UEFA Europa League

Spielbericht & Statistiken

(Zürich) · Zuschauer: 17.000 · Schiedsrichter: Alan Kelly

» Rückspiel: Hamburg - FC Zürich 0:0 | Endergebnis: 1:3

1:3
(0:0)
0:1 Jarolim (49.)
0:2 Olic (67.)
0:3 Trochowski (77.)

Glänzende Aussichten

Kam für van der Vaart und drehte mächtig auf: Paolo Guerrero
Nach einer mäßigen ersten Halbzeit forcierten die Hamburger das Tempo und schossen sich in eine hervorragende Ausgangsposition für das zweite, entscheidende Duell am nächsten Donnerstag. Der FC Zürich dagegen ließ erkennen, warum er sechs seiner letzten sieben Pflichtspiele verloren hatte.

Die Hanseaten wussten um den schlechten Zustand ihres Kontrahenten und versuchten die Verunsicherung auszunutzen. Trotz eines vermehrten Ballbesitzes schafften sie es zunächst aber nicht, die Züricher Hintermannschaft ernsthaft in die Bredouille zu bringen. Die einzige Ausnahme bildete ein Heber von Rafael van der Vaart aus gut und gerne 45 Metern Entfernung, der jedoch im letzten Moment von FC-Torwart Leoni entschärft wurde (5.). Auch in der nächsten erwähnenswerten Szene stand der Niederländer im Mittelpunkt – dies allerdings unfreiwillig, denn Rochat fuhr van der Vaart heftig in die Parade (18.) und verursachte so dessen Auswechslung für Paolo Guerrero in der 33. Minute. Zu diesem Zeitpunkt hatten die Hamburger ihren Anfangselan längst verloren und die Hausherren waren einige Male in die gegnerische Hälfte vorgestoßen. Die einzige wirklich gute Gelegenheit der Schweizer besaß dabei der vom HSV und zahlreichen europäischen Topklubs gejag-te Yassine Chikhaoui, der im Strafraum gerade noch vom aufmerksamen Mathijsen ausgebremst wurde (27.) und insgesamt unauffällig blieb. Als die Stevens-Truppe den Verlust ihres Kapitäns endlich weggesteckt hatte, wurde sie ein wenig zielstrebiger und kam gleich zu zwei hochprozentigen Chancen durch Trochowski. Da der kleine Mittelfeldakteur aber weder per Freistoß (43.) noch mit einem Volleykracher im Anschluss an eine Hereingabe Demels (44.) an Leoni vorbeifand, blieb der erste Spielabschnitt ohne Treffer.

Mit der Torlosigkeit war es dann wenige Minuten nach Wiederbeginn vorbei, als Ivica Olic von der linken Seite nach innen zu Guerrero passte; der 24-Jährige schirmte die Kugel kurz vor seinem Gegenspieler ab und legte zurück auf David Jarolim, der den gelungenen Spielzug mit einem Zwölf-Meter-Schuss in die kurze Ecke krönte (49.). Damit saßen die Gäste endgültig am längeren Hebel und drängten gegen die nun noch labileren Züricher auf die Entscheidung, die nach einer vergebenen Möglichkeit von Jarolim (62.) in der 67. Minute auch fiel. Paolo Guerrero tankte sich auf rechts durch und bediente Olic, der aus Nahdistanz vollstreckte – spätestens jetzt hatte sich die Hereinnahme des adrenalinbeseelten Peruaners voll und ganz gelohnt. Eine starke Vorstellung lieferte neben Guerrero auch Piotr Trochowski ab, der Spielmacher van der Vaart nach dessen Auswechslung würdig vertrat und mit einem Freistoß aus 22 Metern das dritte HSV-Tor herbeiführte; gütige Mithilfe leistete dabei Johnny Leoni, der den zentralen und nicht besonders harten Schuss ins Netz rutschen ließ (77.). Einen Leidensgenossen fand Leoni drei Minuten vor dem Ende in Frank Rost. Der Hamburger Keeper konnte einen ebenfalls harmlosen Distanzstandard Hasslis nicht festhalten und verhalf den Platzherren so zum Ehrentreffer. Durch den 3:1-Sieg blieben die Norddeutschen auch bei ihrem elften Saisonauftritt auf internationaler Bühne ohne Niederlage.

Christian Brackhagen
Finalrunden
Mittwoch, 13.02.2008 St. Petersbu1:0Villarreal
Mittwoch, 13.02.2008 Galatasaray0:0Leverkusen
Mittwoch, 13.02.2008 AEK Athen1:1Getafe
Mittwoch, 13.02.2008 Bergen0:2Everton
Mittwoch, 13.02.2008 Bremen3:0Braga
Mittwoch, 13.02.2008 Anderlecht2:1Bordeaux
Mittwoch, 13.02.2008 Eindhoven2:0Helsingborg
Mittwoch, 13.02.2008 Marseille3:0Sp. Moskau
Mittwoch, 13.02.2008 Gl. Rangers0:0Pnt. Athen
Mittwoch, 13.02.2008 Sporting2:0Basel
Donnerstag, 14.02.2008 Aberdeen2:2FC Bayern
Donnerstag, 14.02.2008 FC Zürich1:3Hamburg

„Die Jungs müssen mich in der Kabine falsch verstanden haben. Ich habe von stürmen geredet, aber die haben wohl türmen verstanden.”

— Hannes Bongartz