19.02.2012 20:42Bundesliga

Hannover blieb daheim eine Macht

An den ersten drei Treffern beteiligt: Christian PanderAn den ersten drei Treffern beteiligt: Christian Pander

Nach einem 4:0-Vorsprung mit Toren zu denkbar günstigen Zeitpunkten traf Hannover auf einen Gegner aus der Tabellennachbarschaft, der in den Schlussminuten nach dem letzten Strohhalm griff und tatsächlich noch für Spannung sorgte.

Beide Teams warteten in den ersten zwanzig Minuten vor allem ab und gingen zur zaghaft in die Offensive. Vor der ersten guten Möglichkeit für 96 durch Dioufs Kopfball, der knapp übers Tor flog (20.), hatten die Hausherren bereits leichte Vorteile erspielt, ohne allerdings Gefährlichkeit auszustrahlen. Nachdem sich auch Stuttgart kurz angemeldet hatte (21., Hajnal per Distanzschuss), wurde Hannover durch einen Eckball fündig, weil Haggui genügend Platz zum Kopfball fand und traf (25.). Die VfB-Anfälligkeit bei Standards bestätigte sich auch nach 32 Minuten, denn Diouf nickte nach Panders Hereingabe zum 2:0 ein. Zuvor hatte Harnik gegenüber frei vor Torwart Zieler den Ausgleich verpasst und fünf Minuten vor der Pause traf Schmiedebach für die Gastgeber nur das Außennetz.

Hatte der VfB nach dem Wechsel vor, möglichst schnell heranzukommen, so ging dieses Unterfangen völlig schief, denn erneut patzte die Deckung nach einem Eckball. Diesmal hatte Pinto die Kugel von links vors Tor gebracht, der Abpraller landete halblinks bei Pander, der stramm ins rechte Toreck traf (46.). Während Stuttgart weiter zu unentschlossen angriff, spielte Hannover umso lockerer nach vorne, kam aber erst nach 73 Minuten zum 4:0 durch Stindl. Wieder hatte die Schwaben-Abwehr mitgeholfen und den Torschuss des Außenbahnspielers aus halbrechter Position nicht verhindern können. Danach wurden die Niedersachsen allerdings fahrlässig, Harnik nutzte einen Fehler von Zieler zum 1:4 (75.) und Okazakis wunderbarer Drehschuss schlug im Giebel ein (79.). Labaddias Elf setzte weiter nach, doch Zieler verhinderte gegen Ibisevic mit tollem Reflex das 3:4 (82.). Immerhin hatten die ohne Abwehrchef Tasci angetretenen Gäste in den Schlussminuten Moral gezeigt, doch der Vorsprung war zu hoch und die Restzeit zu kurz, so dass Hannovers gute Heimbilanz nicht mehr wirklich in Gefahr geriet.

Ulrich Merk