UEFA-Cup

Vorrunde

Zwischenrunde

Spielbericht CF Belenenses - FC Bayern München

Hauptsache, satt geworden

Weltmeister auch wegen seiner Kaltschnäuzigkeit:
Luca ToniWeltmeister auch wegen seiner Kaltschnäuzigkeit:
Luca Toni

Weder ein Hexenkessel noch ein starker Gegner stellten sich den Bayern in den Weg. Trotzdem tat sich Deutschlands Edelklub schwer und spielte eine Stunde lang lustlos, ehe die Vorstufe zum Minimalziel erreicht war. Wegbereiter war wie im Hinspiel Luca Toni.

Nicht einmal 8.000 Zuschauer waren gekommen, um den Deutschen Rekordmeister zu sehen, und als wäre er beleidigt darüber, verweigerte der FC Bayern im ersten Durchgang seinen Markenfußball. Von zwei defensiv aufgestellten Teams war Belenenses lange Zeit das aktivere, drang schon in der Anfangsviertelstunde zweimal zu Rensing durch (7./15.) und schnürte die pomadigen Gäste ein. Dass die Partie trotzdem so langweilig wurde, lag an der begrenzten Klasse der Portugiesen. Tapfer und kampfbereit zwar nahmen sie es mit dem großen Gegner auf und kamen immer wieder angerannt, so oft sie von Bayerns Abwehr auch schon weggeschickt waren. Für echte Chancen aber reichte es nicht. In alter Manier hätten die Gäste dies fast noch bestraft, als Jansen kurz vor der Pause als einziger Münchener einmal den Strafraum betrat, Schweinsteigers Pass aber nicht mehr verwenden konnte (44.). Zur Pause war es keine Freude, den Münchenern zuzusehen. Trotzdem schien beschlossen, dass sie nicht viele Chancen benötigen würden.

Weitere Anläufe wurden Lissabon nicht mehr gestattet, statt dessen tauten die Bayern allmählich auf. Seine erste Chance vergab Toni noch knapp (52.), neun Minuten später schoss er in seinem zweiten Europapokalspiel aber das zweite Tor, als er Riberys Flanke mit der Kniespitze annahm und aus kurzer Distanz schmerzlos in die Maschen jagte. Der Sieger war damit ermittelt und Lissabon entsprechend entmutigt. Das Hitzfeld-Team konnte noch nachlegen, musste es aber nicht, ging mit seinen Kräften eher maßvoll um. Nach 76 Minuten wurde es dann Zeit für ein zweites Tor, an dem wieder Luca Toni beteiligt war, indem er Altintop mit einem Doppelpass den Weg freimachte. Aus zehn Metern traf der Türke zum Endstand von 0:2. Noch mehr anzubieten, sahen die Bayern danach nicht mehr ein, wodurch die immer noch anwesenden Gastgeber zweimal noch beinahe das Ehrentor erzielt hätten (86./89.). Auch dieser Aufwand lohnte sich für Belenenses aber nicht.

Maik Großmann