Der neue Knipser: Aleksandar VasoskiDass keine Spannung mehr aufkommen würde, hatte man absehen können. Frankfurt aber bemühte sich trotz des Hinspiel-Wuchers um ein flottes Spiel und kam dem Sieg auch näher als die Dänen. Hauptverantwortlich war Funkels neue Doppelachse.
Bröndbys Team hatte allein der Platzverweise wegen nicht mehr das Gesicht des Hinspiels, gleich auf vier Positionen wechselte der holländische Coach Meulensteen durch. Auch Friedhelm Funkel baute um, schob im Vergleich zum Stuttgart-Spiel Huggel, Vasoski und Weissenberger in die Anfangself und durfte sich dafür schon nach fünf Minuten auf die Schulter klopfen. Weissenberger schaufelte eine Ecke genau auf Vasoskis Kopf, und aus kurzer Distanz traf der Mazedonier zum 1:0. Das Tor fiel nicht einmal überraschend, denn Frankfurt hatte losgelegt wie aus der Geiselhaft befreit, hätte durch Huggel gar schon früher treffen können (3.). Das Tor drohte dem Publikum ein fades Feierabendspiel an, doch Bröndby verhielt sich absolut ehrenhaft und war trotz des addierten Fünf-Tore-Rückstandes ernsthaft um einen guten Eindruck bemüht. Nach zehn Minuten musste Pröll einen Ericsson-Schuss zur Ecke klären und sah sich zehn Minuten später demselben Spieler gegenüber. Nach einem Foul am Strafraum schaute sich Ericsson die Ecke aus und hob den Freistoß gekonnt zum 1:1 in den Giebel. Zumindest das Rückspiel war nun wieder offen und das Publikum etwas aufgerichtet. Dennoch verflachte die Partie, weil große Kräfte zu verschenken dann doch kein Team gewillt war. Bis zur Pause gab es nur noch zähes Geplänkel.
Der zweite Durchgang wurde zum Abziehbild der ersten. Frankfurt machte mit der ersten Luft eine Menge Dampf und kam auf dem gleichen Weg wie zu Beginn des Spiels zum Torerfolg: Weissenberger flankte, Vasoski köpfte und traf aus fünf Metern ins Netz (52.). Diesmal nutzte die Eintracht den Auftrieb und kam direkt zu weiteren Chancen; weder Kyrgiakos noch Amanatidis aber konnten erfolgreich abschließen. Eher zufällig fiel das Tor dann auf der anderen Seite, dafür war es aber auch ein wunderhübsches. Fast 30 Meter mochten es sein, aus denen der Ex-Rostocker Rasmussen das Leder Richtung Pröll knüppelte und tatsächlich genau in den Winkel traf (67.). Als wäre das ein netter Abschiedsgruß, streckte Bröndby danach die Waffen nieder. Frankfurt dagegen tat noch etwas fürs Spiel und hätte durch Takahara auch noch den Auswärtssieg schaffen können, hätte der Japaner nicht frei vor Keeper Ankergren verstolpert (84.). Nach dem kuriosen Hinspiel mit zwei Platzverweisen und einem Abseitstor las sich das Ergebnis aber wie ein Friedensangebot. Frankfurt hätte durchaus gewinnen können, zog aber auch mit dem 2:2 locker lächelnd in die Gruppenphase ein.
Maik Großmann
Bröndby IF
| Tore | |||
|---|---|---|---|
| 0:1 | Aleksandar Vasoski | 7. | (Kopfball, Weissenberger) |
| 1:1 | Martin Ericsson | 21. | (Rechtsschuss) |
| 1:2 | Aleksandar Vasoski | 52. | (Kopfball, Weissenberger) |
| 2:2 | Thomas Rasmussen | 65. | (Linksschuss) |
Aufstellung Bröndby IF![]() |
|---|
| Casper Ankergren |
| Morten Rasmussen |
| Kasper Lorentzen |
| Per Nielsen |
| Asbjörn Sennels |
| Martin Spelmann |
| Martin Ericsson |
| Thomas Rasmussen |
| Martin Retov |
| Hannes Sigurdsson |
| Mads Jörgensen |
Wechsel Bröndby IF![]() |
|
|---|---|
| David Williams für Mads Jörgensen |
(46.) |
| Giovanni Rector für Martin Ericsson |
(73.) |
| Mike Jensen für Thomas Rasmussen |
(86.) |
Wechsel Frankfurt |
|
|---|---|
| Naohiro Takahara für Ioannis Amanatidis |
(56.) |
| Benjamin Köhler für Michael Thurk |
(59.) |
| Marko Rehmer für Christoph Spycher |
(75.) |
Karten Bröndby IF![]() |
|
|---|---|
| Gelb für | Martin Spelmann |
Karten Frankfurt |
|
|---|---|
| Gelb für | Markus Weissenberger |
Trainer Bröndby IF![]() |
|---|
| René Meulensteen |
Trainer Frankfurt |
|---|
| Friedhelm Funkel |