Champions League

Spielbericht FC Porto - ZSKA Moskau

Das Tor war vernagelt

Hielt einfach jeden Ball: Igor AkinfeevHielt einfach jeden Ball: Igor Akinfeev

Der Sieger von 2004 hatte einen verdammt unbequemen Gegner zu Gast und tat sich wie befürchtet schwer. Porto bestimmte das Spiel zwar dauerhaft, verzweifelte aber an Moskaus Torwart sowie an der eigenen Abschlussschwäche. Dass die Russen bis zum Ende ohne Gegentor blieben, war eigentlich unerklärlich.

Portos Mannschaft hatte nur noch wenig gemein mit der legendären Elf, die unter Mourinho den Titel geholt hatte. Inzwischen hieß der Trainer Ferreira, der in der Abwehr auf Viererkette umgestellt hatte, und im Mittelfeld zog ein gewisser Andersson die Fäden, der dem Publikum und seinem Coach auch direkt gefiel. Zwei kleinere Chancen waren Moskau zu Beginn vergönnt, nach einer Viertelstunde aber spielte nur noch der FC Porto. Den Anfang machte besagter Andersson, der aus 20 Metern abzog und den linken Pfosten traf. Wie nach einem Startsignal war Moskaus Tor jetzt unter Beschuss, wobei die Gastgeber ein richtig starkes Spiel zeigten und ZSKA hilflos umher torkelte. Wenn nicht Andersson, dann war es meist Adriano, der den fälligen Torerfolg verweigerte. Allein im ersten Durchgang köpfte er dreimal freistehend daneben.

Während Helton sein Tor so gut wie gar nicht verteidigen musste, stand Moskaus Keeper Akinfeev bis zum Ende im Mittelpunkt. Je öfter er parierte, desto ungeduldiger machte das die Gastgeber. Moskau nutzte dies aus und stand den Portugiesen bald viel dichter auf den Füßen, ohne allerdings selbst Lust am Angriffsspiel zu entwickeln. Erst nach einer Stunde kam Porto wieder zu einer Großchance, die abermals aufs die Konten Anderssons und Adrianos ging und wieder vergeben wurde. Zehn Minuten vor dem Ende kam dann die Brechstange zum Vorschein. Sowohl gegen Gonzales (81.) als auch bei einem Schuss von Lopez (89.) blieb Akinfeev aber glorreicher Sieger. Als das Spiel schließlich abgepfiffen wurde, hatte Porto mehr als 20 mal aufs Tor geschossen und stand doch nur mit einem Punkt da.

Maik Großmann