Spielbericht Dänemark - Italien

Italien wurde Favoritenstellung nicht gerecht

Bester Mann einer starken dänischen Mannschaft: Thomas SörensenBester Mann einer starken dänischen Mannschaft: Thomas Sörensen

Dass die Dänen seit Jahren über international erfahrene, geschlossen auftretende Teams verfügten, bewahrheitete sich auch im Spitzenspiel der Gruppe C gegen insgesamt enttäuschende Italiener.

Das ausgeglichene Spiel in den ersten Minuten wurde erstmals aufregend als Cannavaro den durchgebrochenen Tomasson touchierte (7.). Verbissen geführte Zweikämpfe prägten die nächsten Minuten. Einen Freistoß, gut 30 Meter vor dem dänischen Tor, nutzte Totti zum ersten Torschuss für die Azzurri, doch Schlussmann Sörensen lenkte den halbhohen Kracher um den Pfosten (12.). Die Antwort: Ein Helveg-Geschoss, das Buffon zur Seite wegfaustete (16.). Auch danach fuhren beide Teams hohes Tempo, wobei das Mittelfeld schnell überbrückt und der Ball immer wieder in die Gefahrenzonen getrieben wurde. Nach einer Phase von knapp zehn intensiven Minuten, allerdings ohne wirklich brenzlige Torszenen, verpasste Tomasson eine Freistoßhereingabe von Niclas Jensen nur knapp (31.). Überhaupt war das Aufbauspiel der Dänen zweckmäßiger, präziser und zwingender, während sich die Fehler in der Spieleröffnung bei den Italienern häuften. Helvegs leicht verzogener Schuss in der 40. Minute war die nächste Warnung an die Südeuropäer. Plötzlich bekam Vieri wenige Meter vor dem dänischen Tor eine Schussmöglichkeit, doch Sörensen reagierte sensationell und wehrte auch den Nachschuss von Totti großartig ab (44.). Bereits im Gegenzug musste Buffon einen Flachschuss von Jörgensen meistern. Dann ertönte nach zwei weiteren turbulenten Minuten im italienischen Strafraum der Pausenpfiff.

Erneut hatten die Dänen die erste Chance nach dem Anpfiff, doch Sand wurde in aussichtsreicher Position abgeblockt (48.). Den nächsten Hochkaräter hatten die Italiener als Totti den enttäuschenden del Piero in Szene setzte, der jedoch fast kläglich um Meter am langen Pfosten vorbei zog (51.). Dann reagierte Sörensen erneut glänzend nach einem Vieri-Kopfball (57.) und im Gegenzug rettete ähnlich stark Buffon gegen Tomasson. Die Italiener suchten nun öfter die Initiative, was auch an Regisseur Totti lag, der sich nun präsenter zeigte. Doch das Spiel zerfaserte im weiteren Verlauf etwas, da verschiedene Unterbrechungen durch Fouls und Einwechselungen folgten. Erst eine Aktion mit Tomasson, der an Buffon scheiterte und im Gegenzug ein Vieri-Kopfball brachten wieder Gefahr (75.) vor den Kästen. Desweiteren hatte Sörensen einen mittelprächtigen Freistoß Tottis zu meistern (78.). In der Schlussphase stand vor allem Kampfkraft und mehr oder weniger gesunde Härte auf dem Plan, so dass die spielerischen Elemente bis zum Abpfiff der nachlassenden Partie nicht mehr zum Tragen kamen. Ein knapper Erfolg der Dänen hätte den gezeigten Leistungen mehr entsprochen.

Spielstatistik Dänemark - Italien

Dänemark

-

Italien

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EM 2004, Finalrunde Gruppe C
14.06.2004, 18:00 Uhr
Dom-Afonso-Henriques-Stadion (Guimarães), 19.600 Zuschauer
Schiedsrichter: Manuel Mejuto Gonzales (Spanien)
Tore
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Wechsel Dänemark
Claus Jensen
für Ebbe Sand
(―)
(69.)
Kenneth Perez
für Martin Jörgensen
(―)
(72.)
Brian Priske
für Christian Poulsen
(―)
(76.)
Karten Dänemark
Gelb für Jon Dahl Tomasson
Gelb für Thomas Helveg
Karten Italien
Gelb für Fabio Cannavaro
Gelb für Antonio Cassano
Gelb für Gennaro Gattuso
Gelb für Francesco Totti