Schoss das erste Tor des Turniers: Javier BalboaBeide Gastgeberländer, Gabun und Äquatorialguinea, starteten mit Siegen in die 28. Afrika-Meisterschaft. Unentschieden endete keine der ersten acht Partien, die nahezu durchweg einen knappen Ausgang nahmen. Das Niveau ließ noch Raum für Steigerungen.
Bei seiner ersten Teilnahme am Afrika-Cup hatte Co-Gastgeber Äquatorialguinea Grund zum Jubeln. Im Eröffnungsspiel des Turniers feierte man einen knappen, aber nicht unverdienten 1:0-Erfolg über Libyen. Der 151. der FIFA-Weltrangliste, der in der ersten Halbzeit Pech mit einem Pfostentreffer hatte, musste allerdings bis zur 87. Minute warten. Balboa schloss einen Konter mit einem feinen Lupfer ins rechte Eck ab, gegen den Libyens Schlussmann Aboud keine Abwehrchance besaß. Im anderen Spiel der Gruppe A unterlag Senegal unerwartet der Auswahl Sambias mit 1:2. Keineswegs überzeugend, aber durch den Treffer Drogbas aus der 39. Minute mit 1:0 erfolgreich gegen den Sudan, stieg die Auswahl der Elfenbeinküste, der Favorit der Gruppe B, ins Turnier ein. Die „Elefanten“, so der Spitzname der Ivorer, mussten sich in der Tabelle aber zunächst hinter den „Schwarzen Impalas“, dem Team aus Angola einordnen. Etwas glücklich setzten sich die Angolaner mit 2:1 gegen Burkina Faso - mit den Ex-Bundesligaakteuren Pitroipa (HSV und Freiburg) und Bancé (Mainz) - durch.
Die wohl überzeugendste Vorstellung in dieser ersten Gruppenphase lieferte Gabun ab. Der Co-Gastgeber des Wettbewerbs schaltete in der zweiten Hälfte zwar etwas herunter, konnte aber seinen 2:0-Halbzeitvorsprung gegen die Nationalelf Nigers ungefährdet über die Zeit bringen. Damit nahm das von Gernot Rohr betreute Team die Tabellenführung in der Gruppe C vor Tunesien ein. In einem nordafrikanischen Duell besiegten die Tunesier Marokko mit 2:1 - ein glücklicher Sieg, da Marokko mehr für das Spiel tat. In Gruppe D tat sich Ghana äußerst schwer, den Turnierdebütanten Botswana zu bezwingen. Abwehrspieler Mensah markierte in der 25. Minute das einzige Tor dieser schwachen Partie. Ebenfalls nur ein Treffer fiel zwischen Mali und Guinea. Und dieser ausgerechnet für das Team Malis, das nur diese eine Chance hatte (30., B. Traore). Guinea fehlte die Abgeklärtheit im Abschluss.
André Schulin