Führte die "Elefanten" ins Halbfinale: Didier DrogbaGabun hatte reelle Chancen, sich gegen Mali durchzusetzen. Erst im Elfmeterschießen flog die Elf von Gernot Rohr aus dem Wettbewerb. Äquatorialguinea, der andere Co-Gastgeber, musste die Überlegenheit der Kicker von der Elfenbeinküste anerkennen. Sambia und Ghana komplettierten das Halbfinale.
Äquatorialguinea war mit etwas Glück ins Viertelfinale vorgestoßen; dem dort wartenden Gegner hatten die vom Brasilianer Gilson Paulo trainierten Cup-Debütanten jedoch wenig entgegen zu setzen. Die Elfenbeinküste steckte die vergebene Elfmeterchance Drogbas (29., Danilo spekulierte auf die richtige Ecke und parierte) unbeeindruckt weg. Der Stürmer des FC Chelsea nutzte nur wenige Minuten später einen Fehlpass des Gegners gnadenlos aus. Drogba ließ zwei Abwehrspieler ins Leere laufen und traf flach ins linke Eck (35.). Äquatorialguineas beste Chance, ein Distanzschuss von Randy, wurde durch Barry im Kasten der Elfenbeinküste abgewehrt. Spätestens mit Drogbas zweitem Treffer, einem sehr platzierten und harten Kopfball (70.), war die Luft raus. Yaya Toures kunstvoll angeschnittener Freistoßtreffer zum 3:0-Endstand (81.) markierte das Sahnehäubchen obendrauf, in einer überzeugenden Leistung des Turnierfavoriten.
Derweil Äquatorialguinea chancenlos war, schied Gabun, der zweite Turniergastgeber, unglücklich aus. Dem Spielverlauf nach völlig berechtigt brachte Mouloungui Gabuns Auswahl gegen Mali in Führung (54.). Gabuns Aubameyang hatte bereits vor dem Seitenwechsel einen Pfostentreffer gesetzt, seinem Teamkollegen Cousin passierte das gleiche Missgeschick in der 59. Minute. Mali hatte bis dahin weitgehend enttäuscht, intensivierte in der Schlussphase jedoch seine Angriffsbemühungen. Mit einem Schuss aus der Drehung, den Gabuns Keeper Ebang nicht kontrollieren konnte, rettete der eingewechselte Diabate das von Alan Giresse gecoachte Team in die Verlängerung (81.), die ohne Tore blieb. Im Elfmeterschießen scheiterte ausgerechnet der während des Turniers starke Angreifer Aubameyang mit seinem Versuch an Malis Schlussmann. Die anderen Schützen trafen alle - Keita war es vorbehalten, den entscheidenden Treffer zu setzen.
Die Viertelfinalpaarung Ghana gegen Tunesien konnte erst in der Verlängerung Spannung aufbauen, als es auf die Entscheidung zuging. Und die fiel zugunsten der Ghanaer, weil Tunesiens Keeper Mathlouthi eine hohe Flanke direkt vor die Füße Andre Ayews faustete. Ohne Mühe schob der Stürmer von Olympique Marseille das Leder zum 2:1 über die Linie (100.). Zuvor hatten Kopfballtreffer durch Mensah (9.) und zum 1:1-Ausgleich für Tunesien durch Khelifa (42.) die Höhepunkte des zerfahrenen Spiels dargestellt. Relativ ungefährdet hatte Sambia sich gegen den Sudan die Halbfinalteilnahme gesichert. Mühelos und unbedrängt köpfte Sunzu nach einer Freistoßflanke die frühe 1:0-Führung heraus (15.). Im Nachschuss - Sudans Keeper Salim parierte den ersten Versuch - nutzte Katongo die Elfmeterchance aus der 66. Minute zum 2:0. Chamangas Schlenzer schließlich rundete die Sache in der 86. Minute zum 3:0 ab.
André Schulin