
| Anthony Réveillère |
| Sébastien Squillaci |
| Cris |
| Eric Abidal |
| Tiago |
| Alou Diarra |
| Juninho |
| Sidney Govou |
| Fred |
| Florent Malouda |
Aufstellung AS Rom |
|---|
| Doni |
| Marco Cassetti |
| Philippe Mexes |
| Cristian Chivu |
| Max Tonetto |
| Daniele De Rossi |
| David Marcelo Pizarro |
| Rodrigo Taddei |
| Simone Perrotta |
| Alessandro Mancini |
| Francesco Totti |
Wechsel Lyon![]() |
|
|---|---|
| Kim Källström für Alou Diarra |
(46.) |
| Sylvain Wiltord für Sidney Govou |
(46.) |
| Karim Benzema für Anthony Réveillère |
(69.) |
Wechsel AS Rom |
|
|---|---|
| Ricardo Faty für Alessandro Mancini |
(89.) |
Karten Lyon![]() |
|
|---|---|
| Gelb für | Tiago |
| Gelb für | Cris |
| Gelb für | Kim Källström |
| Gelb für | Fred |
Karten AS Rom |
|
|---|---|
| Gelb für | Simone Perrotta |
| Gelb für | David Marcelo Pizarro |
Trainer Lyon![]() |
|---|
| Gérard Houllier |
Trainer AS Rom |
|---|
| Luciano Spalletti |