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Spielbericht FC Sion - Bayer Leverkusen

Bayer mit Zweckfußball

Traf nur das Gebälk der Schweizer: Sergej BarbarezTraf nur das Gebälk der Schweizer: Sergej Barbarez

In einem vor allem im ersten Durchgang besonders dürftigem Kick erreichte der Schweizer Tabellenprimus gegen die favorisierte Werkself vom Rhein eine zuletzt etwas glückliche Nullnummer, da es Bayer in der Schlussphase versäumte, den Sack zuzumachen.

Eine knappe halbe Stunde lang einigten sich beide Teams auf einen totalen Nichtangriffspakt. Zwei Schussversuche von Barnetta und Schneider unterbrachen zwar das trostlose Einerlei und auch Regazzoni auf der Gegenseite merkte mit einem Flugkopfball (36.) wenige Minuten später kurz auf, doch auch diese Möglichkeiten hatten nicht wirklich zwingenden Charakter. Vor dem Halbzeitpfiff probierte es Barnetta nochmals aus einem wenig Erfolg versprechenden Winkel, gefährdete das Tor des Sioner Keeper Vailati, der sicher hielt, aber auch nicht sonderlich.

Zumindest die Hausherren taten nach dem Seitenwechsel anfangs einiges mehr, um das Match zu entscheiden. Chedli, Kadi und Obradovic hatten innerhalb von zwanzig Minuten den Führungstreffer auf dem Schlappen. Die Leverkusener schwammen dabei zeitweise beträchtlich und bekamen auch offensiv kaum einen Stich. Erst in der 73. und 74. Minute stand die Skibbe-Elf eindringlich vor einem Sieg. Zuerst vergab Freier aus der Nahdistanz, dann visierte Barbarez nur den Pfosten an. Die Partie schien in Richtung der Werkself zu kippen, auch wenn die Gastgeber nach einem Foul von Barnetta an Diallo im gegnerischen 16er viel Pech hatten, denn der Elfmeterpfiff blieb aus. Eine letzte Einschusschance verpasste der aufstrebende Mittelfeldakteur Rolfes für Bayer in der vorletzten Spielminute, als er einen Abpraller nicht im Sioner Kasten unterbrachte. Über das 0:0 durfte sich allerdings letztlich kein Team wirklich beschweren.

Ulrich Merk