Feierte seinen ersten A-Team-Treffer: André SchürrleDer 2:1-Sieg über einen guten Gegner sollte die ideale Vorbereitung für die anstehenden EM-Qualifikationsspiele gewesen sein. Gomez konnte seine starke Form endlich auch im Nationaltrikot abrufen.
Verständlich, dass Joachim Löw in der Nachbetrachtung mehr Freude an den ersten 45 Minuten hatte. „Es war nicht zu erwarten, dass so viel Tempo im Spiel ist“, zeigte sich der Bundestrainer zudem davon angetan, dass der freundschaftliche Vergleich mit Uruguay über weite Strecken durchaus anspruchsvolle Fußballkost anbot. Die Gäste hatten ihre Topspieler Forlán, Cavani und Suarez dabei - ein Trio von beachtlicher individueller Offensivstärke. Dass es hinten weniger gut passt, offenbarte sich folgenreich in der 21. Minute, als Lugano die Situation falsch einschätzte. Gomez, der den Vorzug gegenüber Klose (kam in der zweiten Hälfte) erhalten hatte, attackierte den Innenverteidiger bei der Ballannahme weit außerhalb des Sechzehners, schnappte sich den Ball und stürmte Richtung Strafraum. Nachdem er hatte Godin aussteigen lassen, versetzte Gomez auch noch Gästekeeper Muslera und schob den Ball ins linke Eck. Der Treffer inspirierte die deutsche Elf, die in der Folgezeit klar tonangebend war und sich Chancen herausspielte. Von Özil mit einem Querpass in Szene gesetzt, nutzte Schürrle die Gelegenheit aus der 35. Minute, auf 2:0 zu erhöhen. Der Ex-Mainzer traf mit einem herrlich platzierten Schuss aus 17 Metern ins rechte Eck. Ausgangs der Halbzeit bekam auch Deutschlands Abwehr gut zu tun, als die „Celeste“ sich intensiv um den Anschluss bemühte, ihre Chancen jedoch nicht verwerten konnte.
Kurz nach Wiederanpfiff landete das Leder dann doch im Netz der Gastgeber, als die Südamerikaner die DFB-Hintermannschaft durcheinander wirbelte. Ein erster Schuss wurde noch abgeblockt, den Abpraller haute Gargano jedoch fast vom Elferpunkt in den Kasten (48.). Sechs Mal wechselte Löw in der zweiten Halbzeit aus, sein Kollege Oscar Tabarez beließ es bei drei Veränderungen. Angesichts dieser Umstellungen konnte der Spielfluss der ersten Halbzeit nicht gehalten werden. Chancen zu weiteren Treffern spielten allerdings noch beide Teams heraus. Derweil Uruguay in der Mitte der zweiten Spielhälfte stärker aufkam und durch Suarez und Godin gut und gern hätte ausgleichen können, legte die DFB-Auswahl im Endspurt noch drei aussichtsreiche Tor-Szenen hin. Podolski scheiterte dabei einmal mit einem Freistoß an Muslera und schoss kurz darauf einen eigenen Mitspieler an. Schließlich wurde Götze noch im Sechzehner steil geschickt, scheiterte aber an Uruguays aufmerksamen Keeper. Den Schlusspunkt markierte ein satter Distanzschuss Forláns, der Neuer alles abverlangte.
André Schulin
Deutschland
| Tore | |||
|---|---|---|---|
| 1:0 | Mario Gomez | 20. | (Rechtsschuss) |
| 2:0 | Andre Schürrle | 35. | (Rechtsschuss, Özil) |
| 2:1 | Walter Gargano | 48. | (Linksschuss, Suarez) |
Aufstellung Deutschland![]() |
|---|
| Manuel Neuer |
| Philipp Lahm |
| Arne Friedrich |
| Mats Hummels |
| Marcel Schmelzer |
| Toni Kroos |
| Simon Rolfes |
| Thomas Müller |
| Mesut Özil |
| Andre Schürrle |
| Mario Gomez |
Aufstellung Uruguay |
|---|
| Fernando Muslera |
| Maximiliano Pereira |
| Diego Lugano |
| Diego Godín |
| Josè Martin Cáceres |
| Walter Gargano |
| Egidio Arevalo Rios |
| Edinson Cavani |
| Diego Forlán |
| Alvaro Pereira |
| Luis Suarez |
Wechsel Deutschland![]() |
|
|---|---|
| Miroslav Klose für Mesut Özil |
(46.) |
| Lukas Podolski für Andre Schürrle |
(58.) |
| Holger Badstuber für Arne Friedrich |
(66.) |
| Benedikt Höwedes für Philipp Lahm |
(66.) |
| Christian Träsch für Toni Kroos |
(79.) |
| Mario Götze für Thomas Müller |
(79.) |
Wechsel Uruguay |
|
|---|---|
| Gaston Ramirez für Alvaro Pereira |
(56.) |
| Sebastián Eguren für Egidio Arevalo Rios |
(75.) |
| Sebastián Abreu für Walter Gargano |
(87.) |
Trainer Deutschland![]() |
|---|
| Joachim Löw |
Trainer Uruguay |
|---|
| Oscar Tabarez |