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Spielbericht Alemannia Aachen - Zenit St. Petersburg 2:2 (1:1)

Trotz Chancenplus nur ein Remis

Behielt beim Strafstoß die Nerven: Stefan Blank
Behielt beim Strafstoß die Nerven: Stefan Blank

Der deutsche Zweitligist ging zwar als Außenseiter in die Partie, ärgerte sich nach dem Abpfiff aber zu Recht über die vielen ausgelassenen Torchancen, denn mit einem Sieg wäre das Team bereits vorzeitig für die nachfolgende Spielrunde qualifiziert gewesen.

Der Tabellenvierte der 2. Liga erspielte sich im Kölner RheinEnergie-Stadion bereits in den Anfangsminuten eine Reihe guter Einschussmöglichkeiten, wobei Blank (2.) und Meijer (4.) mit ihren Kopfstößen scheiterten und Pinto (5.) durch eine Parade des starken Torwarts Malafeev ausgebremst wurde. Die Russen ordneten ihren Spielaufbau jedoch in der Folgezeit und tauchten nach schnellen Kombinationen öfter vor dem Aachener Tor auf. Bystovs Kopfball in der 22. Minute, der nur knapp über den Torwinkel strich, hätte Zenit fast in Front gebracht. Zwei Minuten später wurden die druckvolleren Alemannen allerdings für ihr Engagement belohnt. Pinto hatte Meijer im Sturmzentrum bedient, der den Ball gekonnt mitnahm und wuchtig unter die Latte knallte. Weitere Angriffswellen der Aachener folgten, doch weder Fiel (26., scheiterte im Duell gegen Malafeev), noch Sichone (34., traf den Pfosten) bauten den Vorsprung aus. Einer der wenigen Entlastungsangriffe der Gäste schockte die Rapolder-Elf jedoch. Sichone hatte Kerzhakov gefällt und Kapitän Radimov den anschließenden Elfer zum schmeichelhaften Ausgleich verwandelt (38.). Nach einer guten Michalke-Chance, die erneut Malafeev zunichte machte, wurden die Seiten getauscht.

Auch wenn Aachen nach der Pause wieder besser startete, lag der Ball plötzlich im Tor von Schlussmann Straub. Sirl hatte zwar getroffen, doch wegen Abseits wurde die Bude nicht gewertet (49.). Es folgte ein Blank-Kopfball an den Pfosten und Meijer jagte die Kugel aussichtsreich in den Abendhimmel. Danach stürmte Aachen nicht mehr so mutig wie zuvor, denn die Russen standen hinten inzwischen stabiler. Mit dem völlig überraschenden 2:1 für Zenit wurde die Partie in der 76. Minute wieder dramatisch. Gorshkov war bei einer hohen Hereingabe ungestört geblieben und köpfte problemlos ein. Über den Kampf erspielten sich die Gastgeber in der Schlussphase jedoch wieder ein Übergewicht und wurden am Ende der regulären Spielzeit mit einem Strafstoß bedacht, den Flachbart an Einwechselspieler Iwelumo verursacht hatte. Ersatz-Kapitän Blank behielt die Nerven und jagte den Elfmeter unhaltbar ins rechte Toreck (89.). Aufgrund mehrerer Unterbrechungen ließ der Schiedsrichter noch fast sechs Minuten nachspielen, doch der Siegtreffer, der für die Aachener den vorzeitigen Einzug in die nächste Runde bedeutet hätte, fiel nicht mehr. Dafür musste Pinto nach einem unnötigen Foul im Mittelfeld mit Gelb-Rot drei Minuten vor dem Abpfiff frühzeitig zum Duschen. Zum Weiterkommen benötige der Zweitligist nach diesem Remis im Abschlussmatch in Athen nun unbedingt einen Dreier, um St. Petersburg noch zu verdrängen.

Spielstatistik Alemannia Aachen - Zenit St. Petersburg 2:2 (1:1)
Alemannia Aachen - Zenit St. Petersburg
2:2 (1:1)
Do 02.12.2004, 20:45 Uhr in Köln
Europa League 2004/2005, Zwischenrunde Gruppe H
25.300 Zuschauer - Schiedsrichter: Sorin Corpodean (Rumänien)
Tore:
 1:0  Erik Meijer       25.  (Linksschuss, Pinto
 1:1       Vladislav Radimov  38.  (Foulelfmeter) 
 1:2       Aleksandr Gorshkov  76.  (Kopfball, Radimov
 2:2  Stefan Blank       89.  (Foulelfmeter) 
Aufstellung Alemannia Aachen:   Aufstellung Zenit St. Petersburg:
Stephan Straub
Dennis Brinkmann
Alexander Klitzpera
Moses Sichone
Stefan Blank
Cristian Fiél
Reiner Plaßhenrich
Simon Rolfes
Kai Michalke
Sergio Pinto
Erik Meijer
  Viatcheslav Malafeev
Daniel Chirita
Milan Vjestica
Martin Skrtel
Radek Sirl
Pavel Mares
Igor Denisov
Vladimir Bistrov
Vladislav Radimov
Alexander Kerzhakov
Andrei Arshavin
Wechsel Alemannia Aachen:   Wechsel Zenit St. Petersburg:
Willi Landgraf
für Reiner Plaßhenrich (65.)   
Chris Iwelumo
für Erik Meijer (73.)   
Daniel Gomez
für Dennis Brinkmann (79.)   
  Aleksandr Gorshkov
   für Igor Denisov (46.)
Lukas Hartig
   für Andrei Arshavin (74.)
Jan Flachbart
   für Radek Sirl (84.)
Karten Alemannia Aachen:   Karten Zenit St. Petersburg:
Gelb für Moses Sichone
Gelb für Sergio Pinto
Gelb-Rot für Sergio Pinto (90.)
  Gelb für Radek Sirl
Gelb für Igor Denisov
Trainer: Dieter Hecking   Trainer: Vlastimil Petrzela
Es war eine lange, kraftraubende Saison und ich werde mich erst mal regen..., regener... - ich fahr erst mal in Urlaub.
(Karl-Heinz Riedle)