Champions League

Vorrunde

Spielbericht FC Valencia - Inter Mailand

Statt Toren gab es Schläge

Sportlich setzte er die meisten Reizpunkte:
Luis FigoSportlich setzte er die meisten Reizpunkte:
Luis Figo

Italiens Tabellenführer knüpfte an die Leistung des Hinspiels an und enttäuschte weitgehend maßlos. Erst gegen Ende kam der fällige Sturmlauf ansatzweise zustande, den das tapfere Valencia mit einfachen Hausmitteln aber unterband. Auffällig am Spiel war von Anfang bis Ende nur seine Härte, die nach dem Schlusspfiff sogar noch in eine Prügelei mündete.

In den ersten Minuten deutete sich noch ein launiges Spiel an. Ibrahimovic (7.) und Materazzi (10.) eröffneten das Treffen mit zwei Chancen für Inter, Villa (10.) und Baraja (12.) antworteten direkt mit Distanzschüssen. Hatten sich die Abwehrreihen aber einmal geordnet, wurden Torszenen langsam Mangelware. Eher war es Valencia, das über das zähe Spiel die Kontrolle gewann, obgleich nach dem 2:2 im Hinspiel Inter viel dringender ein Tor benötigte. Nur einmal aber fiel Mailand noch vor der Pause auf, als Hernan Crespo einem Spanier im Strafraum an die Hand schoss. Der deutsche Schiedsrichter Stark ließ aber unbekümmert weiterlaufen (36.).

Inter wurde etwas aktiver und kam durch Stankovic direkt auch zu einer Chance (53.). Erst mit der Einwechslung von Figo erfuhr das Spiel der Gäste dann aber eine wirkliche Aufwertung. Eine Viertelstunde vor Schluss setzte der Portugiese vorzüglich Julio Ricardo Cruz ein, doch Marchena kratzte dessen Versuch noch so eben von der Linie. Es begann eine hektische Schlussphase, in der Inter immer giftiger wurde und den Spaniern endlich alles abverlangte. Nur Torchancen ergaben sich keine mehr, und so verteidigte sich Valencia wacker ins Viertelfinale. Nach dem umjubelten Schlusspfiff gingen den Gästen dann die Gäule durch. Tritte und Schläge führten zu einer gewaltigen Rudelbildung, was Betreuer und Schiedsrichter für eine ganze Weile vor Probleme stellte. Weder Verlierer noch Gewinner machten am Ende eine gute Figur.

Maik Großmann