Spielbericht Russland - Griechenland

Griechen zitterten sich in Viertelfinale

Schaffte mit seinem griechischen Team überraschend das Viertelfinale: Otto RehhagelSchaffte mit seinem griechischen Team überraschend das Viertelfinale: Otto Rehhagel

Mit einem starken Auftritt verabschiedeten sich die Russen von der EM und zeigten dem Sensationsteam von Otto Rehhagel seine Grenzen auf.
Die Russen begannen, als hätten sie noch die Chance das Viertelfinale der EM zu erreichen. Unter Mithilfe des über den Ball schlagenden Katsouranis kam Angreifer Kirichenko zentral vor dem griechischen Strafraum in Besitz der Kugel, preschte einige Schritte durch die sich auftuende Lücke und platzierte das 1:0 ins linke Toreck (2.). Das schnellste Tor der EM-Geschichte brachte die Helenen sichtlich durcheinander, denn teilweise haarsträubende Abwehrfehler brachten die druckvollen Russen immer wieder in Vorteil. Das 2:0 konnte Stoßstürmer Bulykin nahezu unbedrängt nach einer Gusev-Ecke mit einem wuchtigen Flugkopfball im Tor von Nikopolidis unterbringen (18.). Über weitere Gegentore hätten sich die Griechen in der Folgezeit nicht beklagen dürfen, denn gegenüber den ersten beiden EM-Auftritten war das Rehhagel-Team kaum wiederzuerkennen (z.B. 27., Kariaka, übers Tor). Erst nach 29 Minuten erhielt Charisteas die Chance, auf 1:2 zu verkürzen, doch wenige Meter vor dem Tor jagte er den Ball über den Kasten. Dieser Treffer gelang allerdings in der 43. Minute nachdem Papadopoulos eine Hereingabe per Kopf auf Vryzas weiterleitete, der den Ball über den herausstürmenden Malafeev ins Netz bugsierte.

Durch das ordnende Spiel des eingewechselten Tsartas kamen die Griechen nach dem Wechsel wesentlich besser in die Partie. Es fehlte allerdings an zwingenden Szenen vor dem russischen Tor, so dass die Yarzev-Elf nach einer Stunde wieder Oberwasser bekam. Der eingewechselte Sychev hatte sogleich kurz hintereinander zwei Einschussmöglichkeiten, doch Nikopolidis war auf dem Posten (63.). Danach hatten die Griechen erneut brenzlige Situationen zu überstehen, denn das schwungvolle Angriffsspiel Russlands riss mehrmals bedenkliche Lücken in die wacklige Helenen-Defensive. Erst in der letzten Viertelstunde der Partie gestalteten die Griechen die Auseinandersetzung wieder ausgeglichener und hatten durch einen Tsartas-Freistoß, der Malafeev alles abverlangte (79.) sowie einen Katsouranis-Kopfball kurz danach gute Ausgleichschancen. Fast hätte es die Griechen jedoch in der 87. Minute noch erwischt, denn Kirichenko kam kurz vor dem Tor von Nikopolidis mit langem Bein an eine Anyukov-Flanke, verfehlte das Tor jedoch knapp. Die 1:2-Niederlage reichte den Griechen jedoch, um aufgrund der mehr geschossenen Tore vor Spanien ins Viertelfinale einzuziehen.

Spielstatistik Russland - Griechenland

Russland

-

Griechenland

2:1 (2:1)

EM 2004, Finalrunde Gruppe A
20.06.2004, 20:45 Uhr
Estádio Algarve (Faro-Loulé), 24.300 Zuschauer
Schiedsrichter: Gilles Veissiere (Frankreich)
Tore
1:0 Dmitri Kirichenko 2. (Rechtsschuss)
2:0 Dmitri Bulykin 18. (Kopfball, Gusev)
2:1 Zisis Vryzas 44. (Linksschuss, Papadopoulos)
Wechsel Russland
Igor Semshov
für Andrey Karyaka
(4,0)
(46.)
Dmitri Sychev
für Dmitri Bulykin
(3,5)
(46.)
Dmitri Sennikow
für Roman Sharonov
(4,0)
(56.)
Karten Russland
Gelb für Roman Sharonov
Gelb für Alexandr Anyukov
Gelb für Andrey Karyaka
Gelb für Dmitri Alenichev
Gelb für Vladislav Radimov
Gelb für Viatcheslav Malafeev
Karten Griechenland
Gelb für Zisis Vryzas
Gelb für Traianos Dellas