18.02.2012 17:32Bundesliga

Rückschläge im Keller

Schenkte Augsburg zwei Buden ein: Stefan KießlingSchenkte Augsburg zwei Buden ein: Stefan Kießling

Im Kampf gegen den Abstieg mussten einige Teams erneute Rückschläge hinnehmen. Kaiserslautern unterlag nach großem Kampf Gladbach mit 1:2 und Hertha musste sich Tabellenführer Dortmund daheim mit 0:1 beugen, während Augsburg in Leverkusen gar 1:4 unterging. Aber auch Köln ging in Nürnberg leer aus, musste ein 1:2 einstecken. Das Nord-Derby zwischen dem HSV und Werder entschieden die Gäste aus Bremen mit 3:1 zu ihren Gunsten. Im Abendspiel erkämpfte sich Schlusslicht Freiburg mit einer großartigen Leistung ein 0:0 gegen den FC Bayern.

Herrmann (9. Minute) und Arango (14.) brachten Borussia Mönchengladbach durch zwei tolle Treffer beim 1. FC Kaiserslautern frühzeitig in Front. Die Pfälzer kamen erst im Verlauf des zweiten Durchgangs besser auf, holten einige Chancen heraus, trafen aber nur noch durch einen Sonntagsschuss von Jessen (63.).

Wenig souverän, aber am Ende effektiv präsentierte sich Meister Borussia Dortmund bei Hertha BSC und gewann in einem Kampfspiel durch einen Fallrückzieher von Großkreutz (66.) etwas glücklich mit 1:0. Der BVB behauptete die Spitze, die Hauptstädter rutschten tiefer in den Abstiegsstrudel.

Um ein bis zwei Tore zu hoch bezwang Bayer Leverkusen auf eigenem Terrain Aufsteiger FC Augsburg, der lange Zeit auf Augenhöhe spielte. Nach dem 1:0 durch Kießling (25.) glich der Gast durch Koo (50.) nach der Pause aus. Innerhalb von zehn Minuten aber traf die Werkself nahezu mit jedem Angriff und schraubte das Ergebnis durch Castro (60.), nochmals Kießling (64.) und Schürrle (70.) auf 4:1 hoch.

Im ersten Durchgang verschlief der 1. FC Köln das Spiel beim Tabellennachbarn 1. FC Nürnberg und lag verdient durch einen Gewaltschuss von Esswein (28.) 0:1 hinten. Nach dem Seitenwechsel wachten die Geißböcke allerdings auf und verdienten sich den Ausgleich durch Novakovic (66.) redlich. Am Ende siegte jedoch der Club, weil Pekart ein Kopfballduell gewann und die perfekte Flanke von Esswein über den rechten Pfosten im Kasten der Gäste versenkte (85.).

Ein spannendes Nord-Derby sahen die Besucher an der Elbe zwischen dem Hamburger SV und Werder Bremen. Die Weserkicker stellten zwar nicht unbedingt das bessere Team, waren aber vor dem Tor kaltblütiger und gewannen zuletzt nicht unverdient. Marin überraschte die Hausherren bereits nach neun Minuten und Trybull köpfte sein erstes Bundesligator kurz vor der Pause ein (45.). Ein abgefälschter Freistoß von Petric brachte die Hamburger zurück (76.), doch als sich Westermann und Rajkovic nach einem weiten Wiese-Abschlag gegenseitig störten, nutzte Arnautovic die Situation eiskalt und stellte den 3:1-Endstand her (86.).