Champions League

Vorrunde

Spielbericht FC Valencia - FC Chelsea

Glücklich war nur der Zeitpunkt

An beiden Toren beteiligt:
Michael EssienAn beiden Toren beteiligt:
Michael Essien

Obwohl es zur Pause zurück lag, war Chelsea schon im ersten Durchgang das bessere Team gewesen und hatte die Spanier lediglich per Konter am Spiel teilhaben lassen. Als die Gäste nach dem Wechsel sofort ausglichen, wurde Valencia nervös. Sekunden vor der Verlängerung schlug Chelsea schließlich zu.

Valencias Spielweise war ganz auf den Hinspiel-Coup ausgerichtet. Da Chelsea mindestens ein Tor erzielen musste, vermied die Platzelf jedwedes Risiko; die Gäste sollten stürmen, und der Tabellenfünfte aus Spanien versuchte zu kontern. Über Standards erspielte sich das Mourinho-Team die ersten Chancen und kam zu Kopfbällen durch Carvalho (18.) und Ballack (21.), doch überraschend gingen dann doch die Gastgeber in Führung. Erst traf Morientes zwar nur den Pfosten, der zweite Konter allerdings saß, weil Joaquin eine gute Flanke schlug und Morientes konzentriert mit dem linken Fuß abschloss (33.). Mehr ließ Chelsea defensiv nicht anbrennen, kam aber selbst lediglich noch zu einem Kopfball durch Drogba, den Canizares spektakulär aus dem Giebel fischte (40.).

Ein zweites Tor hätte das Spiel vielleicht schon entschieden, doch Valencia kam überhaupt nicht zu weiteren Angriffen. Nur kurz nach dem Wechsel flankte Essien in die Mitte, wo Drogba zwar verpasste, aber Shevchenko aus einem Gewühl heraus zum Ausgleich abstauben konnte (52.). Der Treffer brachte das Spiel zum Kippen, denn nicht nur drückten die Gäste nun immer energischer auf ein siegbringendes zweites Tor, Valencias Angst vor weiterem Schaden war auch deutlich zu spüren. Mit etwas Glück konnte dieser vorerst zwar vermieden werden, die Hoffnung auf die Verlängerung aber erfüllte sich trotzdem nicht. Einen Kopfball von Ballack konnte Canizares noch mit einer Klassetat parieren (85.), als in der letzten Spielminute aber Essien aus eigentlich aussichtslosem Winkel abzog, patzte Valencias Keeper. Sekunden vor Schluss gelang Chelsea die verdiente Führung und damit der Sprung ins Halbfinale, wo voraussichtlich genau wie 2004 der FC Liverpool warten sollte.

Maik Großmann