Champions League

Spielbericht Levski Sofia - FC Barcelona

Dienst nach Vorschrift

Nach seinem Treffer war schon alles gelaufen:
Ludovic GiulyNach seinem Treffer war schon alles gelaufen:
Ludovic Giuly

Barcelona tat das Nötigste, um sich für den Endkampf am letzten Spieltag zu qualifizieren und holte drei Punkte aus Sofia ab. Die Bulgarien wehrten sich nach Kräften, hatten aber auch im fünften Versuch nie wirklich Aussicht auf einen Punkt. Die theoretische Chance auf Platz drei wurde damit vertan.

Ernsthaft geglaubt hatte man an einen Sieg wohl nie in Sofia, doch zumindest die Ehre sollte ein Stück weit wiederhergestellt werden. Wie so oft startete Levski mit einer viel versprechenden Aktion, traf durch Yovov direkt mal ans Außennetz (4.). Als hätte er das aber besser gelassen, setzte Barca im Gegenzug einen Schwerthieb. Zambrotta flankte, Gudjohnsen legte ab, und Guily traf aus zehn Metern zum 0:1 (5.). Spannend konnte das Spiel danach nie wieder werden. Die Spanier zogen sich zurück und belächelten ein wenig die Angriffsbemühungen Sofias. Borimirovs Schuss aus der Distanz war indes alles, was zu Valdes durchkam (31.). Viel eher noch hätten Iniesta (29.) und Deco (44.) für ein zweites Gästetor sorgen können.

Der Spielverlauf änderte sich auch nach dem Wechsel nicht. Wenn Barca wollte, konnte es jederzeit ein Tor nachlegen, während Levski vorerst nur an Schadensbegrenzung denken musste. Nach einer guten Stunde entwich dann auch die letzte Luft. Der sonst starke Petkov konnte einen Deco-Schuss nicht festhalten. Iniesta lauerte in günstiger Position und staubte zum 0:2 ab. Gudjohnsen (78.) und der frische Ezquerro (86.) vergaben noch die Chancen zum 0:3, doch Barca war nicht mehr willens, unnötige Kraft für dieses Spiel aufzubringen. Etwas gelangweilt nahmen die Katalanen die drei Zähler mit und rüsteten sich damit für das große Finale gegen Werder Bremen. Gelänge dort kein Sieg, würde der Titelverteidiger tatsächlich in den UEFA-Cup rutschen.

Maik Großmann